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Osteomyelitis

Osteomyelitis: Entzündung des Knochenmarks

Als Osteomyelitis oder auch Osteitis bezeichnen Mediziner eine Entzündung des Knochenmarks oder des gesamten Knochens. Sie entsteht durch eine Ansammlung von Bakterien, die entweder durch äußere Wunden oder innere Infektionen über die Blutbahn zum Skelett gelangen. Leiden Personen unter einer Osteomyelitis, entwickeln sich in vielen Fällen im Krankheitsverlauf sowohl akute als auch chronische Schmerzen an den betroffenen Stellen. Dazu gehört im besonderen Maß das Röhrenknochenmark, beispielsweise im Oberschenkel, das aufgrund seiner guten Durchblutung oft von dieser Entzündung heimgesucht wird.

Ursachen einer Osteomyelitis: Häufig sind Bakterien der Auslöser

Als häufigster Auslöser gelten Bakterien – zumeist Staphylokokken. Selten rufen Viren, Pilze oder Tuberkuloseerreger eine Knochenentzündung hervor. Infektionen des Knochenmarks können dabei über zwei Wege erfolgen. Bei der sogenannten endogenen Form befinden sich die auslösenden Keime bereits im Körper, zum Beispiel bei Mandel- oder Mittelohrentzündungen, die bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren verstärkt auftreten. Bei einer exogenen Osteomyelitis gelangen Erreger von außen in den Körper, etwa durch offene beziehungsweise nicht abheilende Wunden, nach Unfällen oder Operationen. Menschen mit einem schwachen Immunsystem oder chronischen Leiden, wie Diabetes oder Arterienverkalkungen, erkranken eher an der exogenen Osteomyelitis.

Welche Symptome weist die Krankheit auf? Und welche Behandlungsmöglichkeiten existieren?

Beide Formen der Krankheit ähneln sich in ihren Symptomen. Es treten Fieber und Schüttelfrost auf, Betroffene fühlen sich zusätzlich erschöpft und müde. Außerdem entstehen meist Schmerzen und Druckempfindlichkeit im Bereich der Entzündung und der Körper produziert Wundflüssigkeit. Des Weiteren kommt es oftmals zu Schwellungen, Rötungen und Wärmegefühlen an der infizierten Stelle. Je nach Art und Ausprägung der Osteomyelitiden erfolgt bei Erwachsenen ein operativer Eingriff. Dabei entfernen Ärzte das entzündete Gewebe und eventuelle Fremdkörper, wie beispielsweise Gelenkprothesen, und setzen eine Behandlung mit Antibiotika und Schmerzmedikamenten an. Bei Kindern lässt sich die Krankheit in speziellen Fällen auch ohne chirurgische Eingriffe kurieren, etwa wenn es sich um eine akute Osteomyelitis handelt. Dabei geht die Entzündung mithilfe von Antibiotika meistens nach circa sechs Wochen zurück. Vorausgesetzt, die Behandlung beginnt drei Tage nach Auftreten der Symptome.

Präventive Maßnahmen zur Vorbeugung einer Osteomyelitis

Einer Osteomyelitis lässt sich nur bedingt vorbeugen. Zu den präventiven Maßnahmen einer exogenen Osteomyelitis gehören zum einen zeitnahe Versorgungen von Wunden und Verletzungen sowie hohe hygienische Standards bei Operationen. Bei chirurgischen Eingriffen verhindert in vielen Fällen die Verabreichung von antibiotischen Schwämmen oder Ketten am Knochen eine Infektion. Das Risiko, an einer endogenen Osteomyelitis zu erkranken, verringert sich hingegen durch frühzeitige Behandlungen bakterieller Infekte. Besonders bei Kindern raten Experten dazu, auf Knochen- oder Gelenksschmerzen im Bereich der Extremitäten zu achten, bei Beschwerden frühzeitig einen Arzt aufzusuchen und eine genaue Beratung und Diagnose durchführen zu lassen.