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Periphere Eingriffe

Erleichterung bei Nervenschmerzen in den Extremitäten

Behandlung bei Nervenschmerzen: Periphere Eingriffe

Bei den sogenannten Engpass-Syndromen werden wichtige Nerven an Händen, Armen oder Beinen eingeklemmt. Es kommt zu Nervenschmerzen. Diese entstehen, wenn Nerven eingeengt werden. Da die peripheren Nerven an Armen und Beinen an natürlichen anatomischen Engstellen verlaufen, kann es dort durch einen erhöhten Gewebedruck leicht zu einem Engpass-Syndrom kommen. Durch Abnutzung oder Überlastung können diese peripheren Nerven im Bereich großer Gelenke dann geschädigt werden. Ein Engpass-Syndrom kann an Händen, Armen und Beinen auftreten und je nach Ausprägung verschiedene Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Liegt zum Beispiel ein Engpass an der Hand vor, kann das Tastempfinden eingeschränkt sein.

Oft reichen konservative Maßnahmen in Form von Medikamenten und Physiotherapie aus, um Nervenschmerzen in den Händen oder Füßen zu behandeln. Stellt sich nach einigen Wochen keine Besserung ein, kann ein operativer Eingriff notwendig werden. Unsere Fachärzte führen neurochirurgische Eingriffe an den peripheren Nerven in der Regel unter Lokalanästhesie und ambulant durch.

Periphere Eingriffe: Behandlung

Soll die Ursache der Nervenschmerzen operativ behandelt werden, führen wir einen ambulanten Eingriff durch. In örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder bei Bedarf auch unter Vollnarkose legen wir einen nur zwei Zentimeter großen Hautschnitt über dem eingeklemmten Nerv. Der einengende knöcherne Kanal wird geöffnet und damit die Bedrängung (Kompression) des Nervs behoben.

Gleichzeitig wird an dieser Stelle überschüssiges Bindegewebe entfernt, wodurch die Gefahr des Wiederauftretens (Rezidiv) deutlich gesenkt wird. Im Ellenbogenbereich kann bei starker Vorschädigung des Nervs gelegentlich dessen Verlagerung in die Ellenbeuge notwendig werden.

Periphere Eingriffe: Indikationen

Die häufigste Engpasserkrankung ist das sogenannte Karpaltunnelsyndrom (CTS), bei dem der Medianusnerv im Handgelenksbereich eingeklemmt wird. Denn an dieser Stelle muss sich der Medianusnerv durch einen engen, von Knochen und Bandverbindungen gebildeten Kanal zwängen. Daneben gibt es häufig Einklemmungen des Ellennervs (Nervus ulnaris) im Ellenbogenbereich (Ulnarisrinnensyndrom) sowie des Schienbeinnervs im Sprunggelenksabschnitt (Tarsaltunnelsyndrom).

Der Patient leidet dabei unter Nervenfunktionsausfällen mit Gefühlsstörungen, Lähmungen im Bereich der Hände und Füße und starken Nervenschmerzen. Diese Symptome und Schmerzen treten oft auch nachts auf.

Periphere Eingriffe: Vorteile

Der wenig belastende Eingriff ist in der Regel ambulant möglich. Durch die Entlastung des eingeklemmten Nervs gehen die Nervenschmerzen in der Regel unmittelbar nach der Operation schnell zurück. Lähmungen können sich ebenfalls rasch bessern.

Periphere Eingriffe: Nach der Behandlung

Nach etwa zehn Tagen können die Fäden entfernt werden. Nach vier bis fünf Wochen können Sie die betroffene Hand oder das betroffene Beines wieder vollständig belasten.

Leichte körperliche Arbeiten sind nach Abnahme des Verbandes wieder möglich. Körperlich belastende Arbeit sollte für circa fünf Wochen unterlassen werden. Schwimmen und Radfahren sind nach drei Wochen möglich, andere Sportarten, je nach Belastungsmuster und Belastungsintensität, nach drei bis fünf Wochen.

Weiterhin sollten Patienten Folgendes beachten:

  • In den ersten zehn Tagen sollten Sie einen Pflasterverband tragen.
  • Bei der Verlagerungsoperation am Ellbogen ist das Tragen einer Gipsschiene für zwei Wochen erforderlich.

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