Rückenschmerzen unterer Rücken links oder rechts – was tun?
Was bedeuten die Symptome? Was kann ich gegen Schmerzen im Lendenwirbelbereich tun? Was hilft bei Ausstrahlung in Po und Hüfte?
Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden in Deutschland. Besonders oft sind Rückenschmerzen im unteren Rücken rund um die Lendenwirbelsäule (LWS). Die Ursachen reichen von harmlosen Muskelverspannungen bis hin zu strukturellen Veränderungen wie Bandscheibenvorfällen oder Arthrose.
Der untere Wirbelsäulenabschnitt besteht in der Regel aus fünf Lendenwirbeln und dazwischenliegenden Bandscheiben als „Puffer“ und Bewegungssegmente. Aufgrund des aufrechten Gangs trägt die Lendenwirbelsäule einen Großteil des Körpergewichts und leitet die Last über das Kreuzbein und die beiden Iliosakralgelenke (ISG) ins Becken weiter. Deshalb ist dieser Bereich besonders anfällig für Rückenschmerzen im unteren Rücken.
Überblick über den Inhalt:
- Ursachen
- Risikofaktoren
- Schmerzen im unteren Rücken seitlich rechts und links
- Schmerzen mit Ausstrahlung in Hüfte, Po oder Beine
- 6 einfache Rückenübungen fürs Büro
Häufige Ursachen für Rückenschmerzen im unteren Rücken
- Muskelverspannungen: Die Muskulatur der Lendenwirbelsäule stabilisiert die Wirbelsäule. Fehlhaltungen, langes Sitzen, ungewohnte Belastung oder Stress können dazu führen, dass sich die Muskeln im unteren Rücken verhärten und schmerzhaft verspannen.
- Bandscheibenvorfall: Die Bandscheiben wirken wie gepolsterte „Stoßdämpfer“ zwischen den Wirbeln. Reißt der Faserring, kann der gallertartige Kern austreten und Nerven im Wirbelkanal reizen. Das führt zu Rückenschmerzen im unteren Rücken, oft mit Ausstrahlung, Taubheitsgefühlen oder Lähmungserscheinungen.
- Arthrose (Facettengelenksarthrose): Bei Verschleiß der kleinen Wirbelgelenke wird der Knorpel dünner. Das kann zu Schmerzen, Steifheit und eingeschränkter Beweglichkeit im unteren Rücken führen, vor allem bei Belastung oder längerem Stehen.
- Iliosakralgelenkssyndrom (ISG-Syndrom): Das ISG verbindet Kreuzbein und Darmbein. Ist dieses Gelenk blockiert oder gereizt, verursacht es Schmerzen im unteren Rücken, häufig einseitig, oft mit Ausstrahlung ins Gesäß oder in die Leiste.
Im Laufe des Lebens ist die Lendenwirbelsäule einer starken Dauerbelastung ausgesetzt. Durch Abnutzung und Fehlbelastungen können Verschleiß, Fehlstellungen oder Verengungen des Wirbelkanals entstehen, die den unteren Rücken dauerhaft reizen.
Risikofaktoren für Rückenschmerzen im unteren Rücken
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, dass Rückenschmerzen unterer Rücken immer wieder auftreten:
- Langes Sitzen: Sitzende Tätigkeiten (z. B. Büroarbeit) belasten die Lendenwirbelsäule dauerhaft, besonders ohne Ausgleichsbewegung.
- Übergewicht: Jedes Kilo mehr erhöht die Last, die über den unteren Rücken getragen werden muss.
- Fehlhaltung: Rundrücken, Hohlkreuz oder schiefes Sitzen führen zu einseitigen Muskelanspannungen und Überlastung der LWS.
- Bewegungsmangel: Eine schwache Rumpfmuskulatur kann die Wirbelsäule schlechter stabilisieren. Kleinere Belastungen reichen dann aus, um Rückenschmerzen im unteren Rücken auszulösen.
- Rauchen: Nikotin verschlechtert die Durchblutung der Bandscheiben und kann den Verschleiß beschleunigen. Das Risiko für Bandscheibenprobleme steigt.
Natürlich ersetzt diese Übersicht kein persönliches Arzt-Gespräch und keine körperliche Untersuchung. Unser Rückenschmerz-Navigator gibt Ihnen jedoch erste Hinweise, woher Ihre Beschwerden kommen könnten.
Unsere Wirbelsäulen-Experten im MVZ Dr. Schneiderhan, Ihrem Orthopäde München, sind gerne für Sie da, um Ihre Rückenschmerzen im unteren Rücken gezielt abzuklären und zu behandeln.
Rückenschmerz-Navigator: Wo genau tut es weh?
Wo haben Sie Rückenschmerzen?
- Im unteren Rücken seitlich links und rechts: Häufig Hinweis auf muskuläre Verspannungen oder Überlastung der LWS.
- Im unteren Rücken nur links: Mögliche Ursache: einseitige Muskelverspannungen, Bandscheibenprobleme oder Nieren- / Organbeschwerden.
- Im unteren Rücken nur rechts: Ähnlich wie links – zusätzlich kommen Gallenblasen- oder Lebererkrankungen in Betracht.
- Im unteren Rücken mit Ausstrahlung in Hüfte, Po oder Beine: Hinweis auf Nervenreizung, z. B. durch Bandscheibenvorfall, ISG-Syndrom, Arthrose oder Ischias.
Wann treten die Rückenschmerzen im unteren Rücken auf?
- Bei Bewegung oder beim Bücken: Typisch für Hexenschuss, Muskelverspannungen, ISG-Syndrom oder Bandscheibenprobleme.
- Im Liegen oder nach dem Schlafen: Kann auf ungeeignete Matratze, Wirbelgelenkarthrose oder – selten – ernstere Erkrankungen hinweisen.
- Beim Sitzen: Häufig bei Bandscheibenproblemen, Muskelverspannungen oder ISG-Syndrom.
- Beim Einatmen: Mögliche Ursachen: Rippenblockade, Reizung von Muskulatur oder Zwerchfell.
Plötzlich: Spricht oft für Hexenschuss, akute Blockade oder Bandscheibenvorfall.
Rückenschmerzen unterer Rücken: Das Wichtigste in Kürze
- Ursache: In den meisten Fällen gibt es keine medizinische Ursache
für die Rückenschmerzen. Schmerzen an der Lendenwirbelsäule
sind also meistens unspezifisch, d.h. es lässt sich keine eindeutige
Ursache finden. Schmerzen im unteren Rücken entstehen häufig
aufgrund von Bewegungsmangel. In manchen Fällen liegt aber
auch ein Bandscheibenvorfall, Arthrose oder eine andere
krankhafte Veränderung der LWS vor. - Selbsthilfe: Schonen Sie sich nicht, sondern achten Sie auf regelmäßige Bewegung – wenn nötig mit Hilfe von Schmerzmitteln.
- Arzt: Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden des unteren Rückens oder Begleitsymptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Unsere Wirbelsäulen-Experten sind gerne für Sie da!
Schmerzen im unteren Bereich seitlich rechts und links: Mögliche Ursachen
Beidseitige Rückenschmerzen im unteren Rücken entstehen oft durch muskuläre Verspannungen. Typische Auslöser:
- langes Sitzen bei Büroarbeit
- Bewegungsmangel
- einseitige Belastungen oder schweres Heben
- ungewohnt intensives Training (z. B. Klimmzüge, Rudern)
- psychischer Stress, der sich in der Rückenmuskulatur „festsetzt“
Ist die Muskulatur im Bereich der Lendenwirbelsäule geschwächt, kann sie das Gewicht des Oberkörpers nicht ausreichend tragen – Rückenschmerzen im unteren Rücken sind die Folge.
Bei etwa maximal 15 % der Betroffenen steckt eine dauerhafte strukturelle Veränderung dahinter, zum Beispiel:
- Bandscheibenvorfälle
Austretendes Bandscheibenmaterial drückt auf Nerven und verursacht Schmerzen, oft auch in Po oder Bein. - Wirbelgleiten (Spondylolisthesis)
Wirbelkörper verschieben sich gegeneinander, was zu Instabilität und Schmerzen führen kann. - Spinalkanalstenosen (Wirbelkanalverengung)
Der Wirbelkanal ist verengt, Nerven werden eingeengt. Typisch sind belastungsabhängige Beschwerden in Rücken und Beinen. - Instabilitäten der Wirbelsäule
Lockerungen in den Bewegungssegmenten führen zu „Mikrobewegungen“, die Schmerzen auslösen können. - Entzündungen
Entzündliche Erkrankungen (z. B. Spondylarthritis) können Schmerzen und Steifigkeit im unteren Rücken verursachen. - Eingeklemmte Nerven
Reizungen oder Einengungen von Nervenwurzeln führen zu ausstrahlenden Schmerzen, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln. - Frakturen
Besonders bei Osteoporose können Wirbelbrüche zu akuten, oft gürtelförmig ausstrahlenden Schmerzen führen.
Warnsignale – wann Rückenschmerzen ernst genommen werden müssen
Nur selten haben Rückenschmerzen im unteren Rücken eine bedrohliche Ursache. Folgende Symptome sind jedoch Warnzeichen und sollten ärztlich abgeklärt werden:
- Schmerzen, die vom unteren Rücken ins Bein ausstrahlen und mit Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Lähmungen verbunden sind
- Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang
- neu aufgetretene Gefühlsstörungen im Gesäßbereich
- Fieber, Schüttelfrost oder ausgeprägtes Krankheitsgefühl
- ungewollter Gewichtsverlust oder allgemeine Schwäche
Nierenbeckenentzündungen lösen eher einseitige Rückenschmerzen aus, da meist nur eine Niere betroffen ist. In seltenen Fällen kann auch bei beidseitigen Schmerzen im unteren Rücken ein Harnstau vorliegen – vor allem bei kolikartigen, wellenförmig auftretenden Schmerzen.
Beidseitige Schmerzen am unteren Rücken und am Bauch (bei Frauen)
Bei Frauen, die beidseitige, eher mittig lokalisierte Rückenschmerzen im unteren Rücken angeben, können auch gynäkologische Ursachen eine Rolle spielen. Schmerzen können von Gebärmutter oder Eierstöcken ausgehen und:
- über dem Kreuzbein
- in der Leistengegend
- oder in Kombination mit Unterbauchbeschwerden
auftreten. Häufig bestehen zusätzlich Beschwerden wie Bauchschmerzen, Zwischenblutungen oder Probleme beim Wasserlassen. Typisch: Die Schmerzen ändern sich oft nicht wesentlich durch körperliche Belastung und bessern sich eher im Liegen.
Patienten-Feedback: „Endlich keine Rückenschmerzen mehr!“
„Ich war im letzten Jahr bei Dr. Schneiderhan und bin sehr froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich kam aus Lübeck angereist und blieb 3 Tage in der Klinik. Es geht meinem Rücken fast sehr gut. Danke!“
Quelle: jameda
Terminvereinbarung
Am besten ist es, Sie stellen sich persönlich in unserem Zentrum vor. Vereinbaren Sie dazu bitte telefonisch einen Termin über unsere Zentrale.
Woher kommen Schmerzen, die nur links auftreten?
Einseitige Rückenschmerzen im unteren Rücken links hängen häufig mit der Lendenwirbelsäule zusammen. Mögliche Ursachen:
- Muskuläre Verspannungen links: Verkrampfen sich die Muskeln auf der linken Seite der LWS, können die Schmerzen seitlich in den unteren Rücken, ins Gesäß oder in die Flanke ausstrahlen.
- Bandscheibenvorfall mit Schwerpunkt links: Tritt Bandscheibenmaterial nach links aus, werden dort verlaufende Nervenwurzeln gereizt. Das kann zu einseitigen Rückenschmerzen im unteren Rücken, Ausstrahlung ins Bein, Taubheitsgefühlen oder Kribbeln führen.
- Ischias-Syndrom (Ischialgie): Der Ischiasnerv entspringt an der Lendenwirbelsäule und zieht über das Gesäß ins Bein. Wird er links gereizt oder eingeklemmt, treten die Schmerzen häufig einseitig auf: vom unteren Rücken über das Gesäß bis ins Bein.
- Gelenkverschleiß / Facettengelenksarthrose links: Arthrotische Veränderungen auf einer Seite können zu betonten Schmerzen in diesem Bereich führen, insbesondere bei Belastung.
- Sturz oder Prellung auf die linke Seite: Nach einem Unfall können Prellungen, Zerrungen oder Wirbelkörperverletzungen zu einseitigen Schmerzen führen.
- Gürtelrose (Herpes zoster): Brennende, stechende Schmerzen im Flankenbereich mit gürtelförmigem Ausschlag sprechen eher für eine Gürtelrose.
- Erkrankungen der linken Niere: Nierenbeckenentzündung oder Nierensteine können Schmerzen im linken Flanken- und unteren Rückenbereich verursachen. Häufig bestehen zusätzlich Fieber, Übelkeit oder Brennen beim Wasserlassen.
Was liegt unten links im Rücken?
Im linken unteren Rückenbereich liegen:
- Anteile von Dünn- und Dickdarm
- Strukturen des Harnsystems (linke Niere, Harnleiter, Harnblase)
- bindegewebige Strukturen, Muskeln und Nerven
Erkrankungen dieser Organe können in den unteren Rücken ausstrahlen. Auch die Milz (links im Oberbauch) oder die Leber (rechts, mit möglichen Ausstrahlungen) können bei bestimmten Erkrankungen Rückenschmerzen verursachen.
Wie unterscheidet man Nierenschmerzen von Rückenschmerzen (links)?
- Schmerzen direkt an der Wirbelsäule oder wenige Zentimeter daneben sprechen eher für Probleme von Muskeln, Gelenken oder Bandscheiben.
- Schmerzen seitlich in der Flanke (zwischen vorderer und hinterer Körperseite) deuten eher auf Nierenbeschwerden hin.
- Nierenschmerzen sind oft stechend, krampfartig und können in Wellen auftreten, teilweise mit Ausstrahlung in Unterbauch oder Leiste.
- Rückenschmerzen im unteren Rücken sind häufig dumpfer, eher bewegungsabhängig und nehmen bei bestimmten Haltungen zu.
- Begleitsymptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder Brennen beim Wasserlassen sprechen eher für eine Nierenerkrankung.
Woher kommen Schmerzen, die nur rechts auftreten?
Einseitige Rückenschmerzen im unteren Rücken rechts haben ähnliche Ursachen wie links:
- Verspannungen der rechten Rückenmuskulatur: Einseitige Belastung, z. B. Tragen auf einer Seite oder schiefes Sitzen, kann zu schmerzhaften Verhärtungen führen.
- Bandscheibenvorfall mit Schwerpunkt rechts: Bandscheibenmaterial drückt auf Nerven auf der rechten Seite: Schmerzen im unteren Rücken, Ausstrahlung ins rechte Bein, Taubheit oder Kribbeln sind möglich.
- Gelenkverschleiß / Facettengelenksarthrose rechts: Verschleiß betroffener Wirbelgelenke kann Schmerzen auslösen, die vor allem bei Belastung zunehmen.
- Nierenbeckenentzündung der rechten Niere: Führt zu Schmerzen in der rechten Flanke oder im unteren Rücken, oft mit Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.
- Gallenblasenerkrankungen (z. B. Gallensteine): Können Schmerzen im rechten Oberbauch verursachen, die auch in den unteren Rücken ausstrahlen.
Was liegt unten rechts im Rücken?
Im rechten unteren Rückenbereich befinden sich:
- Anteile von Darm und Harnsystem
- Muskulatur, Bänder und Nervenstrukturen
- Ausstrahlungen können von Magen, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase, Lunge oder Leber kommen.
Wie unterscheidet man Nierenschmerzen von Rückenschmerzen (rechts)?
- Schmerzen nahe der Wirbelsäule sprechen eher für muskuläre oder wirbelsäulenbedingte Ursachen.
- Schmerzen seitlich in der Flanke deuten eher auf Nierenprobleme hin.
- Nierenschmerzen gehen häufig mit Fieber, Übelkeit, Erbrechen einher.
- Rückenschmerzen sind meist belastungsabhängig und verstärken sich bei bestimmten Bewegungen.
Schmerzen im linken oder rechten unteren Rücken mit Ausstrahlung in Hüfte, Po oder Beine
Wer viel sitzt, belastet nicht nur den unteren Rücken, sondern auch Muskulatur und Bänder an Hüfte, Leiste und Gesäß. Daher treten Rückenschmerzen im unteren Rücken häufig zusammen mit Beschwerden in diesen Regionen auf. Stark verspannte Muskelstränge (Triggerpunkte) können Nerven reizen, sodass Schmerzen in Hüfte, Po oder Oberschenkel ausstrahlen.
- Arthrose der Wirbelgelenke: Verschleißbedingte Veränderungen können dumpfe, tiefe Rückenschmerzen im unteren Rücken verursachen, die in Gesäß oder Oberschenkel ausstrahlen und mit Bewegungseinschränkungen einhergehen.
- ISG-Syndrom: Beim Iliosakralgelenkssyndrom strahlen die Schmerzen typischerweise vom unteren Rücken ins Gesäß, in die Leiste oder den Oberschenkel aus. Häufig treten sie einseitig auf. Typisch: Schmerzen beim Aufstehen nach Sitzen, Besserung beim Gehen, Verschlechterung bei langem Sitzen.
- Bandscheibenvorfall der LWS: Schmerzen im Bereich des ISG oder unteren Rückens können in den Oberschenkel ausstrahlen. Erreichen sie Unterschenkel oder Fuß, ist ein Bandscheibenvorfall besonders wahrscheinlich. Typisch sind zusätzlich Kribbeln, Taubheit oder Muskelschwäche im Bein.
- Wirbelkanalverengung (Spinalkanalstenose): Führt zu Missempfindungen wie Kribbeln, Kältegefühl oder Schwäche in den Beinen. Die Beschwerden treten vor allem bei Belastung auf und bessern sich, wenn man stehen bleibt oder sich nach vorne beugt.
- Ischiasnervreizung: Pochende oder brennende Rückenschmerzen, die vom unteren Rücken über das Gesäß ins Bein ziehen, sprechen für eine Reizung des Ischiasnervs. Meist ist nur eine Seite betroffen.
Wann treten die Schmerzen auf?
Schmerzen im linken oder rechten unteren Rücken bei Bewegung oder beim Bücken
- Ein Hexenschuss macht sich häufig beim Bücken oder beim Aufrichten bemerkbar: plötzlich einschießender, stechender Schmerz im unteren Rücken.
- Sportverletzungen, Zerrungen oder Bandscheibenprobleme können ebenfalls bewegungsabhängige Rückenschmerzen im unteren Rücken auslösen.
- Beim ISG-Syndrom sind Schmerzen beim Aufstehen nach längerem Sitzen typisch.
Rückenschmerzen im unteren Rücken im Liegen oder nach dem Schlafen
- Nehmen Schmerzen in Rückenlage zu und kommen unerklärlicher Gewichtsverlust und allgemeine Schwäche hinzu, muss an seltene ernste Ursachen (z. B. Tumoren) gedacht werden.
- Morgendliche Rückenschmerzen können auf eine ungeeignete Matratze oder eine belastende Schlafposition (z. B. Bauchlage) zurückzuführen sein.
- Bessern sich die Schmerzen nach dem Aufstehen und „Einlaufen“, kann eine Wirbelgelenkarthrose dahinterstecken.
- Pochende Rückenschmerzen, die nach langem Liegen am schlimmsten sind und sich durch Gehen bessern, können auf eine Ischiasnervreizung hinweisen.
Beschwerden im unteren Rücken im Sitzen
- Treten Rückenschmerzen im unteren Rücken vor allem im Sitzen auf, kann das auf ein ISG-Syndrom, Bandscheibenprobleme oder muskuläre Überlastung hindeuten.
- Bei einer Hüftgelenkarthrose oder einer Spinalkanalstenose ist Sitzen dagegen häufig eher entlastend.
Rückenschmerzen beim Einatmen rechts oder links unter den Rippen
- Beim Einatmen erhöht sich der Druck auf Brustkorb und Zwischenrippenmuskulatur.
- Blockaden der Rippen-Wirbel-Gelenke, Reizungen von Muskulatur oder Zwerchfell sowie Erkrankungen der Organe im Brustkorb können Rückenschmerzen unter den Rippen verstärken.
Plötzliche Schmerzen im unteren linken oder rechten Rücken
- Plötzlich auftretende, stechende und anhaltende Schmerzen im unteren Rücken sprechen oft für einen Hexenschuss: eine akute muskuläre Verspannung oder Blockade.
- Auch ein Bandscheibenvorfall oder Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) kann sich plötzlich bemerkbar machen. Beim Wirbelgleiten breiten sich die Schmerzen manchmal gürtelförmig bis nach vorne in den Bauch aus und nehmen bei Streckung des Rückens zu.
VIDEO: Was bei einem Hexenschuss passiert
Was im Rücken passiert, wenn der Schmerz plötzlich einschießt.
Was tun bei Schmerzen im unteren linken oder rechten Bereich?
Die Therapie richtet sich immer nach der Ursache. Bei unspezifischen Rückenschmerzen im unteren Rücken stehen jedoch fast immer Bewegung und Muskelaufbau im Vordergrund. Längere Bettruhe ist ungünstig und kann zu chronischen Beschwerden führen.
Was Sie selbst tun können:
- Sanft in Bewegung bleiben: Wählen Sie eine gelenkschonende Sportart wie Schwimmen, Radfahren oder Walking. Ziel ist, die Rumpfmuskulatur zu kräftigen und die Wirbelsäule zu entlasten.
- Schmerzmittel gezielt einsetzen: Wenn Bewegung ohne Medikamente nicht möglich ist, können Wirkstoffe wie Ibuprofen oder Diclofenac kurzfristig eingesetzt werden. Sie ermöglichen, wieder aktiv zu werden. Paracetamol hat sich bei Kreuzschmerzen als wenig wirksam erwiesen.
- Bewegungspausen im Alltag einbauen: Bei Büroarbeit gilt: mindestens alle 30-60 Minuten aufstehen, kurz gehen oder Dehnübungen machen. So beugen Sie Muskelverhärtungen im unteren Rücken vor.
- Ergonomischen Arbeitsplatz gestalten: Achten Sie auf eine aufrechte Sitzhaltung, passenden Stuhl, korrekte Bildschirmhöhe und ggf. höhenverstellbaren Schreibtisch.
- Übergewicht reduzieren: Jedes Kilo weniger entlastet die Lendenwirbelsäule und senkt die Belastung für Bandscheiben und Gelenke.
Unser Wirbelsäulenspezialist Dr. Schneiderhan erklärt in diesem Video, welche Übungen Ihrem unteren Rücken im Alltag besonders guttun:
VIDEO: 6 einfache Rückenübungen fürs Büro
Ergonomie am Arbeitsplatz – Ihr Rücken wird sich freuen
Wann einen Arzt aufsuchen bei Rückenschmerzen im unteren Rücken?
Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn die Schmerzen:
- länger als drei Tage anhalten
- sich deutlich verstärken
- mit Appetitlosigkeit, Atemproblemen, Lähmungserscheinungen, Fieber oder ungewolltem Gewichtsverlust einhergehen
Gerne sind wir in unserer Praxisklinik für Sie da.
Sie erreichen uns unter +49 89 61 45 100 oder per E-Mail an info@orthopaede.com
Warum zu Dr. Schneiderhan?
- Orthopäde in München seit 1993
- Langjährige Erfahrung in der Diagnose und Behandlung von Rückenschmerzen im unteren Rücken.
- Schwerpunkte: interventionelle Schmerztherapie & minimalinvasive Wirbelsäuleneingriffe
- Zum Beispiel Racz-Katheterverfahren bei hartnäckigen Nervenreizungen.
- Konservative Verfahren im Vordergrund
- Wo immer möglich, setzen wir zunächst auf schonende, nicht-operative Behandlungen.
- Autor und Referent
- Dr. Schneiderhan ist Autor mehrerer Patientenratgeber und Referent auf Fachkongressen – sein Wissen fließt direkt in Ihre Behandlung ein.
Wir freuen uns darauf, Sie persönlich kennenzulernen und gemeinsam einen Weg zu finden, Ihre Rückenschmerzen im unteren Rücken nachhaltig zu lindern.


