Innovativer Racz Katheter (Schmerzkatheter) gegen hartnäckige Rückenschmerzen

Sie haben chronische Schmerzen im Rücken, die trotz diverser Behandlungen nicht verschwinden? Zum Beispiel, weil sie an den Folgen eines hartnäckigen Bandscheibenvorfalls oder einer Spinalkanalstenose leiden? Dann könnte Ihnen ein erfolgreiches Verfahren aus den USA helfen, welches als die Racz Kathetertechnik bekannt ist, endlich wieder schmerzfrei zu sein.

Inhalt:

wirbelsäulen-kathetertherapie-nach-dr-schneiderhan-racz-katheter

Dr. Schneiderhan zeigt wie ein Katheter eingeführt wird.

Das Wichtigste in Kürze

Rund 140.000 Menschen lassen sich jedes Jahr an der Bandscheibe operieren. Doch viele dieser Eingriffe sind in Wirklichkeit gar nicht nötig: „Denn jetzt hat eine wissenschaftliche Langzeitstudie der Universität Kiel gezeigt, dass die minimal invasive Wirbelsäulen-Katheter-Therapie bei Bandscheibenvorfällen mit Nervenbeteiligung und chronischen Schmerzen die mit Abstand größten Erfolgsaussichten hat“, sagt der Wirbelsäulenspezialist, Orthopäde und Schmerztherapeut, Dr. Reinhard Schneiderhan aus München.

Ein innovativer Schmerzkatheter ist eine Routine-Behandlung gegen starke Schmerzen. Eine relativ neue Schmerzkatheter-Art ist der Racz Katheter, der therapieresistente Rückenschmerzen lindert.

Über den Racz Katheter werden Medikamente injiziert, die Gewebe schrumpfen lassen, das gereizte Nerven bedrängt. So kommt es bereits am nächsten Tag des Eingriffes zu einer deutlichen Schmerzlinderung.

Ohne offene Operation kann man so die häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen wirksam und dauerhaft bekämpfen.

Der minimalinvasive Eingriff ist risikoarm. Dr. Schneiderhan hat die Kathetertechnik des Racz Katheter weiterentwickelt und sie so noch schonender gemacht.

Der Vorteil gegenüber einer implantierten Schmerzpumpe: Es ist nur ein einmaliger Eingriff notwendig und Sie tragen fortan kein Implantat im Körper.

Schmerzkatheter und Schmerzpumpe – was ist das?

Ein Schmerzkatheter ist ein dünner Schlauch, über den Patienten nach einer Operation oder bei chronischen Schmerzen Medikamente erhalten. Die Behandlung kann selbst hartnäckige Beschwerden lindern. Es gibt mehrere Arten von Schmerzkathetern, die sich anhand ihrer Platzierung im Körper unterscheiden.

Welche Schmerzkatheter gibt es?

  • Rückenmarksnahe Racz Katheter: Hier wird der Schmerzkatheter im Rückenmark angebracht. Entweder die Medikamente werden in die Rückenmarkshäute (Periduralkatheter) injiziert oder direkt in die Rückenmarksflüssigkeit (spinaler Katheter). Rückenmarksnahe Schmerzkatheter können zum Beispiel am Hals, an der Brustwirbelsäule oder an der Leiste platziert werden.
  • Rückenmarksferne Katheter: Diese Art von Schmerzkathetern wird häufig nach Unfällen gesetzt, zum Beispiel am Knie, an den Armen oder den Schultern (ISK-Schmerzkatheter). So sollen sehr starke Schmerzen regional eingedämmt werden. Schmerzkatheter können nach einer Operation mehrere Tage an Ort und Stelle bleiben. Eine kleine tragbare Schmerzpumpe sorgt dafür, dass Patienten auf sie abgestimmte Medikamente in genau der richtigen Dosis erhalten. Per Knopfdruck kann der Patient die Schmerzmittelgabe steuern.

Wann bekommt man eine Schmerzpumpe?

Wenn die Schmerzen durch eine Operation nicht behoben werden können, kommt eine Schmerzpumpe infrage. Typische Indikationen sind Schmerzen nach einer Rücken-OP, Tumorschmerzen, Spastiken und Polyneuropathie. Schmerzpumpen gibt es mit und ohne Schmerzkatheter. So kann die Schmerzpumpe an die Infusionspumpe angeschlossen sein, die ein Patient nach der OP erhält. Bei chronischen Schmerzen, etwa an der Wirbelsäule, kann auch eine dauerhafte Gabe von Schmerzmitteln erforderlich sein. Die Schmerzpumpe kann bei Bedarf unter der Haut eingepflanzt werden. Durch den sogenannten Port hat die Schmerzpumpe für zu Hause einen dauerhaften Zugang zum Gefäßsystem.

Racz Katheter: Schmerzkatheter als Alternative zur Schmerzpumpe

Die Wirbelsäulenkatheter-Technik nach Prof. Racz ist eine minimal invasive Behandlungsmöglichkeit für Patienten mit chronischem Rückenschmerz.

Die Wirksamkeit dieser Behandlungsmethode ist schon seit über 40 Jahren, seit Entwicklung dieses Verfahrens durch Prof. Gabor Racz, in den USA bekannt und wurde durch zahlreiche internationale Studien bestätigt.

Dabei handelt es sich um einen rückenmarksnahen Katheter, der an der Wirbelsäule meist im Lendenwirbelbereich zum Einsatz kommt (LWS-Schmerzkatheter).

Statt dauerhaft eine Schmerzpumpe tragen zu müssen, erhalten die Patienten kurzfristig Medikamente über den Schmerzkatheter. Sie sorgen dafür, dass sich das Gewebe auflösen kann, das auf die Nerven drückt und Schmerzen auslöst.

Dr. Schneiderhan war mit der erste, der diese innovative und minimal-invasive Behandlungsmethode mit dem Racz-Katheter in Deutschland eingeführt hat. Unsere interdisziplinäre Praxisgemeinschaft gehörte bereits 1997 zu den ersten europäischen Zentren, die nach der Racz Wirbelsäulenkathetertechnik operierte. Dr. Schneiderhan hat diese von Prof. Racz in den USA etablierte und anerkannte Behandlungsmethode weiterentwickelt. Mittlerweile haben Dr. Schneiderhan und sein Team mit über 20.000 durchgeführten Wirbelsäulenkatheter-Behandlungen europaweit am meisten dieser Eingriffe durchgeführt und somit die größte Erfahrung.

Dank des elastischen Racz-Katheters lässt sich eine betroffene Nervenwurzel, etwa durch eine Bandscheibenvorwölbung oder einen Vorfall der Bandscheiben, zielgenau erreichen und die Medikamentenkombination exakt an der betroffenen Stelle platzieren.

Aktuell:Jetzt hat eine nationale Langzeitstudie, die im Pain Physician Journal veröffentlicht wurde (Gerdesmeyer et al. 2021), gezeigt, dass dieser spezielle minimal-invasive Eingriff bei chronischen Schmerzen mit Nervenwurzelbeteiligung (z. B. Ischias-Schmerzen) die mit Abstand größten Erfolgsaussichten vor allen anderen Behandlungsmethoden hat.

Die minimal-invasive Wirbelsäulentherapie

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Indikationen der Wirbelsäulen Kathetertherapie nach Racz

Bei einem Großteil der Patienten mit Bandscheibenprolaps und -vorwölbung können wir durch diese spezielle Racz Katheter Technik für Schmerzkatheter eine offene Operation vermeiden. Patienten mit chronischen Rückenproblemen und postoperativen Vernarbungen nach einer Bandscheiben- oder Versteifungsoperation der Lendenwirbelsäule dürfen auf spürbare Linderung der Beschwerden bis hin zur völligen Schmerzfreiheit hoffen. In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 Prozent angegeben.

Patienten mit chronischen Rückenproblemen und postoperativen Vernarbungen nach einer Bandscheiben- oder Versteifungsoperation der Lendenwirbelsäule dürfen auf spürbare Linderung der Beschwerden bis hin zur völligen Schmerzfreiheit hoffen. In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 Prozent angegeben.

40 Prozent unserer Patienten, die wir mit dem Wirbelsäulen-Katheter behandelt haben, hatten einen klassischen Bandscheibenvorfall (Prolaps). Aber die Mehrzahl von 60 Prozent leidet unter einer kombinierten Spinalkanal-Stenose (SKS) oder einem Postdiskektomie-Syndrom. Eine kombinierte SKS ist z. B. ein Wirbelgleiten, bei dem der obere Wirbelkörper zum benachbarten unteren Wirbelkörper nach vorne verschoben ist. In der Konsequenz kommt es auch hier zu einem relativen Bandscheibenvorfall, weil durch die Verschiebung des verbleibenden Bandscheibengewebes der Durchtrittskanal verengt und der Nerv eingeklemmt wird. Da bei den meisten Patienten mit einem Wirbelgleiten die Verschiebung fixiert ist, kann man die gefürchtete Versteifungsoperation vermeiden. Ähnlich ist es bei der Wirbelkanalverengung, die durch Verschleiß entsteht. Hier liegen eine Bandscheibenvorwölbung oder ein -Vorfall vor, und es kommt dadurch zu einer Bedrängung des Nervs (z.B. Ischias) von vorne. Gleichzeitig bedrängt eine knöcherne Einengung den Nerv von hinten. Die Patienten profitieren auch hier von der Wirbelsäulen – Katheter-Therapie, weil das störende Bandscheibengewebes dauerhaft schrumpft. Eine Versteifungsoperation ist dann meist nicht mehr erforderlich.

Aktuell: Jetzt bestätigt Uni-Klinik durch nationale Langzeitstudie (Gerdesmeyer et al. 2021), dass der Wirbelsäulen-Katheter nach dem Racz Katheter die beste Therapie-Option bei Bandscheiben-Vorfall oder chronischen Schmerzen mit Nervenbeteiligung ist.

Indikationen der Epiduralen Kathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

  • Bandscheibenvorfall und Bandscheibenvorwölbung
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom) oder nach Versteifungsoperation
  • Chronische Rückenschmerzen und Schmerzen durch Nervenwurzelreizung
  • Narbenbeschwerden nach Operation (postoperative, epidurale Narbengewebe-Bildungen und Fibrosen)
  • Wurzelirritation/Wurzelreizsyndrome durch mechanische Irritationen
  • Sogenanntes „vergrößertes gelbes Band“ (hypertrophes Ligamentum flavum) oder hypertrophe Wirbelgelenke

Wie wird ein Schmerzkatheter gelegt?

schmerzkatheter-wirbelsaeule-racz-katheter-therapie

Arzt-Patienten-Gespräch über Racz Katheter

Zu Beginn führen wir eine ausführliche Diagnostik durch. Diese besteht aus einem Arzt-Patienten-Gespräch, der klinischen Untersuchung und unterstützenden bildgebenden Verfahren, wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT), die in unseren Praxisräumen noch am selben Tag durchgeführt werden. Darauf basierend erstellen wir für Sie einen individuellen Behandlungsplan und erläutern Ihnen die Behandlung Schritt für Schritt.

„Am ersten Tag des 3-tägigen stationären Aufenthaltes platziert der Arzt, bei der Wirbelsäulen-Katheter-Technik nach Racz, über eine dünne Nadel (Spezialkanüle), die im unteren Bereich der Wirbelsäule (Epiduralraum) eingeführt wird, den lenk- und steuerbaren Katheter (Racz Schmerzkatheter). Dies geschieht über eine natürliche Öffnung im Steißbeinbereich. Die speziell entwickelte Sonde wird unter Bildwandlerkontrolle und Kontrastmittelgabe im rückenmarksnahen Bereich der Wirbelsäule zielgenau an die Stelle, an der das Bandscheiben- oder Narbengewebe auf die Nervenwurzel drückt, platziert. Störendes Narben- oder Weichteilgewebe wird durch behutsames mechanisches Mobilisieren mit dem Katheter abgelöst.“ erklärt Dr. R. Schneiderhan.

Bei der Wirbelsäulen-Katheter-Technik nach Racz führen wir den Racz Schmerzkatheter über eine Spezialkanüle in den Epiduralraum der Wirbelsäule ein. Dies geschieht über eine natürliche Öffnung im Steißbeinbereich. Die speziell entwickelte Sonde wird unter Bildwandlerkontrolle und Kontrastmittelgabe zielgenau im rückenmarksnahen Bereich der Wirbelsäule platziert.

Da der Racz Schmerzkatheter nach der Platzierung liegen bleibt, erfolgt die minimal-invasive Behandlung bei uns ausschließlich unter stationären Bedingungen. Den Eingriff führen wir in schonender Dämmerschlafnarkose (Analgosedierung) und lokaler Betäubung im Bereich der Hautdurchtrittsstelle durch.

Der Racz Wirbelsäulenkatheter kann die Schmerzen beseitigen, da es zu einer Abschwellung und Entwässerung des störenden Gewebes kommt und betroffene Nervenwurzeln so entlastet werden. Die effektive Behandlung ergibt sich außerdem aus folgenden Effekten:

  1. Durch die zielgenaue Injektion verschiedener Medikamente (schmerz- und entzündungshemmende Mittel, sowie einem 10-prozentigen Kochsalz-Enzym-Gemisch) direkt an das Bandscheiben-, Weichteil- oder Narbengewebe, das auf die Nerven drückt, erreichen wir über die osmotische Wirkung eine dauerhafte Schrumpfung des Bandscheibenvorfalles oder Weichteilgewebes, das den Nerv bedrängt. Der Druck auf die Nervenwurzel und die Schmerzen verschwinden
  2. Durch das Einspritzen von entzündungshemmenden Substanzen bilden sich Entzündungen zurück.
  3. Durch das Einspritzen einer speziellen Enzymlösung werden rückenmarksnahe Vernarbungen und Verklebungen gelöst.
  4. Oft kombinieren wir den Eingriff mit dem sorgfältigen und behutsamen Ablösen epiduraler Adhäsionen (Verklebungen). Der gesamte Eingriff an der Wirbelsäule dauert 40 bis 60 Minuten.
  5. Diese Einspritzungen in den liegenden Racz Katheter werden in den nächsten 2 Tagen noch zweimal pro Tag wiederholt in einem Abstand von 8-10 Stunden.

Nach der letzten Einspritzung wird der Katheter entfernt und am Folgetag kann der Patient bereits die Klinik verlassen. Wie die Studie (Gerdesmeyer et al. 2021) eindrucksvoll bestätigt hat, stellen die Patienten den Erfolg meist direkt nach dem kleinen Eingriff fest.

Spezielle Behandlungstechnik

Falls es sich um Einengungen im Bereich der Halswirbelsäule oder Brustwirbelsäule handelt, wird die Schmerzkathetertechnik modifiziert: Der erfahrene Operateur geht mit der Einführungsnadel entweder zwischen den Dornfortsätzen der Wirbelsäule in den Epiduralraum ein oder er wählt den transforaminalen, d.h. schrägen Zugang. Für beide Varianten braucht es viel Erfahrung und Können, da unmittelbar an den Epiduralraum das Rückenmark angrenzt.

Die weiterentwickelte Racz Kathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

Die Weiterentwicklung der klassischen Racz Katheter-Behandlungsmethode durch Dr. Schneiderhan basiert im Wesentlichen auf den folgenden beiden Punkten:

  • Durch entsprechendes Verformen des lenk- und steuerbaren Katheters kann der erfahrene Operateur epidural vorliegende Adhäsionen (Verklebungen) und Narbengewebebildungen (nach Wirbelsäulenoperationen) durch geschicktes Steuern am Schmerzkatheter-System lösen.
  • Die individuell abgestimmte Medikamentenzusammensetzung ist eine zusätzliche Weiterentwicklung: Nach Platzierung des Racz Schmerzkatheters und Darstellung des Epiduralraumes mittels Röntgen-Kontrastmittel helfen die daraus gewonnenen Erkenntnisse dabei, die richtige Medikation für die Nachinfiltrationen an den weiteren Tagen zu finden. Mit anderen Worten wird die medikamentöse Zusammensetzung dem Beschwerdebild des Patienten, der Dauer der Beschwerden sowie dem intraoperativ ermittelten radiologischen Befund angepasst.

Vorteile der epiduralen Wirbelsäulentechnik nach Dr. Schneiderhan

Der speziell entwickelte Wirbelsäulenkatheter ist an seinem Ende mit einer flexiblen und weichen Edelstahlspiralfeder versehen, wodurch ein schonendes, verletzungsfreies Platzieren möglich ist. Ein Durchtrennen von Gewebestrukturen oder ein Ablösen von Gewebeanteilen mit der Blutungsmöglichkeit wird vermieden. Somit entstehen keine postoperativen Narbengewebebildungen. Durch die gezielte Einspritzung der hyperosmolaren Lösung schrumpft das störende Weichteilgewebe, die Bandscheibe bleibt jedoch in ihrer Form und Höhe sowie Elastizität unbeeinträchtigt.

Aufgrund der schonenden Vorgehensweise und dem Vermeiden von Ablösen von Gewebe mit nachfolgender Narbengewebebildung zählt dieses Verfahren mit zu den schonendsten Verfahren zur Beseitigung von weichteilbedingten Nervenwurzelreizsyndromen (Ischias, kombinierte Spinalkanalstenose). Aufgrund dieser Vorteile hat sich die Wirbelsäulenkatheter-Technik nach Racz nach ihrem großen Erfolg in den USA vor über 20 Jahren nun auch zunehmend in Europa durchgesetzt. Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Behandlungskosten, sofern eine stationäre Behandlung medizinisch angezeigt ist.

„Die oben genannte aktuelle Studie (Gerdesmeyer et al. 2021), hat nicht nur die wissenschaftliche Anerkennung dieser Behandlungsmethode eindeutig bestätigt, sondern auch gezeigt, dass die Kathetertherapie vor allen anderen Therapien, wie konservative Therapie, minimal invasive Therapie und operative Behandlung durchgeführt werden sollte, da sie über die qualifizierteste Datenlage verfügt“, betont Wirbelsäulenspezialist Dr. R. Schneiderhan.

Die Vorteile im Überblick:

  • Der Eingriff kann unter Lokalanästhesie und Dämmerschlafnarkose (Analgosedierung) durchgeführt werden. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Davon profitieren vor allem ältere Patienten und Patienten mit internistischen Begleiterkrankungen.
  • Der speziell entwickelte Katheter ist an seinem Ende mit einer Edelstahlspiralfeder versehen, wodurch ein schonendes, verletzungsfreies Platzieren möglich ist. Gegenüber einem herkömmlichen operativen Eingriff schrumpft dabei lediglich das hervorgetretene Bandscheibengewebe, die Bandscheibe selbst wird jedoch nicht verändert.
  • Es muss kein Skalpell eingesetzt werden und somit entstehen keine Blutungen, Instabilitäten oder die gefürchtete Bildung von Narbengewebe.
  • Die kurz-stationäre Behandlungsdauer beträgt nur ca. drei bis vier Tage. Leichte körperliche Belastungen wie z.B. Schreibtischarbeiten können wenige Tage nach der Entlassung aus der Klinik bereits wieder durchgeführt werden.
  • Eine abgestimmte Physiotherapie beginnt nach zwei Wochen, Sportfähigkeit besteht je nach Belastungsprofil ab drei Wochen nach der Behandlung.

Dr. med. Reinhard Schneiderhan:

Viele Leistungssportler schätzen diese Behandlungsform bei uns aufgrund der geringen Belastung und der Möglichkeit, frühzeitig mit dem Sportart-spezifischen Training wieder beginnen zu können.“

Risiken

Bei erfahrenen Chirurgen treten nur selten Komplikationen auf. Zu den möglichen Nebenwirkungen einer Schmerzkatheter-Behandlung gehören eine katheterbedingte Verletzung der Rückenmarkshaut, eine Infektion oder Gefäßschädigungen. Neurologische Komplikationen oder Allergien sind auch möglich, aber Ausnahmefälle. Schwerwiegende Probleme sind nach einer Schmerzkatheter-Behandlung generell sehr selten. Gerne klären wir Sie in unserer Praxisklinik über mögliche Nachteile eines Wirbelsäulenkatheters auf.

Nach der Behandlung

Nachbehandlung

physiotherapie-nach-schmerzkatheter-wirbelsäulen-kathetertherapie

Behandlungsbeispiel: Physiotherapie am Patienten nach Wirbelsäulen Kathetertherapie

In der Regel können Sie bereits eine Stunde nach der Wirbelsäulenkatheter-Behandlung mit dem Schmerzkatheter aufstehen und sich bewegen. Der kurz-stationäre Aufenthalt dauert normalerweise drei bis vier Tage. In dieser Zeit erhalten Sie über den Racz Schmerzkatheter weitere Injektionen mit Schmerzmitteln, konzentrierter Kochsalzlösung und Enzymen. Wir empfehlen eine zweiwöchige Schonung und Vermeidung körperlicher Aktivitäten sowie das Vermeiden von längeren Sitz- und Stehphasen. In Abhängigkeit vom Beschwerdebild sowie der pathologischen Befunde verordnen wir in manchen Fällen das Tragen eines Überbrückungs-Sets für die Zeitdauer von vier Wochen.

Eine abgestimmte Physiotherapie sollte zwei Wochen nach dem Eingriff beginnen. Hierbei wird besonders auf isometrischen Muskelaufbau sowie Haltungs- und Bewegungstraining geachtet. Danach empfehlen wir den Beginn der medizinischen Trainingstherapie an Geräten zur Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur.

Arbeitsfähigkeit nach der Racz Kathetertherapie

Leichte körperliche Arbeiten wie z.B. Bürotätigkeiten können Sie bereits nach ein bis zwei Wochen wieder aufnehmen. Körperlich anstrengende Arbeiten sind in den ersten vier Wochen nur eingeschränkt möglich und können dann langsam gesteigert werden.

Sportfähigkeit nach Schmerzkatheterbehandlung

Schwimmen und Radfahren in möglichst aufrechter Körperhaltung sind nach drei Wochen erlaubt, Joggen auf weichem Boden nach vier Wochen. Alle anderen Sportarten können je nach Belastungsintensität und Fortschritten in der Physiotherapie bzw. medizinischen Trainingstherapie an Geräten ab der fünften Woche langsam steigernd aufgenommen werden.

Erfahrungsbericht einer Rücken-Patientin: „Der Racz Schmerzkatheter war meine einzige Chance, mich je wieder normal bewegen zu können!“

Infolge eines Bandscheibenvorfalls litt Beate Koch (59) fast 20 Jahre an Rückenschmerzen. Eine weitere Operation schlossen die meisten Ärzte nach zwei gescheiterten OPs aus. „Ich konnte meinen Alltag nur noch mit starken morphinhaltigen Medikamenten bewältigen“, erzählt sie. „Irgendwann wurde die banalste Hausarbeit unmöglich. Ich konnte nur noch gebückt gehen und mein rechtes Bein nicht mehr heben.“ Die Folgen: Beate Koch musste ihre Arbeit aufgeben. Autofahren durfte sie wegen der Medikamente nicht mehr. Ihr Mann musste die Hausarbeit erledigen und ihr die Socken anziehen. „Kein Arzt traute sich mehr, mich erneut zu operieren. Das Risiko, weitere Nerven zu beschädigen, war ihnen zu groß“, so Beate Koch. Dann erfuhr sie von unserer Spezialklinik bei München. Dort ließ sie sich einen Schmerzkatheter setzen. Schon am nächsten Tag klangen die Schmerzen ab. „Ich wollte es erst nicht glauben. Aber die Schmerzen waren fast weg. Ich hatte meine alte Beweglichkeit wieder!“, freut sich Beate Koch. Heute genießt sie ihr Leben in vollen Zügen. Es ist fast wieder so wie vor dem Bandscheibenvorfall. „Wir machen wieder regelmäßige ausgiebige Wandertouren und Spaziergänge. Endlich kann ich auch wieder tanzen wie früher.“ Beate Kochs Geschichte ist in der „Frau im Trend“ erschienen. Den ganzen Bericht finden Sie hier.

Über einen weiteren Schmerzkatheter-Fall spricht Dr. Schneiderhan in seinem Erfahrungsbericht:

Wirbelsäulen Kathetertherapie nach Bandscheibenvorfall

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden


Sie interessieren sich für einen Schmerzkatheter und suchen eine gute Praxisklinik? Gerne sind wir für Sie da! Sie erreichen uns unter +49 89 61 45 100, auf Instagram oder info@orthopaede.com.

25years
Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Orthopäden
in Taufkirchen auf jameda

jameda Bewertung vom 03.12.2019

Schmerzbefreiung

"Seit 2005 wurde ich 6 mal von S1bis L3 operiert.Die Schmerzen wurden durch Vernarbungen immer schlimmer. Durch Stöbern im Internet kam ich auf Dr. Schneiderhan. Nach einem netten Telefongespräch bekam ich ein Vorstellungstermin. Hire wurde ich auf die Art der Behandlung aufgeklärt. Kurz darauf hatte ich im Isarkrankenhaus die Operation. Katheter und Nervenverödung.Es sind nun einige Wochen vergangen.Ich kann sagen von Skala 8 auf 4-5 ist ein großer Erfolg. Danke dem gesamten Kollektiv.Kann man nur empfehlen. Leider spielen die Kassen nicht mit.Wird wohl erst wenn ein Kassenvorstand mal das Problem hat."