• Eschenstraße 2 / D–82024 Taufkirchen
  • Amiraplatz 3 / D-80333 München

Antworten auf Ihre Fragen zu Medizin und Gesundheit

Bandscheibenvorfall L5/S1 und -prolaps L4/5

So wichtig ist die Zweitmeinung

In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger. Unser interdisziplinäres Fachärzteteam arbeitet fachübergreifend zusammen, um für Sie die bestmögliche Behandlung zu finden.

Sie haben Fragen?

Am besten ist es, Sie stellen sich persönlich in unserem Zentrum vor. Vereinbaren Sie dazu bitte telefonisch einen Termin über unsere Zentrale unter 089 / 6145100.

Frage

Der Befund (MRT) 7.September 2004: In L4/5 kräftiger, dorso-links-lateraler, zungenförmiger Bandscheibenprolaps, maximal 1×0,8 cm querdurchmessend mit deutlicher Pelottierung des Duralsackes und linksseitiger intraspinaler Wurzelkompression L5. Ventral betonte Schmorl´schen Knorpelknötchen in den opponierenden Grund- und Deckplatten. Relative Spinalkanalstenose. In L5/S1 kräftiger, dorso-links-lateraler, transligamentär partiell sequestrischer Bandscheibenvorfall mit linksseitiger, intraspinaler Wurzelkompression S1. Ausreichende Weite der Neuroforamina und des Spinalkanals. — Vom Arzt verordnet 18mal Krankengymnastik. 2 Sprizten gegen Schmerzen und 1 Spritze Chortosion, Tabletten (Diclufenac). — Das brachte mit der Zeit, 3 Monate eine zunehmende Linderung der Schmerzen im linken Bein und das dauerhafte Taubheitsgefühl im Fuß lies nach. Aber eine ausreichende Besserung kam nicht zu stande. Stehen und gehen länger als 10 Minuten war nicht möglich ohne das der Schmerz in der Wade unerträglich wurde. Untersuchungen durch einen Neurologen gaben zu mindest keinen Nervenschaden an. Der Orthopäde hat mir aber nach den 3 Monaten zu einer Op geraten, die ich nicht machen lies. Daraufhin bin ich zum nächsten Orthopäden, der wollte mich auf die „Streckbank“ legen, dies habe ich auch nicht gemacht. Bin dann zu einer Chiropraktikerin gegangen, die sanfte Chiropraktik anwendet. Diese hat eine umfassende Diagnose erstellt: -Beckenbandverkürzung: li iliolumbal,sacrotuberal, thoracolumbal re iliolumbal, sacrotuberal -Blockaden des oberen und unteren ISG´s beidseitig -Blockaden: L1 / 2 / 3 Th 9 / 10 / 11 / 12 -Einschränkung der Anteflexion / Retroflexion / Lateralflexion -Einschränkung der Rotation -Spasmus psoas und iliacus / quatratus lumbrorum -Verkürzung der Mm Rectus femoris, tensor fascia latae und adductor longus et brevis. Nach kurzer chiropraktischer Behandlung stellte sich dann schnell eine Besserung der Lage ein. Stehen und gehen war endlich mal für eine Woche kein größeres Problem. Kurzzeitige Taubheitsgefühle verschwanden auch gleich wieder im stehen. Dann kam der Rückfall, ein neuer Hexenschuß, der Muskeln am Beckenkam. Nach einer Sitzung war dieses recht gut behoben und war nach 7 Tagen eigentlich weg. Aber danach kam anscheinend der Bandscheibenvorfall wieder hervor. Seit 3 Wochen eigentlich keine Besserung. Sehr stark ausstrahlender Schmerz in dem linken Bereich der Wade beim Stehen und gehen, wie Monate zu vor. Mache täglich meine Krankengymnastik, nehme heiße Bäder und entlaste den Rücken durch Stufenlagerung. Außerdem habe ich in der Zeit das David-Wirbelsäulentraining aufgenommen. Nach dem Training habe ich abends und am nächsten Tag dann starke Schmerzen in der Wade, die durch Stufenlagerung nur gelindert werden und nicht ganz nachlassen beim Liegen. Nun bin ich mit meinem Latain am Ende, ich weiß nicht, was ich noch unternehmen kann, um diesen Schmerz los zu werden. Sollte ich weitere Wochen den Rücken schonen und die Bandscheibe läßt nach? Ich bin sehr verunsichert, irgendwann wollte ich eigentlich mal wieder arbeiten und am leben teilnehmen. Die Bandscheiben L4/5 und L5/S1 sind, bzw. waren sehr weit heraus, haben den Nerv nicht nur eingedrückt sondern auch um einiges verschoben. Die L4/5 scheint aber zurück gegangen zu sein, da diese den Schmerz in der híntern Wade verursacht hatte, so scheint es. Da sind auch keine Probleme mehr vorhanden. Aber bei dem Vorfall an L5/S1 scheinen die Probleme nun stärker zu sein. Was sollte ich nun unternehmen, um eine Linderung zu erreichen? MfG Thorsten

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrter Herr L.,

sowie bei Ihnen geschehen, ist bei einem Bandscheibenvorfall eine konservative Therapie möglich und vorzuziehen, so lange keine wesentlichen neurologischen Defizite vorhanden sind. Kommt es allerdings trotz konservativer Therapie (medikamentöse Therapie, physikalische Therapie wie Krankengymnastik, Fango und Elektrotherapie) im Verlauf von einigen Monaten zu keiner wesentlichen Besserung der Schmerzsymptomatik, ist über weitergehende Maßnahmen nachzudenken, wie z.B. die Wirbelsäulenkatheterbehandlung nach Prof. Racz oder eine möglichst gering traumatisierende Bandscheibenoperation. Die Entscheidung, welche Therapie für Sie die geeigneste wäre, kann nur nach einer klinischen Untersuchung unter Einsicht der MRT-Bilder erfolgen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. med. R. Schneiderhan

MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen

Rufen Sie uns an: 089/ 614510-0
E-Mail: info@orthopaede.com

MVZ Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen

Rufen Sie uns an: 089/ 614510-86
E-Mail: info@wirbelsaeulenzentrum-muenchen.com

MVZ Radiologie und Diagnosticum

Rufen Sie uns an: 089/ 614510-54
E-Mail: info@radiologie-diagnosticum.com