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Wärme- und Kältetherapie

Wärme- und Kältetherapie: In diesen Fällen werden die Therapieformen eingesetzt

Die Wärme- und Kältetherapie wird bereits seit Jahrhunderten bei unterschiedlichen Beschwerden oder Krankheitsbildern angewandt und wirkt unterstützend auch bei der Behandlung von Rückenleiden. Wärme sorgt bei Muskelverspannungen im Rücken für eine Lockerung des Gewebes. Zu den bekanntesten Anwendungsformen gehören unter anderem Fango, Rotlicht, warme Packungen oder Wickel. Leiden Patienten unter Verletzungen oder akuten entzündlichen Erkrankungen mit Schwellungen oder Rötungen, hilft die Kältetherapie in Form von kühlenden Auflagen oder auch Güssen, Eisbädern und der Kältekammer.

Wärmetherapie: Anwendungsbereiche und Wirkung

Die Wirkung der Wärmetherapie basiert vor allem auf einer Verbesserung der Durchblutung und einer erhöhten Dehnbarkeit des Bindegewebes unter Wärmeeinfluss. Vor allem bei Schmerzen im Nackenbereich, an der Wirbelsäule und an Gelenken ist ein wohltuender Effekt zu verzeichnen. Die Wärmebehandlung stößt verschiedene Prozesse an, die zu einer Linderung der Beschwerden führen. Ein positiver Nebeneffekt der Wärmetherapie: Sie senkt die Produktion von Stresshormonen, wirkt damit zusätzlich entspannend und regt außerdem den Zellstoffwechsel an. Durchführen lässt sich diese Art der Behandlung in verschiedenen Formen. Häufig angewendet werden heiße Bäder. Sie führen zu einem Anstieg der Körpertemperatur, wodurch es zu einer Aktivierung des Immunsystems kommt. Als Wärmeträger für eine lokale Anwendung zum Beispiel an Gelenken kommen bevorzugt organische und mineralische Materialien wie Moor oder Erde zum Einsatz. Sie zeichnen sich dadurch aus, Wärme lange zu speichern und gleichmäßig wieder abgeben zu können. In Form einer Packung oder eines Wickels wirken sie rund 45 Minuten auf die zu behandelnden Bereiche ein. Für Ganzkörperbehandlungen empfehlen sich Moor- oder Schlammbäder. Um den Effekt der Wärmetherapie zu verstärken, ruhen Patienten nach der Anwendung noch circa weitere 30 Minuten.

Kältetherapie: So kann sie helfen

Auf die im Rahmen der Kältetherapie gesetzten Reize reagiert der Organismus anders als bei der Wärmetherapie: der Muskeltonus erhöht sich zunächst und Blutgefäße ziehen sich zusammen. Die verringerte Körpertemperatur hemmt die Aktivität von Entzündungsmediatoren und setzt die Reflexe des Nervensystems herab. Das führt dazu, dass Schmerzsignale langsamer übertragen werden und die Schmerzempfindung reduziert wird. Je nach Dauer der Anwendung erreicht die Kälte entweder nur die Haut, oder auch die darunter liegenden Faszien, Bänder, Muskeln und Gelenke. Zumeist kommen Güsse, Wechselbäder oder -duschen mit einer Wassertemperatur von 12 bis 15 Grad Celsius zum Einsatz. Auch Packungen oder Kompressen mit Eis beziehungsweise kaltem Gel werden im Rahmen einer Kältetherapie angewandt. Die Kältetherapie hat ein breites Anwendungsspektrum. Sie empfiehlt sich zum Beispiel nach Operationen, bei Verletzungen von Gelenken aber auch bei degenerativen Erkrankungen der Gelenke und der Wirbelsäule wie Arthrose. Bei Sportverletzungen reduziert eine sofortige Behandlung mit Kälte die Schwellung und damit den Schmerz.

Wärme- oder Kältetherapie und ihre Risiken

Bei einer Wärmetherapie am gesamten Körper muss die Gefahr einer Überlastung des Kreislaufs beachtet werden, die zu Beschwerden wie Kopfschmerzen oder schlimmstenfalls zu Kreislaufversagen führen kann. Krebserkrankungen oder Entzündungen der inneren Organe sind meist Gegenindikationen für eine Wärmebehandlung. Auf eine Kältetherapie muss unter bestimmten Umständen bei Harnwegsinfektionen, Ischiasschmerzen, entzündlichem Rheuma in der akuten Phase, Bluthochdruck oder Herzrhythmusstörungen verzichtet werden.