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Minimalinvasives Verfahren

Minimalinvasive Verfahren gegen Rückenschmerzen

Nicht immer sind minimalinvasive Behandlungsmethoden bei Rückenleiden notwendig. Leiden Patienten unter akuten Rückenschmerzen, kommen zur Behandlung zunächst konservative Methoden wie Medikamente, Bewegungstherapie, Wärmeanwendungen oder Massagen zum Einsatz. Zumeist sorgen diese Maßnahmen bereits für Besserung. Liegen jedoch tiefergehende Ursachen wie verschleißbedingte Abnutzungserscheinungen oder Bandscheibenvorfälle vor, reichen diese Ansätze oft nicht aus, um Betroffene von Schmerzen und damit einhergehenden Bewegungseinschränkungen im Alltag zu befreien. In diesen Fällen stehen inzwischen wirksame minimalinvasive Methoden zur Verfügung, die sanft für Linderung sorgen, lediglich kurze Krankenhausaufenthalte erfordern und Patienten eine schnelle Rehabilitation ermöglichen.

Hitzesonde sorgt für minimalinvasiven Behandlungserfolg

Treten Rückenschmerzen auf, kommen bei vielen Patienten oft mehrere Faktoren zusammen. Dabei spielen nicht nur körperliche Auslöser eine Rolle. Auch psychische Aspekte beeinflussen die Schmerzwahrnehmung und können Beschwerden verstärken. Um eine ganzheitliche Behandlung zu gewährleisten, hilft die Zusammenarbeit in einem interdisziplinären Team mit Experten verschiedener Fachrichtungen. So wird die tatsächliche Schmerzursache exakt lokalisiert und Patienten kann schnell und effektiv geholfen werden. Um die psychische Belastung durch stationäre Aufenthalte oder lange Schonzeiten so gering wie möglich zu halten, helfen minimalinvasive Operationstechniken. Bei Verschleißerscheinungen, zum Beispiel aufgrund des Alters der Patienten oder jahrelanger hoher Belastung im Beruf, eignet sich vor allem eine Behandlung mithilfe der minimalinvasiven Hitzesonde. Nach örtlicher Betäubung der betroffenen Stelle führen Experten dabei eine feine Sonde mit nur wenigen Millimetern Durchmesser direkt an die Schmerzfaser im Rücken. Die Spitze der Sonde wird in der Folge für wenige Sekunden bis auf 80 Grad Celsius erhitzt. Damit lassen sich Schmerzfasern gezielt veröden und die Schmerzweiterleitung in das Gehirn wird unterbunden. Durch das minimalinvasive Vorgehen bleiben umliegende Strukturen geschützt und gesundes Gewebe wird nicht verletzt.

Minimalinvasiv und sicher: Mikrolaser

Eine weitere minimalinvasive Methode zur Behandlung von Bandscheibenvorfällen ist der Mikrolaser. Er eignet sich auch für Betroffene, die bereits seit längerem Schmerzen haben und keine Linderung mehr durch konservative Therapien erfahren. Der minimalinvasive Mikrolaser verfügt über eine 0,2 Millimeter dünne Faser, über die ein Laserstrahl in das vorgefallene Bandscheibengewebe geleitet wird. Mithilfe der gezielt eingebrachten Laserenergie schrumpfen Experten störende Strukturen im Wirbelkanal, verschließen kleine Risse im äußeren Ring der Bandscheibe und veröden Nerven, sodass auch die Schmerzweiterleitung an das Gehirn unterbrochen wird.

Mit minimalinvasiver Epiduroskopie punktgenau behandeln

Liegen Bandscheibenvorfälle, durch Weichteile verursachte Wirbelkanalverengungen oder Vernarbungen in der Wirbelsäule vor, eignet sich zur Behandlung das Epiduroskop. Damit lassen sich sowohl eine exakte Diagnose der Schmerzursache stellen als auch therapeutische Maßnahmen einleiten. Mithilfe der sogenannten Epiduroskopie oder Rückenmarksspiegelung erstellen Mediziner zum Beispiel genaue Abbildungen vom Inneren des Wirbelkanals. So können mögliche Schmerzursachen wie Verklebungen, Narbenbildungen oder Nervenverletzungen erkannt werden. Durch den Katheter lässt sich dann ein Medikamentengemisch aus schmerz- und entzündungshemmenden Mitteln verabreichen. In der Folge schrumpft störendes Gewebe, der Druck auf umliegende Nerven verschwindet und Entzündungen bilden sich zurück.

Diese minimalinvasiven Behandlungsverfahren sorgen für eine schnelle Genesung der Patienten und reduzieren die Belastung während des Eingriffs auf ein Minimum. So helfen sie, die Lebensqualität von Betroffenen innerhalb kurzer Zeit wieder zu steigern.