Schmerzen im unteren linken oder rechten Rücken: Was bedeuten die Symptome? Was hilft bei Ausstrahlung in Po und Hüfte?

Schmerzen im unteren Bereich der Wirbelsäule sind sehr häufig, können aber ganz unterschiedliche Ursachen haben. Natürlich sind ein persönliches Arzt-Gespräch und eine körperliche Untersuchung erforderlich, um eine Diagnose zu stellen. Aber unser Rückenschmerz-Navigator gibt Ihnen einen ersten Einblick, woher Ihre Beschwerden kommen könnten. Gerne sind unsere Wirbelsäulen-Experten auch in unserer Münchner Praxisklinik für Sie da, um Ihre Rückenschmerzen zu lindern.

Rückenschmerz-Navigator:

Wo haben Sie Schmerzen?

Wo treten die Schmerzen auf?

Was tun bei Rückenschmerzen im unteren Bereich?

Schmerzen im unteren Rücken: Das Wichtigste in Kürze

  • Ursache: In den meisten Fällen gibt es keine medizinische Ursache. Schmerzen an der Lendenwirbelsäule sind also unspezifisch und häufig aufgrund von Bewegungsmangel entstanden. In manchen Fällen liegt aber auch ein Bandscheibenvorfall, Arthrose oder eine andere krankhafte Veränderung der Wirbelsäule vor.
  • Selbsthilfe: Schonen Sie sich nicht, sondern achten Sie auf regelmäßige Bewegung – wenn nötig mit Hilfe von Schmerzmitteln.
  • Arzt: Bei anhaltenden oder zunehmenden Beschwerden oder Begleitsymptomen sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Unsere Wirbelsäulen-Experten sind gerne für Sie da!

Beidseitige Rückenschmerzen werden oft durch muskuläre Verspannungen ausgelöst. Eine häufige Ursache ist zu langes Sitzen in Kombination mit Bewegungsmangel. Bei einem Büro-Job sitzen Arbeitnehmer rund 6,4 Stunden am Tag, wobei die Lendenwirbelsäule das gesamte Gewicht des Oberkörpers tragen muss. Ist die Rückenmuskulatur geschwächt, weil regelmäßiges Training ausbleibt, ist sie dieser Beanspruchung nicht gewachsen.

Aber auch ein Muskelkater nach einem Training mit Klimmzügen oder Ruderbewegungen kann für Schmerzen im unteren Rücken verantwortlich sein. Genauso wie schwere körperliche Arbeit oder Stress.

Schmerzen am unteren Rücken und am Bauch (bei Frauen):

Bei Frauen, die über beidseitige, eher mittig lokalisierte Schmerzen klagen, können auch gynäkologische Ursachen vorliegen. Sie können von den Geschlechtsorganen ausgehen und treten häufig über dem Kreuzbein oder in der Leistengegend auf. Meist in Kombination mit anderen Beschwerden wie Bauchweh oder Problemen beim Wasserlassen. Sie verändern sich in der Regel nicht bei körperlicher Belastung und bessern sich im Liegen.

Bei maximal 15 Prozent der Betroffenen ist die Wirbelsäule nachhaltig beeinträchtigt aufgrund von:

  • Bandscheibenvorfällen
  • Wirbelgleiten
  • Spinalkanalstenosen
  • Instabilitäten der Wirbelsäule
  • Entzündungen
  • eingeklemmten Nerven
  • Frakturen

Nur selten liegen Kreuzschmerzen ernste Ursachen zugrunde. Warnsignale sind zum Beispiel:

  • Schmerzen, die vom Rücken ins Bein ausstrahlen und mit Taubheitsgefühlen, Kribbeln oder Lähmungen verbunden sind
  • Probleme beim Wasserlassen oder mit dem Stuhlgang
  • Gefühlsstörungen im Gesäßbereich
  • Fieber oder Schüttelfrost
  • Schwäche, Gewichtsverlust

Nierenbeckenentzündungen lösen eher einseitige Schmerzen aus, da nur selten beide Nieren gleichzeitig betroffen sind. Aber in seltenen Fällen kann auch bei beidseitigen Schmerzen im unteren Rücken ein Harnstau in den Nieren vorliegen – vor allem bei kolikartigen Beschwerden.

Patienten-Feedback: „Endlich keine Rückenschmerzen mehr!“

„Ich war im letzten Jahr bei Dr. Schneiderhan und bin sehr froh, diesen Schritt gemacht zu haben. Ich kam aus Lübeck angereist und blieb 3 Tage in der Klinik. Es geht meinem Rücken fast sehr gut. Danke!“

Quelle: jameda

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Rückenschmerzen, die nur in der linken Seite des unteren Rückens betreffen, hängen oft mit der Wirbelsäule zusammen. Häufige Ursachen sind Verspannungen oder ein Bandscheibenvorfall, bei dem ein Teil der Bandscheibe auf die linke Seite kippt und dort Nerven einquetscht. Auch Gelenkverschleiß im linken Areal des unteren Rückens oder ein Sturz auf die linke Seite kann zu einseitigen Schmerzen führen.

Bei Flankenschmerzen, die an der linken Seite des mittleren bis unteren Rückenbereichs auftreten, kann auch eine Gürtelrose die Ursache sein. Sie ist mit einem Ausschlag verbunden.

Was liegt unten links im Rücken?

Im linken Areal befinden sich Teile des Darms und des Harnsystems. Erkrankungen dieser Organe können ebenfalls Schmerzen im linken unteren Rücken auslösen. Es ist aber auch durchaus möglich, dass die Schmerzen von der Milz, der Leber oder der Niere kommen. Sie können bis in den unteren Rücken ausstrahlen.

Schmerzen im unteren Rücken nur rechts

Auch hier sind häufig Verspannungen und Bandscheibenvorfälle die Schmerzursache. In diesem Fall kippt ein Teil der Bandscheibe auf die rechte Seite und führt dort zu Schädigungen. Neben einem Gelenkverschleiß und einem Sturz kann auch eine Nierenbeckenentzündung der rechten Niere zu Schmerzen im unteren Rücken führen. Wirbelgleiten verursacht meist keine einseitigen Schmerzen.

Was ist unten rechts im Rücken?

Im rechten Areal befindet sich neben der Wirbelsäule eine der beiden Nieren, das Harnsystem und der Darm. Schmerzen können aber auch vom Magen, von der Bauchspeicheldrüse, von der Gallenblase oder der Lunge in den unteren Rücken ausstrahlen.

Wie unterscheidet man Nierenschmerzen von Rückenschmerzen?

Treten die Schmerzen rund fünf Zentimeter links oder rechts von der Wirbelsäule entfernt auf, spricht man von Rückenschmerzen. Beschwerden, die an den Seiten entstehen (zwischen Vorder- und Rückseite), deuten eher auf Nierenbeschwerden hin.

Schmerzen im linken oder rechten unteren Rücken mit Ausstrahlung in Hüfte, Po oder Beine

Wer viel sitzt, beansprucht nicht nur den unteren Rücken, sondern auch Muskeln und Bänder an Hüfte, Leiste und Gesäß. So kommt es tatsächlich häufiger vor, dass Verspannungen auch in diesen Regionen in Kombination mit Kreuzschmerzen auftreten. Stark verhärtete Triggerpunkte können diverse Nerven reizen, so dass die Schmerzen weiter ausstrahlen. Gefühlsstörungen im Gesäß deuten eher auf Nervenschädigungen hin.

Arthrose:

Wirbelgelenkarthrose kann ebenfalls bis in das Gesäß oder bis in die Oberschenkel ausstrahlen. Meist treten dumpfe Schmerzen links und rechts im unteren Rücken auf und gehen mit Bewegungseinschränkungen einher.

ISG-Syndrom:

Das Iliosakralgelenk befindet sich im Becken und verbindet es mit dem unteren Teil der Wirbelsäule. Typisch für das ISG-Syndrom ist die Ausstrahlung der Schmerzen ins Gesäß, die Leiste oder in den Oberschenkel. Häufig sind die Schmerzen einseitig und treten zwar bei Bewegung auf, nehmen beim Gehen aber ab. Bei langem Sitzen nehmen sie wieder zu.

Bandscheibenvorfall:

Schmerzen am Iliosakralgelenk können durchaus in den Oberschenkel ausstrahlen, erreichen aber meist nicht den Unterschenkel. Wenn die Schmerzen den unteren Teil des Beines oder sogar den Fuß erreichen, könnte ein Bandscheibenvorfall vorliegen.

Wirbelkanalverengung:

Aber auch eine Spinalkanalstenose kommt in Betracht. Die Wirbelkanalverengung löst zum Beispiel auch Missempfindungen in den Beinen wie Kribbeln, Kältegefühle oder Schwäche aus. Zunächst treten die Symptome vor allem bei Belastung auf und können so stark werden, dass der Betroffene stehen bleiben muss.

Ischiasnervreizung:

Pochende Schmerzen, die bis ins Gesäß oder Bein ziehen, können im Rahmen einer Ischiasnervreizung entstehen. Meist treten die Beschwerden einseitig auf.

Wann treten die Schmerzen auf?

Schmerzen im linken oder rechten unteren Rücken bei Bewegung oder beim Bücken

Ein Hexenschuss macht sich häufig beim Bücken bemerkbar. Schmerzen im unteren Rücken bei Bewegung können wiederum mit einer Sportverletzung im Zusammenhang stehen. Typisch für das ISG-Syndrom sind Schmerzen, die beim Aufstehen nach längerem Sitzen entstehen.

Schmerzen im unteren Rücken (links oder rechts) im Liegen oder nach dem Schlafen

Schmerz, der in der Rückenlage zunimmt, ist ein Warnsignal. Vor allem, wenn unerklärlicher Gewichtsverlust und ein Schwächegefühl dazukommen. In diesem Fall ist zu prüfen, ob ein gut- oder bösartiger Tumor vorliegt.

Wachen Sie morgens mit Rückenschmerzen auf, könnte Ihre Matratze zu weich oder zu hart sein. Wenn Sie nach dem Aufstehen Probleme haben, könnte auch eine Wirbelgelenkarthrose vorliegen. Pochende Schmerzen im unteren Rücken, die nach dem Schlafen oder nach langem Liegen am schlimmsten sind, können auch auf eine Ischiasnervreizung hindeuten. Auch husten, sitzen oder stehen verschlimmert die Beschwerden, die nur durch Gehen besser werden.

Beschwerden im Sitzen

Treten die Schmerzen vor allem im Sitzen auf oder verschlechtern sich dann, könnte ein ISG-Syndrom oder ein Bandscheibenvorfall vorliegen. Bei einer Hüftgelenkarthrose oder Spinalkanalstenose ist Sitzen häufig kein Problem.

Rückenschmerzen beim Einatmen rechts oder links unter den Rippen

Beim Einatmen erhöht sich der Druck auf den Brustkorb, was bereits bestehende Schmerzen unter den Rippen verstärken kann. Als Ursache kommen alle in diesem Bereich befindlichen Organe, Muskeln und Nerven in Betracht. Es könnte zum Beispiel eine Rippenblockade oder ein Schaden am Zwerchfell vorliegen.

Plötzliche Schmerzen im unteren linken oder rechten Rücken

Plötzlich auftretende, häufig stechende und unter Umständen anhaltende Schmerzen im Bereich des unteren Rückens können Anzeichen eines Hexenschusses sein. Die starken Schmerzen im unteren Rücken können durch eine ruckartige Bewegung oder das Heben schwerer Lasten ausgelöst werden.

VIDEO: Was bei einem Hexenschuss passiert

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Hexenschuss: Was passiert dabei?

Der Hexenschuss kann durch untrainierte Muskulatur oder einen Bandscheibenvorfall ausgelöst werden. Tatsächlich sind plötzliche, extrem starke Schmerzen im unteren Rücken typisch für einen Bandscheibenvorfall. Im Lendenbereich können die Schmerzen bis ins Bein ausstrahlen.

Plötzlich auftretende Schmerzen verursacht auch die sogenannte Spondylolisthese. Sie können sich gürtelförmig nach vorne bis zum Bauch ausbreiten. Häufig nehmen die Beschwerden zu, wenn der Rücken gestreckt ist.

Was tun bei Rückenschmerzen im unteren linken oder rechten Bereich?

Natürlich hängt die Therapie von der Ursache der Rückenschmerzen ab. Bei unspezifischen Schmerzen im unteren Rücken ist jedoch Bewegung die wichtigste Maßnahme. So lösen Sie Muskelverspannungen im unteren Rücken langsam auf. Es ist besser, die Tätigkeiten des alltäglichen Lebens aufrechtzuerhalten, statt Bettruhe zu pflegen. Letztere ist sogar schädlich und kann die Schmerzen verschlimmern.

Was Sie selbst tun können:

  • Suchen Sie sich eine sanfte Sportart aus, die Ihnen Spaß macht und Ihre Rückenmuskulatur kräftigt. Möglich sind zum Beispiel Schwimmen, Radfahren oder Wandern.
  • Wenn Sport ohne Schmerzmittel nicht möglich ist, können Sie beispielsweise Diclofenac oder Ibuprofen zu sich nehmen. Von Paracetamol sehen Sie besser ab, da es sich bei Kreuzschmerzen als wirkungslos erwiesen hat.
  • Wenn Sie einen Bürojob haben, achten Sie darauf, immer wieder aufzustehen und sich zu bewegen. So beugen Sie Muskelverhärtungen im unteren Rücken vor.
  • Achten Sie auf einen ergonomischen Arbeitsplatz.
  • Reduzieren Sie Übergewicht, um die Wirbelsäule zu entlasten.

Unser Wirbelsäulenspezialist Dr. Schneiderhan erklärt Ihnen in diesem Video, welche Übungen Ihrem unteren Rücken jetzt guttun.

VIDEO: 6 einfache Rückenübungen fürs Büro

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Ergonomie am Arbeitsplatz

Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Ihre Rückenschmerzen länger als drei Tage anhalten. Dasselbe gilt, wenn die Schmerzen zunehmen oder weitere Symptome wie Appetitlosigkeit, Atemprobleme, Lähmungserscheinungen oder Fieber dazukommen. Gerne sind wir in unserer Praxisklinik für Sie da! Sie erreichen uns unter +49 89 61 45 100 oder info@orthopaede.com.

Warum zu Dr. Schneiderhan?

  • Orthopäde seit 1993
  • Schwerpunkte: interventionelle Schmerztherapie und minimalinvasive Wirbelsäuleneingriffe
  • Bevorzugung konservativer Verfahren
  • Autor dreier Patientenratgeber und Referent auf Fachkongressen

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