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Antworten auf Ihre Fragen zu Medizin und Gesundheit

Steißbeinschmerzen nach Geburt

So wichtig ist die Zweitmeinung

In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger. Unser interdisziplinäres Fachärzteteam arbeitet fachübergreifend zusammen, um für Sie die bestmögliche Behandlung zu finden.

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Frage

Mein Sohn wurde am 27.02.07 geboren. Danach fing es direkt an, das ich nicht richtig sitzen konnte. Die Ärzte meinten, ich hätte eine Prellung. Würde irgendwann weg gehen. Es wurde nicht besser. Sitzen konnte ich nur auf einem Schwimmreifen. Die Frauenärztin ließ es röntgen, wo festgestellt wurde, daß die letzen beiden Knochen des Steißbeins ausgerenkt waren. Hier hat mir ein Orthopäde/ Osteopath geholfen und hat es mir wieder eingerenkt, was erst auch gut war, dann sich aber wieder verschlimmerte und er es wieder einrenkte. Auch hiernach war es wieder besser. Nach längerer schmerzfreier Zeit fing es aber wieder an. Jetzt war ich gestern wieder hin und er hat nicht wirklich was gemacht und die Schmerzen sind auch nicht weg. Je länger ich sitze, desto mehr schmerzt es. Ich benötige zwar kein Schwimmreifen momentan (wobei letztens saß ich schon wieder drauf), es ist aber einfach unangenehm. Vielleicht ist noch zu erwähnen, dass ich eine Scoliose habe nach links, vor einem Jahr lag sie bei 14%. Schlimm finde ich es auch, wenn man sitzt und wieder aufsteht, da das Gefühl entsteht, dass der Schmerz nach unten zieht. Für ihren Rat danke ich ihnen im voraus. Gruss Anne Sandmann

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte Frau A.,

solche Beschwerden sind nach einer Geburt nicht selten. In den meisten Fällen verschwinden sie nach einigen Monaten wieder. Es gibt in Sanitätshäusern ggf. auch Aufsätze und spezielle Sitzkissen bzw. –ringe. Solange Sie Beschwerden haben, wäre so etwas zu empfehlen. Weitere osteopathische Griffe könnten Sie zusätzlich durchführen lassen. Ggf. könnte auch eine gezielte Spritze sinnvoll sein. Mehr muss in den meisten Fällen nicht unternommen werden. Falls es doch anhaltend zu Beschwerden kommt, wären weiterführende Untersuchungen sicherlich angezeigt, ob nicht beispielsweise die untere LWS oder die Iliosakralgelenke an der Problematik zumindest mitbeteiligt sind.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel/si

Frage

Ich habe seit ca. 2 3/4 Jahren Schmerzen im Steiß, zuerst dachte ich das käme, weil ich Schwanger bin (damals war ich im dritten Monat). Die Schmerzen treten meistens beim Laufen auf, wenn ich zu schnell laufe, dann fühlt es sich an als würde mein Becken am Steiß auseinanderreißen. Seit Dezember 06 arbeite ich im Logistikbereich meiner Firma und fahre mit den Gabelstapler oder mit einem Elektrogabelhubwagen, sie sind beide ungefedert und die fahrbahn ziemlich uneben. Physiotherapie und Muskelaufbau hat auch nicht geholfen, durch den Muskelaufbau kommt es mir sogar schlimmer vor. Dann habe ich mir vor 4 Wochen mein Steiß kaputt genießt, die ersten paar tage konnt ich nicht sitzen, liegen und erst recht nicht lange stehen, jetzt ist es nicht mehr ganz so schlimm, aber sitzen kann ich auch noch nicht richtig und nicht lange. Vor 2 Tagen war ich beim Orthopäden, er wollte mich aber nicht Röntgen. Er sagte, das man da sowieso nichts dran ändern könnte und erzählte mir von einem Steißkissen. Da aber diese Schmerzen meißt beim Laufen oder Bücken auftreten, nützt mir das Steißkissen nur wenn ich sitze.Er gab mir dann noch eine Spritze direckt im Steiß, die mir die Schmerzen von der Prellung etwas nehmen, aber nicht die Schmerzen die mein Steiß auseinanderreißen lässt. Gibt es irgendwie andere Möglichkeiten? Oder muss ich mit den Schmerzen leben?

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte Frau M.,

Steißbeinschmerzen sind in der Tat schwer zu behandeln und oft helfen Spritzen, manchmal aber auch nicht. Dann wäre ggf. zu empfehlen, die Spritzen unter Durchleuchtungskontrolle zu setzen. Zunächst muss man üblicherweise auch keine Röntgenaufnahme anfertigen. Da Sie jedoch derart hartnäckige Schmerzen haben, sollten Sie sich nochmals mit Ihrem Orthopäden in Verbindung setzen, ob nicht doch eine Aufnahme angefertigt werden könnte. Wenn feststeht, was Ihre Beschwerdesymptomatik verursacht, könnte auch gezielt behandelt werden. Mit operativen Eingriffen ist man im Bereich des Steißbeins jedoch außerordentlich zurückhaltend.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. A. Sigel/si

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