Medizinische Versorgungszentren
Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen
Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen
Radiologie und Diagnosticum München/Taufkirchen

Haben Sie Fragen?
+49 (0) 89 / 6145 100

Kernspintomografie

Kernspintomografie: Exakte Schnittbilder von Gewebe und Gelenken

Als Kernspintomografie wird ein bildgebendes Verfahren bezeichnet, das sich vor allem zur Darstellung von Weichgewebe und Organen eignet. Auch als Magnetresonanztomografie, kurz MRT, bekannt, lassen sich mithilfe dieser Methode exakte Schnittbilder des Körpers ohne Belastung durch Röntgenstrahlen erstellen. Bei der Magnetresonanztomografie kommen keine Strahlen, sondern ein Magnetfeld zum Einsatz, das den Organismus nicht belastet. Es können sowohl der gesamte Körper als auch lediglich einzelne Bereiche untersucht werden. Typische Beispiele für MRT-Untersuchungen stellen das Dünndarm-MRT, Schädel-MRT, MRT der Herzkranzgefäße und MRT von Schulter, Kniegelenk oder Wirbelsäule dar.

Kernspintomografie: Anwendungsbereiche, Funktion und Ablauf

Während die Computertomografie, abgekürzt CT, vor allem bei der Untersuchung von knöchernen Strukturen zum Einsatz kommt, ist mittels Kernspintomografie Weichteilgewebe sehr kontrastreich darstellbar. So lassen sich beispielsweise Tumore und Metastasen mit diesem Verfahren gut erkennen. Auch beim Verdacht auf Erkrankungen wie Multiple Sklerose, entzündliche Knochenerkrankungen, Abszesse oder Gelenkschädigungen sichern MRT-Aufnahmen die Diagnose. Im Vorfeld einer Kernspintomografie klärt der behandelnde Arzt seinen Patienten über den Ablauf der Untersuchung, die konkrete Zielsetzung sowie mögliche Nebenwirkungen auf. In einigen Fällen ist eine MRT-Untersuchung nicht oder nur nach sorgfältiger Abwägung möglich. Patienten etwa, die einen Herzschrittmacher oder ein ähnliches Gerät tragen, müssen ihren Arzt darüber informieren. Dieser entscheidet dann, ob eine Kernspintomografie dennoch durchgeführt werden kann. Das gilt auch für Personen mit Prothesen, Platten, Schrauben oder Stents im Körper. Je nach Zusammensetzung können sich diese Implantate erhitzen und umlegendes Gewebe schädigen. Bevor Patienten in die typische Röhre geschoben werden, legen sie zudem alle Gegenstände aus Metall ab, die sie außen am Körper tragen. Während der etwa 20-minütigen Untersuchung werden sie dazu aufgefordert, ruhig zu liegen, um eine gute Qualität der Schnittbilder zu gewährleisten. Da die Magnetspulen des Kernspintomografen laute Klopfgeräusche erzeugen, erhalten die Patienten einen Gehörschutz oder Kopfhörer. Die Kommunikation zwischen Patient und medizinischem Personal ist jedoch über eine Sprechanlage möglich. Für Patienten mit Platzangst eignen sich offene Kernspintomografen. Gegebenenfalls kann auch ein Beruhigungsmittel helfen.

Wie funktioniert eine Kernspintomografie und welche Risiken bestehen?

Beim Verfahren der Kernspintomografie wird die magnetische Eigenschaft von Wasserstoffatomen im zu untersuchenden Gewebe genutzt, um Bilder zu erzeugen. Die Atomkerne besitzen einen Eigendrehimpuls, den sogenannten Kernspin. In einem Magnetfeld richten sie sich aus, ähnlich wie eine Kompassnadel. Werden dann kurze Radiowellen-Impulse gesendet, geraten die Wasserstoffatome kurzzeitig aus ihrer gleichmäßigen Position, kehren jedoch schnell wieder in ihre Anordnung zurück. Dabei geben die Wasserstoffatome zuvor aufgenommene Energie wieder ab. Aus diesem messbaren Signal wird ein Bild der untersuchten Körperregion berechnet, denn die verschiedenen Gewebe im Körper weisen einen unterschiedlichen Wassergehalt auf. Die Kernspintomografie stellt ein sicheres Verfahren zur Diagnose dar. Lediglich Schwangere in den ersten drei Monaten sollten genau mit ihrem Arzt besprechen, ob eine MRT-Untersuchung notwendig ist, um das Ungeborene nicht zu gefährden. Einen wissenschaftlichen Nachweis in Bezug auf eine schädigende Wirkung gibt es jedoch nicht. Nach dem ersten Drittel der Schwangerschaft ist eine Kernspintomografie nach aktuellen Kenntnissen mit keinerlei Risiko behaftet. Sollten Patienten für die Untersuchung ein leichtes Beruhigungsmittel verabreicht bekommen haben, raten Ärzte, mindestens 24 Stunden nicht Autozufahren. Die entstandenen Schnittbilder werden elektronisch bearbeitet und in der Regel sofort mit dem Patienten besprochen.