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Künstliche Bandscheibe

Künstliche Bandscheibe zur langfristigen Abhilfe bei Beschwerden

Mit der künstlichen Bandscheibe rekonstruieren Experten die natürliche Anatomie der Wirbelsäule und die Funktion der Bandscheibe als Abstandshalter zwischen den Wirbelkörpern. 24 Wirbel, 23 Bandscheiben, unzählige Muskeln sowie Sehnen und Bänder sorgen für einen einzigartigen Aufbau unserer Wirbelsäule. Neben Stabilität gibt die Wirbelsäule unserem Bewegungsapparat mithilfe der Bandscheiben, Bänder, Sehnen und Muskeln auch Elastizität und Flexibilität. Wie eine Art Stoßdämpfer und Abstandshalter sorgen die Bandscheiben dafür, dass sich unser Rücken biegen kann, sich dehnt oder rund macht. Doch bereits im 20. Lebensjahr beginnen die mit Flüssigkeit gefüllten Bandscheiben langsam ihre Elastizität und ihre Pufferfunktion zwischen den Wirbelkörpern zu verlieren. Bewegungsbeeinträchtigungen und Schmerzen können die Folge des natürlichen Verschleißes sein. Lässt sich die optimale Funktion der Bandscheiben mit konservativen Methoden nicht mehr herstellen oder wenn die Bandscheiben vollständig abgenutzt sind, kann eine künstliche Bandscheibe langfristig Abhilfe von Beschwerden schaffen. Sie kann mittels einer minimalinvasiven Operationsmethode implantiert werden und kommt vorrangig bei chronischen Beschwerden infrage und bei Patienten, die über 55 Jahre alt sind.

Eine künstliche Bandscheibe als letzte Behandlungsmöglichkeit

Verlieren die Bandscheiben an Höhe, können Schmerzen durch bedrängte Nerven oder Instabilitäten die Folge sein. Einige Patienten klagen im weiteren Verlauf einer Bandscheibenschädigung über eine verminderte Kraft in den Beinen bis hin zu Lähmungen. Hier hilft nach einer Anamnese und klärenden Gesprächen zwischen Arzt und Patient nur eine ausführliche Untersuchung mit bildgebenden Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT, um die genaue Schädigung der Bandscheibe zu bestimmen. Wenn die Bandscheibe völlig degeneriert ist,- und alle konservativen Therapiealternativen ausgeschöpft sind, raten Experten möglicherwiese zu dem Einsatz einer künstlichen Bandscheibe.

Verfahren beim Einsetzen einer künstlichen Bandscheibe

Der Einsatz von künstlichen Bandscheiben ist nicht neu, die Medizin arbeitet mit ihnen bereits seit vielen Jahren, häufig in Kombination mit sehr schonenden Operationstechniken. Für die künstliche Bandscheibe schaffen Ärzte zunächst Platz zwischen den Wirbelkörpern, um sie dort zu platzieren. Die künstliche Bandscheibe übernimmt dann die Funktion, die anliegenden Wirbelkörper im richtigen Abstand zueinander zu halten. Je nach Sitz der geschädigten Bandscheibe räumt der erfahrene Arzt das Bandscheibenfach aus, korrigiert die Stellung der Wirbelkörper zueinander und verankert dann die künstliche Bandscheibe im entstandenen Hohlraum und stabilisiert ihn. Nach dem Eingriff können Patienten bereits wenige Tage später wieder aufstehen. Zunächst tragen sie ein Stützkorsett, das den Alltag für Betroffene angenehmer macht. Leichte Tätigkeiten, Büroarbeit und auch sanfte Sportarten können zwei Wochen nach dem Eingriff wieder ausgeübt werden. Mithilfe von Physiotherapie lässt sich die Regeneration zusätzlich unterstützen.