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Videokatheter

Videokatheter für den Epiduralraum: E-Kath von Radimed

Das von Dr. Reinhard Schneiderhan mitentwickelte minimalinvasive Epiduroskop für den Videokatheter der Firma Radimed basiert auf einer langjährigen Erfahrung mit der Wirbelsäulenkatheterbehandlung. Mit seinem Ärzteteam hatte Dr. Schneiderhan bereits etwa 16.000 epidurale Katheterbehandlungen erfolgreich durchgeführt, als er begann, sich mit einer technischen Weiterentwicklung zu befassen. Ziel war es, die Diagnostik und die Platzierung des Katheters weiter zu verbessern. Der Epiduralraum sollte direkt über das Endoskop optisch darstellbar werden.

Videokatheter: Dr. Schneiderhans Motivation zur Weiterentwicklung

Dr. Schneiderhan kannte bereits ein sogenanntes Kollateralprodukt aus der klassischen Gelenkendoskopie, das in Deutschland und in den USA vereinzelt bei der Epiduroskopie zum Einsatz kam. Dieses Instrument hat jedoch einen größeren Außendurchmesser als die in der Wirbelsäulenmedizin verwendeten Systeme. Es stand zu befürchten, dass es damit im hochempfindlichen Epiduralraum mit seinen zahlreichen Nervenstrukturen und Gefäßen zu behandlungsbedingten Komplikationen kommen könnte. Deshalb suchte Reinhard Schneiderahn nach technischen Möglichkeiten für eine bildgebende Darstellung über ein Epiduroskop mit dem gleichen geringen Außendurchmesser wie der bislang erfolgreich eingesetzte epidurale Katheter.

Minimalinvasiver Videokatheter – der Entwicklungsprozess und das Ergebnis

Es kam zu einem gemeinsamen Entwicklungsprojekt mit der Firma Almikro, die haarfeine Endoskopiefasern herstellten. Diese Hightech-Fasern waren zum Teil in der Lage, die kleinsten Gänge und Hohlräume im menschlichen Körper zu inspizieren, wie zum Beispiel den Tränenkanal. Die Fasern erschienen auch für eine Anwendung im Epiduralraum geeignet. Gemeinsam mit der Firma Radimed entstand danach die Idee, einen Videokatheter zu entwickeln, der mit einem kleinsten Außendurchmesser dennoch lenk- und steuerbar sein muss. Durch diesen sollte die dünne Hightech-Faser zur optischen Darstellung eingeführt und zusätzlich Medikamente an die zu behandelnden Stellen eingespritzt werden. Heute steht mit dem daraus hervorgegangenen Produkt ein epiduraler Katheter mit endoskopischer Steuerung und einem Außendurchmesser von spektakulären 1,2 Millimetern zur Verfügung, der auch E-Kath genannt wird. Mit diesem dünnen Katheter können Livebilder aus dem Epiduralraum auf einen Monitor übertragen werden. Das Hightech-Instrument erlaubt es, noch schonender und präziser zu diagnostizieren und bei endgültiger Lage des Systems an der zu behandelnden Stelle gezielt zu therapieren.