Wirbelgleiten behandeln im MVZ Dr. Schneiderhan in München

Beim Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) verschieben sich ein oder mehrere Wirbelkörper langsam gegeneinander - meist im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule. Dadurch gerät das natürliche „Gleichgewicht“ der Wirbelsäule aus der Balance: Gelenke, Bandscheiben und Bänder müssen mehr Haltarbeit leisten, Nerven können eingeengt oder gereizt werden. Häufig entsteht diese Form der Wirbelsäuleninstabilität durch wiederholte Überstreckung des Oberkörpers bei bestimmten Sportarten, etwa Geräteturnen, Trampolinspringen oder Wurfdisziplinen. Bei anderen Patient:innen ist das Wirbelgleiten eher Folge von Verschleißprozessen (degenerativen Veränderungen) im höheren Lebensalter - vergleichbar mit einem Bauklotz in einem Turm, der sich mit der Zeit leicht nach vorne schiebt und das gesamte System instabil machen kann.

Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Wirbelsäulenmedizin behandeln wir im MVZ Dr. Schneiderhan Patient:innen mit allen Formen von Gleitwirbeln - von der noch unbemerkten Spondylolyse bis zur ausgeprägten Wirbelsäuleninstabilität mit deutlichen Beschwerden. Zu uns kommen sowohl junge Sportler:innen mit belastungsabhängigen Rückenschmerzen als auch ältere Menschen mit chronischen Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule. Als Orthopäde München begleiten wir Sie Schritt für Schritt: von der ersten Abklärung und bildgebenden Diagnostik über die Erklärung Ihrer Befunde in verständlicher Sprache bis hin zur gemeinsamen Entscheidung über die für Sie passende Therapie.

Überblick über den Inhalt:

Wie wird Wirbelgleiten behandelt?

Wirbelgleiten-Kernspintomografie-Bild

MRT der Lendenwirbelsäule mit sichtbarem Wirbelgleiten

Röntgen- und MRT-Aufnahmen der Wirbelsäule zeigen eine Spondylolisthesis in der Regel sehr eindeutig. Auf den Bildern lässt sich erkennen, wie stark ein Wirbel nach vorne geglitten ist, ob bereits Verschleiß an den Bandscheiben besteht und ob Nervenstrukturen eingeengt sind. Häufig ergänzen wir die Bildgebung durch Funktionsaufnahmen (z. B. in Beugung und Streckung), um zu sehen, wie stabil die Wirbelsäule unter Bewegung ist.

In unserer interdisziplinären Praxis werden die Aufnahmen von erfahrenen Wirbelsäulenspezialist:innen ausgewertet. Wir nehmen uns Zeit, Ihnen die Bilder Schritt für Schritt zu erklären - so können Sie nachvollziehen, woher Ihre Beschwerden kommen und welche Behandlung sinnvoll ist. Die notwendige Diagnostik führen wir in der Regel noch am selben Tag durch, um Ihnen zusätzliche Wege und Wartezeiten zu ersparen und rasch zu einem klaren Behandlungsplan zu kommen.

Auf Basis dieser Befunde legen wir gemeinsam mit Ihnen fest, ob zunächst konservative Maßnahmen (wie Physiotherapie und Schmerztherapie) im Vordergrund stehen oder ob zusätzliche, z. B. minimal-invasive Verfahren in Frage kommen. Dabei gilt: Operative Schritte werden erst dann erwogen, wenn schonendere Ansätze nicht ausreichend helfen.

Ziel der Behandlung ist es,

  • Schmerzen zu lindern, damit Sie Alltag, Beruf und Freizeit wieder besser bewältigen können
  • neurologische Symptome (z. B. Taubheitsgefühle oder Schwächen) zu vermeiden oder zu reduzieren, indem gereizte Nerven entlastet werden
  • eine Verschlechterung des Gleitwirbels zu verhindern und die Wirbelsäule langfristig so zu stabilisieren, dass das Risiko weiterer Schäden möglichst gering bleibt.

Konservative Therapie

In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung zunächst konservativ, also ohne Operation. Nach der klinischen Untersuchung und Auswertung der Bildgebung erstellen wir ein individuell zugeschnittenes Therapiekonzept, das sich nach Ihrem Beschwerdebild, Ihrem Aktivitätsniveau und eventuellen Begleiterkrankungen richtet. Häufig umfasst dieses Konzept:

  • Physiotherapie zur Kräftigung und Koordination der tiefen Rückenmuskulatur
  • Schmerztherapie mit entzündungshemmenden Medikamenten oder lokalen Verfahren
  • bei Bedarf gezielte Injektionen im Bereich der betroffenen Nervenwurzel oder kleinen Wirbelgelenke

In der Physiotherapie lernen Sie Übungen, die gezielt die tief liegende, stabilisierende Muskulatur an Lenden- und Beckenbereich aktivieren - häufig auch als „Muskelkorsett“ bezeichnet. Dadurch wird die Wirbelsäule entlastet, die Belastung der Bandscheiben reduziert und die Bewegung insgesamt sicherer. Ein weiterer wichtiger Baustein sind Haltungs- und Alltagsanpassungen, zum Beispiel rückenschonendes Bücken, richtiges Heben oder ergonomisches Sitzen am Arbeitsplatz.

Die medikamentöse Schmerztherapie - etwa mit entzündungshemmenden Präparaten - soll nicht nur Schmerzen dämpfen, sondern Ihnen ermöglichen, wieder aktiv an Bewegungstherapie teilzunehmen. So wird verhindert, dass Sie aus Angst vor Schmerzen eine dauerhafte Schonhaltung einnehmen, die die Beschwerden häufig noch verstärkt.

Wenn Schmerzen sehr ausgeprägt sind oder in Arme bzw. Beine ausstrahlen, können gezielte Injektionen - zum Beispiel unter bildgebender Kontrolle - direkt an die schmerzverursachende Nervenwurzel oder das betroffene Wirbelgelenk gesetzt werden. Diese Verfahren wirken lokal, beruhigen gereizte Strukturen und können die Beschwerden oft deutlich reduzieren, sodass weitere konservative Maßnahmen besser greifen.

Wirbelgleiten-Physiotherapie-am-Patienten

Stabilisierende Übungen zur Entlastung der Wirbelsäule bei Wirbelgleiten

Wirbelgleiten-Patientin-bei-einer-Injektion-in-den-Nacken

Präzise minimal-invasive Injektion zur Schmerzlinderung

Wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen

Klingen die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Therapie nicht ausreichend ab oder verschlechtern sich sogar, können minimal-invasive Methoden oder - als letzte Option - operative Verfahren notwendig werden. Dabei handelt es sich nicht um einen Automatismus, sondern um einen sorgfältig abgewogenen Schritt: Zunächst prüfen wir, ob durch schonende Verfahren wie bildgesteuerte Injektionen, Verödungen kleiner Wirbelgelenke oder andere minimal-invasive Techniken eine deutliche Besserung erreicht werden kann.

Das Therapiekonzept richtet sich immer individuell nach Ihrer Situation und berücksichtigt unter anderem:

  • Ursache und Art des Wirbelgleitens
    (z. B. sportbedingte Spondylolisthesis bei Jüngeren vs. degenerative Form im höheren Lebensalter)
  • Beschwerdebild
    (nur Rückenschmerzen, ausstrahlende Schmerzen, Gefühlsstörungen, Schwächen)
  • Alter
    (z. B. andere Ziele und Belastungen bei einem jungen Leistungssportler als bei einer älteren Patientin mit Spinalkanalstenose und Gleitwirbel)
  • körperlicher Aktivität und beruflicher Belastung
    (z. B. stehende/hebende Tätigkeiten oder überwiegend sitzende Büroarbeit)
  • Zustand der Bandscheiben und angrenzenden Wirbelkörper
    (wie stark sind bereits Abnutzungen oder zusätzliche Instabilitäten vorhanden?)

So lässt sich für jede Patientin und jeden Patienten ein realistisches Therapieziel festlegen - von der Schmerzreduktion und Verbesserung der Gehstrecke bis hin zur Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten.

Terminvereinbarung

Am besten ist es, Sie stellen sich persönlich in unserem Zentrum vor. Vereinbaren Sie dazu bitte telefonisch einen Termin über unsere Zentrale.

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VIDEO: Dr. med. Reinhard Schneiderhan über die Spondylolisthesis

Wirbelgleiten - Ursachen, Diagnose und moderne Therapien

In diesem Video erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan die wichtigsten Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten des Wirbelgleitens. Patient:innen erhalten einen kompakten Überblick über konservative Therapieansätze, minimal-invasive Verfahren und operative Optionen - fachlich fundiert und verständlich aufbereitet.

Was ist Wirbelgleiten?

Beim Wirbelgleiten (Spondylolisthesis) verschieben sich ein oder mehrere Wirbelkörper langsam gegeneinander. Man kann sich die Wirbelsäule wie einen Stapel kleiner Bausteine vorstellen: Jeder Wirbel liegt geordnet auf dem anderen. Beim Wirbelgleiten schiebt sich einer dieser „Bausteine“ etwas nach vorne, sodass das ursprüngliche Gleichgewicht gestört wird.

Häufig liegt zuvor eine Spondylolyse vor - ein feiner Spalt im Wirbelbogen, der durch wiederholte Überlastung oder starke Streckbewegungen entstehen kann. Der Wirbelbogen ist der hintere Anteil des Wirbels, an dem auch die kleinen Wirbelgelenke sitzen. Diese Gelenke verbinden die benachbarten Wirbel miteinander und bestimmen, wie weit wir uns beugen, strecken oder drehen können. Wird diese Region geschwächt, verliert der betroffene Wirbel an Halt - und kann mit der Zeit zu gleiten beginnen.

Am häufigsten betroffen sind:

  • L5 (unterster Lendenwirbel) - hier wirkt ein großer Anteil der Last von Oberkörper und Becken
  • gefolgt von L4
  • deutlich seltener sind Hals- oder Brustwirbel betroffen

Bei rund der Hälfte der Patient:innen mit Spondylolyse kommt es im Verlauf tatsächlich zu einem Gleiten des Wirbels nach vorne - meist in Richtung Bauch. Je nach Ausmaß dieses Gleitens sprechen wir von verschiedenen Schweregraden. Nicht jede Verschiebung verursacht sofort starke Beschwerden, aber je weiter der Wirbel wandert und je mehr Nerven und Strukturen unter Spannung geraten, desto eher entwickeln sich Schmerzen oder andere Symptome.

Welche Ursachen hat Wirbelgleiten?

Wirbelgleiten-Medizinische-Grafik-Gelenkschmerzen

Darstellung der Wirbel- und Gelenkstrukturen bei Spondylolisthesis

Die Ursachen des Wirbelgleitens (Spondylolisthesis) sind vielfältig. Gemeinsam ist ihnen, dass die stabilisierenden Strukturen der Wirbelsäule - Knochen, Bandscheiben, Bänder und kleine Wirbelgelenke - überlastet, geschädigt oder im Laufe der Zeit geschwächt werden. Dadurch verliert ein Wirbelkörper nach und nach seinen festen Halt und kann sich verschieben.

Häufige Auslöser einer Spondylolisthesis sind:

  • Überstreckende Sportarten: Zum Beispiel Geräteturnen, Trampolinspringen, Stabhochsprung oder Wurfdisziplinen. In diesen Sportarten kommt es immer wieder zu starken Rückwärtsbewegungen (Hyperlordose) der Lendenwirbelsäule. Man kann sich das wie ein wiederholtes „Kippen“ im gleichen Segment vorstellen: Auf Dauer kann dies dazu führen, dass im hinteren Anteil des Wirbels (Wirbelbogen) ein Spalt entsteht - die sogenannte Spondylolyse. Besonders betroffen sind häufig Jugendliche und junge Erwachsene, die intensiv trainieren.
  • Alterungsprozesse (degenerative Spondylolisthesis): Im höheren Lebensalter kommt es natürlicherweise zu Verschleißveränderungen an Bandscheiben und Wirbelgelenken. Die Bandscheiben verlieren an Höhe, werden „flacher“ und können den Wirbel nicht mehr so gut führen. Gleichzeitig können die kleinen Wirbelgelenke Arthrose entwickeln. Die Summe dieser Veränderungen kann dazu führen, dass ein Wirbel langsam nach vorne gleitet. Diese Form betrifft häufig ältere Patient:innen und ist oft mit einer Spinalkanalstenose (Einengung des Wirbelkanals) kombiniert.
  • Genetische Veranlagung: Bei manchen Menschen ist der Knochenaufbau im Bereich des Wirbelbogens von Natur aus etwas dünner oder anders geformt. Diese anatomische Variante begünstigt das Entstehen einer Spondylolyse und damit später eines Wirbelgleitens - selbst bei Alltagsbelastung oder moderatem Sport.
  • Selten: Verletzungen, Entzündungen, Tumore: In Einzelfällen können Unfälle (zum Beispiel Stürze oder Verkehrsunfälle), entzündliche Erkrankungen oder tumoröse Veränderungen den Knochen so schwächen, dass ein Wirbel seine Stabilität verliert. Diese Ursachen sind deutlich seltener, müssen aber insbesondere bei plötzlich auftretenden oder ungewöhnlichen Beschwerden mitbedacht werden.

Zusätzlich können degenerative Veränderungen der Bandscheiben auch ohne vorbestehende Spondylolyse zu einem Gleitwirbel führen. Wird die Bandscheibe im Laufe der Jahre immer dünner und instabiler, wirkt sie wie ein „ausgeleierter Puffer“ zwischen den Wirbeln. Der darüberliegende Wirbel kann sich dann allmählich nach vorne schieben - ähnlich wie ein Bauklotz, der auf einem nachgebenden Untergrund langsam ins Rutschen kommt.

Tipps gegen den Corona Rücken

Wirbelgleiten-Tipps gegen den Corona Rücken

Monatelanges Homeoffice, wenig Bewegung und improvisierte Arbeitsplätze haben viele Menschen belastet. Wenn der Küchentisch zum Schreibtisch wird und der tägliche Arbeitsweg entfällt, bleibt der Rücken oft in derselben Haltung - das führt schnell zu Verspannungen und Schmerzen.

Auch wenn die intensive Homeoffice-Zeit der Pandemie bereits eine Weile zurückliegt, können ihre Auswirkungen bis heute spürbar sein. Viele Betroffene haben ungünstige Haltungs- und Bewegungsmuster beibehalten, die weiterhin zu Beschwerden führen können. Warten Sie nicht, bis daraus dauerhafte Einschränkungen werden: Mit gezielten Übungen und einfachen Alltagstipps können Sie Ihren Rücken spürbar entlasten und Beschwerden vorbeugen.

Zu den Tipps

 

Welche Symptome hat Wirbelgleiten?

Zu Beginn treten meist Bewegungs- und Belastungsschmerzen auf. Im fortgeschrittenen Verlauf kann Druck auf Nervenstrukturen entstehen - mit Gefühlsstörungen oder selten Lähmungen. Die Spondylolyse verläuft häufig schmerzarm. Auch das Wirbelgleiten kann lange unbemerkt bleiben, da sich Nervenstrukturen teilweise an langsam entstehende Veränderungen anpassen.

Schweregrad - Versatz in %  - Beschreibung

Grad 1  < 25 % Der obere Wirbelkörper bedeckt drei Viertel des unteren Wirbelkörpers

Grad 2  25 - 50 % Der ob. Wirbelkörper bedeckt die Hälfte und weniger als drei Viertel des unteren

Grad 3  50 - 75 % Der ob. Wirbelkörper bedeckt ein Viertel und weniger als die Hälfte des unteren

Grad 4  > 75 % Der ob. Wirbelkörper bedeckt weniger als ein Viertel des unteren

Tipps bei Wirbelgleiten: Diese Übungen helfen

Viele Schmerzen bei Wirbelgleiten entstehen dadurch, dass bestimmte Muskelgruppen zu stark verspannen oder verkürzen und dadurch dauerhaften Zug auf den gleitenden Wirbel ausüben. Das kann man sich vorstellen wie ein zu kurz geratenes Gummiband, das ständig an einem Baustein zieht. Mit gezielten Dehn- und Entlastungsübungen lässt sich dieser Zug reduzieren. Die folgenden Übungen können helfen, die Muskulatur zu entspannen, die Wirbelsäule zu entlasten und das Körpergefühl zu verbessern.

Wichtig: Führen Sie die Übungen langsam, kontrolliert und schmerzbewusst aus. Starke, stechende Schmerzen sind ein Warnsignal - in diesem Fall sollten Sie die Übung abbrechen und mit Ihrer behandelnden Ärztin/Ihrem Arzt oder der Physiotherapie sprechen.

Übung 1: Vierfüßler-Stand („Hängematte für den Rücken“)

Diese Übung entlastet vor allem die Lendenwirbelsäule und nimmt Zug von dem nach vorne geglittenen Wirbel.

  1. Gehen Sie in den Vierfüßler-Stand (Hände unter den Schultern, Knie unter den Hüften).
  2. Strecken Sie die Beine nach hinten aus und legen Sie die Fußrücken auf dem Boden ab.
  3. Die Arme bleiben gestreckt, die Schultern stehen stabil über den Handgelenken.
  4. Lassen Sie nun den Rücken sanft durchhängen, die Hüfte sinkt kontrolliert Richtung Boden ab. Stellen Sie sich vor, der Bauch sinkt wie eine Hängematte leicht nach unten.

Leichte Dehn- oder Ziehgefühle im Bereich der Lendenwirbelsäule sind normal und ein Hinweis darauf, dass die Übung den Zug vom betroffenen Wirbel nimmt. Der Rücken sollte sich eher „öffnend“ anfühlen, nicht „zusammengequetscht“.

Variation:

  • Nehmen Sie aus der Grundposition ein Bein nach außen und legen Sie den Fuß an die Knieinnenseite des anderen Beins.
  • Lassen Sie nun die Hüfte auf der Seite dieses Beins verstärkt durchhängen.
  • Dadurch wird die eine Seite gezielt stärker entlastet - sinnvoll, wenn die Beschwerden vor allem einseitig auftreten.
  • Anschließend die Seite wechseln.

Haltedauer:

  • Halten Sie die Übung - wenn möglich - 2-3 Minuten pro Seite, atmen Sie ruhig und gleichmäßig weiter.
  • Achten Sie darauf, nicht ins Hohlkreuz „hinein zu drücken“, sondern eher weich und kontrolliert in die Dehnung hinein zu atmen.

Übung 2: Vierfüßler-Stand mit Faszienrolle

Diese Übung verstärkt den entlastenden Effekt, indem die Oberschenkel höher gelagert werden. So kann die Hüfte noch etwas weiter sinken, und der Zug auf den Gleitwirbel nimmt zusätzlich ab.

  1. Legen Sie eine Faszienrolle (oder ein zusammengerolltes Handtuch/Kissen) vor Ihre Knie.
  2. Gehen Sie wieder in die Position aus Übung 1: Arme gestreckt, Beine nach hinten ausgestreckt.
  3. Schieben Sie sich so weit nach vorne, bis Ihre Oberschenkel auf der Rolle aufliegen.
  4. Lassen Sie Ihren Körper nun in eine entspannte Position gleiten und die Hüften locker nach unten sinken.

Dadurch verlagert sich ein Teil Ihres Körpergewichts auf die Rolle. Die Lendenwirbelsäule wird entlastet, der Bereich um den gleitenden Wirbel kann sich besser entspannen.

Variation:

  • Legen Sie nur einen Oberschenkel auf der Rolle ab.
  • So spüren Sie den Zug stärker auf einer Seite, und die betroffene Seite kann noch mehr loslassen.
  • Nach einer Weile die Seite wechseln.

Hinweis

Warten Sie nicht, bis aus zunächst „nur“ belastungsabhängigen Rückenschmerzen dauerhafte Einschränkungen werden. Je früher Sie mit einer gezielten, angeleiteten Übungsbehandlung beginnen, desto besser lassen sich Schmerzen und Bewegungseinschränkungen beeinflussen und desto geringer ist das Risiko, dass das Wirbelgleiten weiter fortschreitet. Lassen Sie sich die Übungen idealerweise einmal von Ihrer Physiotherapeutin/Ihrem Physiotherapeuten zeigen und individuell anpassen.

25years
Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. , FRCSEd Nikolai Rainov

Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. , FRCSEd Nikolai Rainov

jameda Bewertung vom 20.07.2017

Ein sehr kompetenter, frendlicher und sympatischer Arzt

"Nach fast 4 Jahren Schmerzen beim Gehen, Stehen und Liegen bin ich auf die Adresse der Praxis Dr. Schneiderhan gekommen.
Ich hatte Wirbelgleiten und nach verschiedenen Meinungen die Wirbel versteifen zu lassen oder lieber doch nicht, bin ich zu Prof. Rainov gekommen. Ebenso hatte ich verschiedene Anwendungen und Therapien hinter mir. Ich hatte nur noch Termine.
Prof. Rainov erklärte mir dann sachlich und informativ, dass es keine andere Lösung mehr gibt.
Ende Januar 2017 hatte ich diese OP. Sie verlief sehr gut, die Betreuung in der Isar-Klinik war hervorragend, seitens der Klinik sowie auch von Herrn Prof. Rainov mit seinem Arzt, Herrn Dr. Weber, und ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt.
Nach meinem Kontrolltermin sagte mir der Prof., dass alles sehr gut ist. Ich fühle mich sehr gut und bin wieder ein anderer Mensch."

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VOLKSKRANKHEIT
Verengter Wirbelkanal oder Wirbelgleiten

Es muss längst nicht immer versteift werden - für jede Ursache gibt es die richtige Therapie. So wichtig ist die zweite Meinung bei einem verengten Wirbelkanal.