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Knorpeleingriffe und künstliche Gelenke

Mehr Lebensqualität durch natürlichen oder künstlichen Gelenkersatz

Bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß (Arthrose) kann der Alltag zur Qual werden. Schmerzen die Gelenke auch in Ruhe, wird selbst der Schlaf immer weniger erholsam. Die schützende Knorpelschicht hat sich dann bereits so weit abgenutzt, dass Knochen auf Knochen reibt – schlimmstenfalls versteift das betroffene Gelenk vollends. Doch so weit muss es nicht kommen: Für den Arthrose-Knorpelaufbau bei kleineren Knorpelschäden werden zunehmend Techniken angewendet, die das Ziel haben, die Gelenkknorpeloberfläche wiederherzustellen. Bei größeren Knorpelschäden kommt ein künstlicher Gelenkersatz in Betracht. In beiden Fällen lässt sich eine deutlich bessere Lebensqualität zurückgewinnen.

Grafische Darstellung von Knieschmerzen

Knieschmerzen

Jahrelange Knie- oder Hüftbeschwerden beeinträchtigen den Alltag, Hobbies müssen aufgegeben, sportliche Aktivitäten stark eingeschränkt werden. Problematisch ist dabei, dass diese erzwungene Schonung sich im weiteren Verlauf negativ auf das Herz-Kreislauf-System sowie auf die Gesundheit der Gefäße auswirkt – der betroffene Knorpel wird immer schlechter durchblutet. Zusammen mit den ständigen Schmerzen leidet die Lebensqualität enorm.

In bestimmten Fällen können frühzeitige kleine operative Eingriffe die Arthrose verhindern oder hinauszögern. Liegt am betroffenen Gelenk bereits ein begrenzter Knorpelschaden vor, kommen operative Knorpelersatztechniken in Frage, bei einer stark vorangeschrittenen Arthrose bleibt oft die Versorgung mit einem künstlichen Gelenkersatz als letztes Mittel der Wahl. Was zunächst schlimm klingt, bringt für die Patienten gleich mehrere Vorteile mit sich: Im besten Fall fühlen sich Patienten nach einer Operation wie früher, die ständigen Schmerzen sind weg, der Kreislauf kommt wieder in Schwung und die Gefäße erholen sich.

Diagnostik

Patientin kurz vor der Behandlung im MRT

Behandlungsbeispiel Patient in CT oder MRT

Um die genaue Ursache für Ihre Beschwerden festzustellen, sind ein ausführliches Anamnesegespräch sowie eine sorgfältige klinische Untersuchung essenziell. Hierzu stehen uns alle nötigen Untersuchungsverfahren, wie etwa Ultraschall, Röntgen, CT oder MRT, in unseren drei medizinischen Versorgungszentren zur Verfügung. Alle nötigen Untersuchungen können in unseren Praxisräumen noch am selben Tag durchgeführt werden – Sie müssen also keine weiteren Termine vereinbaren und sparen Zeit. Nach der Diagnose erstellen wir ein individuell auf Sie zugeschnittenes Therapiekonzept.

Behandlung

Kleinere Knorpelschäden

Indikationen für Knorpeleingriffe und künstliche Gelenke:

  • Absterben von Knorpel-Knochen-Arealen (Osteochondrose)
  • Verletzungsbedingte Schäden
  • Konservativ nicht therapierbare Schmerzzustände
  • Fortgeschrittener Gelenkverschleiß bzw. Knorpelschwund (laut Röntgen, Kernspintomographie)

Ein mögliches Verfahren bei einem kleinen Arthrose-Knorpelschaden ist die Knorpelverpflanzung oder Knorpel-Knochenverpflanzung mittels der Mosaik-Plastik oder der OATS-Methode. Durch einen kleinen Schnitt oder anhand einer Gelenkspiegelung entnehmen wir Knorpel-Knochen-Zylinder aus weniger belasteten Zonen des gleichen oder eines anderen Gelenkes und verpflanzen diese an die Defektstelle.

Zu den weiteren Möglichkeiten der Reparatur von Knorpelschäden zählen die biotechnologische Anzüchtung von körpereigenen Knorpelzellen und deren Einpflanzung in den Defekt (autologe Chondrozytentransplantation, ACT) sowie die Stimulation von Faserknorpelgewebe als Ersatzgewebe im Defektbereich (Mikrofrakturierung).

Diese Techniken sind nur dann sinnvoll, wenn optimale Voraussetzungen bestehen. Hierzu zählen eine gerade Beinachse, stabile Bänder und ein intakter Meniskus. Ob diese Voraussetzungen bei Ihnen gegeben sind, prüfen wir vor dem Eingriff detailliert.

Größere Knorpelschäden

Die Weiterentwicklung von Gelenkprothesen (Endoprothesen) unterliegt ständiger intensiver Forschung. In den vergangenen Jahren wurde eine erhebliche Verbesserung der Funktion und Qualität erzielt. Es gilt deshalb, sich für die individuell zweckmäßigste Maßnahme zu entscheiden:

Künstliches Hüftgelenk mit Pfanne

Künstliches Hüftgelenk mit Pfanne

  • Mit oder ohne Gelenkersatz
  • Voll- oder Teilprothesen zur Verbesserung der Oberflächen
  • Umstellungsoperationen
  • Versteifung des Gelenkes, z.B. des Sprunggelenks
  • Gelenkspiegelung (Arthroskopie)

Wir legen fest, ob eine zementierte oder zementfreie Technologie in Frage kommt. Die Gelenkversteifung ist heutzutage meist die letzte Methode der Wahl, kann aber in bestimmten Fällen gerade am Sprunggelenk wegen der nur geringen Einschränkungen durchaus sinnvoll sein.

Nach der Behandlung

Dr. Schneiderhan im Gespräch mit einer Patientin

Dr. Schneiderhan im Gespräch mit einer Patientin

Abhängig davon, welches Gelenk betroffen ist und welches Behandlungsverfahren eingesetzt wurde, können unterschiedliche Maßnahmen nach einem Arthrose-Knorpelaufbau erforderlich sein. Sie werden deshalb nach dem Eingriff ausführlich von Ihrem Operateur beraten und erhalten individuell auf Sie abgestimmte Anweisungen und Empfehlungen.

 

 

Vorteile

In welchem Ausmaß sich neue Therapiemethoden wie Knorpelverpflanzung und Knorpelzüchtung weiter entwickeln, bleibt abzuwarten. Bisher ist deren Anwendung nur bei einem kleinen Arthrose-Knorpelschaden sinnvoll. Die bisherigen Ergebnisse sind für die Zukunft sehr vielversprechend. Bei fortgeschrittener Arthrose und entsprechend starken Schmerzen ist der Gelenkersatz in Form von Endoprothesen nach wie vor eine sehr gute Methode, länger anhaltende Schmerzfreiheit zu erzielen. Patienten mit Prothese bewegen sich mehr und trainieren so auch ihr Herz-Kreislauf-System.

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