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Antworten auf Ihre Fragen zu Medizin und Gesundheit

Bandscheibenvorfall L5/S1 mit nachfolgend Problemen im ISG

So wichtig ist die Zweitmeinung

In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger. Unser interdisziplinäres Fachärzteteam arbeitet fachübergreifend zusammen, um für Sie die bestmögliche Behandlung zu finden.

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Frage

Vor 1 1/2 Jahen habe ich einen schweren Bandscheibenvorfall L5/S1 mit einem großen sequestrierten Prolaps erlitten, der mir bis heute starke beschwerden im LWS-Bereich (rechtsbetont) bereitet. Die Schmerzen werden in erster Linie durch Belastung ausgelöst. Morgens beim Aufstehen bin ich bis auf ein Steifheitsgefühl im LWS-Bereich ohne Beschwerden, die im Laufe des Tages durch Gehen, längeres Sitzen oder Stehen stark zunehmen (immer rechtsbetont). Länger als eine halbe Stunde kann ich nicht spazierengehen. Nach Belastungen ist dann letztendlich der gesamte LWS-Bereich durch starken Spannungsschmerz betroffen. In Ruhepausen im Liegen nach ca.20-30 Minuten gehen die Schmerzen deutlich zurück. Im Mai diesen Jahres wurde ich in einer Klinik (Neurochirurgie) intensiv untersucht. dabei wurde durch MRT festgestellt, daß der BSV vollkommen ausgeheilt ist (!!), der Bereich beim rechten ISG jedoch durch lange Fehl- und Schonhaltung geschädigt ist. Im Vergleich zum MRT vor einem Jahr ist der sequestrierte Vorfall vollkommen verschwunden. Weiterhin wurde eine angeborene Übergangsstörung (Hemisakralisation) in der untersten Etage der LWS sowie eine Beckenverwringung diagnostiziert. Das ISG ist jedoch nicht blockiert. Im Bereich der unteren 3 LW beidseitig und des rechten ISG wurde dann eine Nervenverödung (Denervation) vorgenommen, jedoch leider ohne spürbaren Erfolg. Medikamente(Vioxx25 oder Katadolon) bringen nur leichte LInderung. Krankengymnastik, hier besonders Dehnungen in Verbindung mit Rotation, verschlechtert die Schmerzsituation. Vermutlich bin ich in bezug auf häufige KG in den letzten Monaten übertherapiert. Ich bin jetzt bei einem sehr engagierten Ortopäden/Chiropraktiker in Behandlung. Vermutlich lösen Bänder (iliolumbales u. iliosakrales Band) im Bereich des ISG chronisch Schmerzen aus, immer in Verbindung mit Belastung. Eine Prolotherapie/Sklerotherapie für eine Stärkung dieser Bänder wird in Erwägung gezogen. Wie ist Ihre Meinung zu den genannten Therapien und können Sie über Erfahrungen und evtl. Erfolge berichten. Gibt es noch andere Therapiemöglichkeiten für meine spürbar geschädigten Bänder? Für Ihre Bemühungen danke ich Ihnen schon jetzt.

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrter Herr T.,

nach Bandscheibenvorfällen kommt es häufig zu einem deutlichen Höhenverlust der betreffenden Bandscheibe und damit verbunden zu Instabilitäten im betreffenden Bewegungssegment. Die von Ihnen geschilderten Beschwerden sind gut vereinbar mit einem Instabilitätsproblem, eventuell können Funktionsaufnahmen der LWS hierüber nähere Aufschlüsse bringen. Sinnvoll wäre eventuell auch die Durchführung einer erneuten kernspintomographischen Untersuchung zum Zeitpunkt von Beschwerden (d.h. nachmittags). Nicht selten sind dann Bandscheibenvorwölbungen oder Bandscheibenvorfälle zu sehen. Die von Ihnen genannten Therapiemaßnahmen zur Stärkung der Bandstrukturen sind sehr umstritten und werden von uns nicht durchgeführt. Zur Stärkung der Rückenmuskulatur käme ggf. noch die Krankengymnastik an Geräten in Betracht.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R. Schneiderhan

Frage

Seit ein paar Wochen habe ich starke Schmerzen im linken Oberschenkel und Wade, die sich teilweise bis in den linken Fuß ziehen. Ich kann morgens nur mit sehr starken Schmerzen aufstehen. Ich muß das linke Bein richtig platzieren, um aufstehen zu können. In den Ruhephasen (sitzen beim Fernsehen oder nachts im Bett liegen) treten die Schmerzen verstärkt auf. Wenn ich mich bewege, umher gehe oder sogar bügele sind die Schmerzen weg. Seit 1 1/2 Wochen bin ich nun in Behandlung bei einem Orthopäden. Er hat mich bisher mit 3 Spritzen und einem Schmerzmittel Ibuphlam behandelt. Wenn ich die Tabletten einnehme bin ich schmerzfrei. Wenn die Wirksamkeit der Tabletten nachlässt habe ich wieder starke Schmerzen im linken Bein. Röntgenbild und CT ergaben einen Verschleiß der unteren Lendenwirbel. Ein Bandscheibenvorfal wurde ausgeschlossen. Es wurde eine Wölbung in dem Lendenwirbel festgestellt. Als weitere Maßnahme wurde Krankengymnastik verordnet. Der KG hat heute bei mir diagnostiziert, dass ich IGS habe und macht mit mir nun entsprechende KG. Meine Frage: Was ist IGS und wie kann die Krankheit medizinisch/orthopädisch behandelt werden? Kann man gezielt Medikamente einsetzen oder therapiert werden? Ich arbeite im Sozialamt täglich 8 – 10 Stunden, der Beruf ist sehr stressig. Kann mir, wenn ich wieder arbeiten gehen kann, ein Keilkissen Entlastung und Hilfe bringen?

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte Frau P.,

die von Ihnen geschilderten Beschwerden im Zusammenhang mit dem CT-Befund sprechen für eine Nervenwurzelreizung im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Wir empfehlen in diesen Fällen die Durchführung einer physikalischen Therapie in Verbindung mit Krankengymnastik sowie die vorübergehende Einnahme von Schmerz- bzw. entzündungshemmenden Medikamenten. Eventuell kann auch eine gezielte Spritze an die Nervenwurzel zur lokalen Abschwellung sinnvoll sein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. S. Böll

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