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Periphere Eingriffe

Operation bei Engpass-Syndrom

Bei einem Engpass-Syndrom klagen Patienten meist über nächtliche Schmerzen im Liegen oder über Schmerzen bei Abspreizbewegungen des Armes oder Beines. Beides führt auf Nervenschmerzen zurück, die entstehen, wenn Nerven an Händen, Armen oder Beinen eingeengt werden – der häufigste Vertreter ist das Karpaltunnelsyndrom am Handgelenk. Auch mit solchen Beschwerden sind Sie bei uns goldrichtig: Wir machen Sie schnellstmöglich wieder schmerzfrei!

Bei den sogenannten Engpass-Syndromen werden wichtige Nerven eingeklemmt. Grund dafür ist, dass diese peripheren Nerven auch an natürlichen anatomischen Engstellen verlaufen: Kommt es dort zu einem erhöhten Gewebedruck, zu Abnutzung oder Überlastung, können diese peripheren Nerven im Bereich großer Gelenke geschädigt werden. Ein Engpass-Syndrom kann an Händen, Armen und Beinen auftreten und je nach Ausprägung verschiedene Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Liegt zum Beispiel ein Engpass an der Hand vor, kann das Tastempfinden eingeschränkt sein.

Darstellung von Schmerzen im Handgelenk

Schmerzen Handgelenk

Oft reichen konservative Maßnahmen in Form von Medikamenten und Physiotherapie aus, um Nervenschmerzen in den Händen oder Füßen zu behandeln. Stellt sich nach einigen Wochen keine Besserung ein, kann ein minimal-invasiver Eingriff notwendig werden. Unsere Fachärzte führen neurochirurgische Eingriffe an den peripheren Nerven in der Regel unter Lokalanästhesie und ambulant durch und verschaffen den Nervenschmerzen in den Extremitäten schnell Erleichterung.

Indikationen

Abbildung verschiedener Bewegungen mit der Hand

Spürende, fühlende Hand / Handbewegungen

Die häufigste Engpasserkrankung ist das sogenannte Karpaltunnelsyndrom (CTS), bei dem der Medianusnerv im Handgelenksbereich eingeklemmt wird. An dieser Stelle muss sich der Medianusnerv durch einen engen, von Knochen und Bandverbindungen gebildeten Kanal zwängen. Daneben gibt es häufig Einklemmungen des Ellennervs (Nervus ulnaris) im Ellenbogenbereich (Ulnarisrinnensyndrom) sowie des Schienbeinnervs im Sprunggelenksabschnitt (Tarsaltunnelsyndrom).

Bei einem Engpass-Syndrom leidet der Patient unter Nervenfunktionsausfällen mit Gefühlsstörungen, Lähmungen im Bereich der Hände und Füße und starken Nervenschmerzen. Diese Symptome und Schmerzen treten oft auch nachts oder bei bestimmten abspreizenden Bewegungen einer Extremität ab einem bestimmten Winkel auf. In diesen Fällen können wir mit einem ambulanten peripheren Eingriff weiterhelfen:

Behandlung

Unter örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie) oder bei Bedarf auch unter Vollnarkose setzen wir einen nur zwei Zentimeter großen Hautschnitt über dem eingeklemmten Nerv. Der einengende knöcherne Kanal wird geöffnet und damit die Bedrängung (Kompression) des Nervs behoben. Gleichzeitig wird an dieser Stelle überschüssiges Bindegewebe entfernt, wodurch die Gefahr des Wiederauftretens (Rezidiv) deutlich gesenkt wird. Im Ellenbogenbereich kann bei starker Vorschädigung des Nervs gelegentlich dessen Verlagerung in die Ellenbeuge notwendig werden.

Nach der Behandlung

Nachbehandlung

In den ersten zehn Tagen tragen Sie einen Pflasterverband, danach können die Fäden entfernt werden. Nach vier bis fünf Wochen können Sie die betroffene Hand oder das betroffene Beines wieder vollständig belasten. Im Falle einer Verlagerungsoperation am Ellbogen ist das Tragen einer Gipsschiene für zwei Wochen erforderlich.

Arbeitsfähigkeit

Leichte körperliche Arbeiten sind nach Abnahme des Verbandes wieder möglich. Körperlich belastende Arbeit sollte für circa fünf Wochen unterlassen werden.

Sportfähigkeit

Schwimmen und Radfahren sind nach drei Wochen möglich, andere Sportarten, je nach Belastungsmuster und Belastungsintensität, nach drei bis fünf Wochen.

Vorteile

Der wenig belastende Eingriff ist in der Regel ambulant möglich. Durch die Entlastung des eingeklemmten Nervs gehen die Nervenschmerzen in der Regel unmittelbar nach der Operation schnell zurück. Lähmungen können sich ebenfalls rasch bessern.

VIDEO: Endoscopic Carpal Tunnel Release

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