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Dekompressionsoperation

Die Lendenwirbelsäule durch ein Implantat entlasten

Bei Spinalkanalstenose, zu Deutsch Wirbelkanalverengung, zählte die Versteifungs-OP der Wirbelsäule mit Stäben und Schrauben bislang zu den häufigsten Operationen. In vielen Fällen gibt es nun eine deutlich bessere Alternative: Das neue minimal-invasive IntraSPINE®-Verfahren stabilisiert das betroffene Wirbelsegment dynamisch, wodurch nicht nur die Belastbarkeit und Beweglichkeit erhalten bleiben – es sind auch keine anschließenden Eingriffe mehr nötig. Dr. Hadi ist einer der ersten Ärzte in Deutschland, die diesen Eingriff durchführen.

Darstellung von Schmerzen in der Lendenwirbelsäule

Schmerzen Lendenwirbelsäule

Problematisch bei einer Versteifungsoperation ist, dass die angrenzenden Wirbelsäulensegmente einer spürbaren Mehrbelastung ausgesetzt und Anschluss-Eingriffe somit nahezu vorprogrammiert sind. Darüber hinaus müssen Patienten nach der Operation meist mit deutlichen Einschränkungen der Belastbarkeit und Beweglichkeit der Wirbelsäule leben. Seit Sommer 2018 bietet unser Neurochirurg Dr. Zainalabdin Anwar Hadi als einer der ersten Ärzte in Deutschland die Implantation eines interlaminären Spreizers (IntraSPINE®) an der Lendenwirbelsäule (LWS) an:

Das Implantat

Ein Puffer aus speziell gefertigtem Silikon und Kunststoff vergrößert den Abstand zwischen dem oberen und unteren Bogen des betroffenen Wirbelsegments, wodurch die vorher gequetschte Nervenstruktur wieder ausreichend Platz bekommt. Anders als die klassische Versteifungsoperation (Spondylodese) ermöglicht das IntraSPINE®-Verfahren eine dynamische Stabilisierung, das heißt die Belastbarkeit und Beweglichkeit der Wirbelsäule bleiben erhalten.

Indikationen

Der Eingriff ist besonders für Patienten mit degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen im Bereich der LWS mit Spinalkanal- oder Foramenstenose (Verengung des Nervenaustrittslochs) geeignet, ebenso bei Bandscheiben- oder Wirbelgelenkverschleiß oder nach einer erfolglosen Bandscheibenoperation (weitere Indikationen siehe Box).

Indikationen für das IntraSPINE®-Verfahren:

  • Spinalkanalstenose
  • Osteochondrose
  • Rezivierender Bandscheibenvorfall im LWS Bereich
  • Facettengelenkarthrose der LWS (Spondylarthrose)
  • Epidurale Narbe im LWS-Bereich
  • Relative Instabilität der LWS
  • Zustand nach Versteifungsoperationen der LWS

Behandlung

Der Eingriff wird unter stationären Bedingungen unter Vollnarkose in Bauchlage durchgeführt und dauert etwa 30 bis 45 Minuten: Nach Hautdesinfektion und sterilem Abdecken des OP-Gebietes gelangen wir durch einen zwei bis drei Zentimeter kleinen Hautschnitt an die zu behandelnde Stelle zwischen den oberen und unteren Dornfortsätzen des zu operierenden Wirbelsegments. Unter Bildwandler- sowie Mikroskop-Kontrolle (siehe Mikrochirurgie) erfolgt zuerst die Dekompression – das heißt der Druck auf die Nerven wird entlastet – und die Erweiterung des betroffenen Bereichs. Danach erfolgt unter Bildwandlerkontrolle (Röntgen) das Einsetzen des interlaminären Hightech-Puffers aus Silikon (IntraSPINE®).

Nach der Behandlung

Nachbehandlung

Physiotherapie am Patienten im MVZ Dr. Schneiderhan & Kollegen

Physiotherapie am Patienten

Nach der durchgeführten Operation kann der Patient bereits am Operationstag aufstehen und sich bewegen. Für den stationären Aufenthalt sind in der Regel drei bis vier Tage ausreichend. Schwerere körperliche Belastungen sollten Sie etwa vier Wochen lang vermeiden. Mit Physiotherapie oder Krankengymnastik können Sie nach vier bis sechs Wochen beginnen. Auch eine ambulante oder stationäre Reha ist nach Rücksprache mit dem Patienten möglich.

Arbeitsfähigkeit

In Abhängigkeit von den Vorerkrankungen, Alter und Allgemeinzustand können Patienten ihre berufliche Tätigkeit etwa vier Wochen nach der Operation wieder ausüben. Ein schweres Heben und Tragen sowie Arbeiten in Zwangshaltungen sollten dabei jedoch vermieden werden.

Sportfähigkeit

In den meisten Fällen sind Sport, Fitness sowie Physiotherapie ab vier Wochen nach der Operation möglich.

Vorteile

Die Dekompressionsoperation mit Implantation eines interlaminären Spreizers (IntraSPINE®) ist ein schonendes Verfahren an der LWS und ermöglicht die Erweiterung des Spinalkanals sowie des Neuroforamens ohne eine schwere Stabilisierungsoperation. Es entlastet das degenerative Bandscheibengewebe sowie das hypertrophierte Facettengelenk im LWS-Bereich.

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