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Antworten auf Ihre Fragen zu Medizin und Gesundheit

Instabile Spondylodese

So wichtig ist die Zweitmeinung

In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger. Unser interdisziplinäres Fachärzteteam arbeitet fachübergreifend zusammen, um für Sie die bestmögliche Behandlung zu finden.

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Frage

Hallo, vor 3 Jahren wurde bei mir eine Nucleotomie vorgenommen (L5/S1), ein halbes Jahr später wurde eine dorso ventrale Spondylodese an diesem Segment gemacht, da neben einem Postnukleotomiesyndrom noch eine Spondylolisthesis vorlag. Zunächst ging es mir deutlich besser, aber ca. nach 6 Monaten traten wieder die gleichen unerträglichen Schmerzen im Rücken + re. Bein auf (Außenseite bis in die Zehen). Ein Jahr nach der Versteifung stellte man eine Pseudarthrose fest und bolzte erneut ein größeres Stück vom Beckenkamm zwischen die Wirbel. Auch danach stellte sich der Erfolg nicht auf Dauer ein. Heute halte ich die Schmerzen kaum aus, obwohl ich sowohl retardierte wie auch schnell wirkende Morphine erhalte. Ich mache jeden Tag meine Physiotherapie und ging zum Gerätetraining, allerdings musste das auf Grund der Schmerzen eingestellt werden. Ich war jetzt erneut beim Wirbelsäulenchirurgen, der eine Verlängerung der Fusionsstrecke vorschlägt, außerdem will er meine alten Schrauben (ich habe noch eine Stahllegierung und kein Titan im Rücken), er meint dass, das nötig sei, weil meine Mutter hochgradige Nickelallergikerin ist, ich die Disposition geerbt haben könnte und das die Schrauben in meinem Fall auch Schmerzen verursachen würden. Man könne das Metall nicht entfernen, da der Beckenknochen zwar an Ort und Stelle sei, aber nur an den Seiten eine zarte Verknöcherung erkennen lasse. Die Schrauben sitzen aber fest, weisen keinen Lysesaum im Röntgen auf, Sorgen macht ihm eine Sklerose der Anschlußsegmente. Aber davon hat der Radiologe in seinem Bericht nichts erwähnt, er hat nur die Stabilität des bisher schon versteiften Segments angezweifelt. Ich habe Angst vor einer erneuten Versteifung, ist so eine große OP denn überhaupt sinnvoll? Andereseits kann ich die Schmerzen nicht mehr aushalten, bin mit 3o Jahren zur Rentnerin geworden, ich kann den Tag eigentlich nur zugedröhnt mit Analgetika und im Liegen verbringen. Würden Sie, wenn mir anhand der vorliegenden Fakten auch zur Anschlußspondylodese raten? Dass das keine verbindliche Diagnose sein kann, ist mir klar. Vielen Dank, dass Sie sich von diesem Roman nicht abschrecken ließen.

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte Frau S.,

eine genaue Beurteilung über sinnvolle operative Maßnahmen kann ohne körperliche Untersuchung und ohne die Auswertung von aktuellen Computertomographien und Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule sicherlich nicht erfolgen. Bei dieser Untersuchung muss geklärt werden, ob Ihre Beschwerden wirklich von einer sogenannten Anschlussinstabilität herrühren. Dann ist ggf. eine Verlängerung der Fusionsstrecke sinnvoll. Bezüglich Ihrer Stahlschrauben wird im allgemeinen die Entfernung des Metalls nach knöcherner Durchbauuung der Fusionsstrecke empfohlen. Titanschrauben können ggf. lebenslang implantiert bleiben.
Wenn die Schrauben 1 ½ Jahre nach der Operation fest sitzen und nicht gebrochen sind, ist eher von einer knöchernen Durchbauung der Fusionsstrecke auszugehen.
Wenn wirklich eine Anschlussinstabilität im Segment L4/L5 vorliegt, wäre in Ihrem Alter auch zu überprüfen, ob nicht die Implantation einer Bandscheibenprothese die geeignete Therapieform ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. R.-O. Oeljeschläger
Facharzt für Neurochirurgie

Frage

Beim Stehen, Einkaufen (Alltagsarbeiten) bekomme ich starke Schmerzen im Bereich Kreuz-Darmbein-Gelenk die jetzt aber auch in den rechten Pobacken (ich meine dort eine Verhärtung von ca. 5cm zu ertasten) und Aussenseite Oberschenkel ausstrahlen. Beim Sitzen oder beim schnellen, zügigen Gehen habe ich keine Probleme. Vor kurzem wurde ich von einem Chiropraktiker eingerenkt aber ohne Erfolg. Z.Zt. bekomme ich Akkupunktur. Ich bin weibl. 50Jahre alt. Vor ca. 2 Jahre bekam ich die Gebärmutter der linke Eierstock und Blinddarm entfernt. Hat das evtl. Auswirkungen. Für eine Antwort vielen Dank im voraus.

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte Frau St.,

eine Durchführung einer Physiotherapie mit Krankengymnastik wäre ggf. sinnvoll.

Mit freundlichen Grüssen

Dr. med. S. Böll

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