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Kyphoplastie

Dauerhafte Stabilisierung von Wirbelkörperfrakturen

Die Kyphoplastie ist ein minimal-invasiver, stationärer Eingriff an der Lendenwirbelsäule oder Brustwirbelsäule, wenn es zum Einbrechen von Wirbelkörpern gekommen ist. Durch das Aufrichten des eingebrochenen Wirbelkörpers mithilfe eines Ballons sowie das Einbringen von Knochenzement wird der Wirbelkörper dauerhaft stabilisiert.

Die Kyphoplastie gilt als Weiterentwicklung der Vertebroplastie und wurde von dem amerikanischen Orthopäden Mark Railey entwickelt. Die Kyphoplastie wenden wir in unserer Praxis in München-Taufkirchen zur Behandlung von einbrechenden Wirbelkörpern etwa bei einer Osteoporose (osteoporotische Frakturen) an – insbesondere dann, wenn der Wirbelkörper stark deformiert ist. Solche Frakturen können aber auch durch äußere Verletzungen oder etwa durch einen Tumor oder Metastasen entstehen. Brüchige Wirbelkörper können beim Patienten schwere Schmerzen und sogar Missempfindungen oder Lähmungen verursachen.

Durch die Kyphoplastie lassen sich die betroffenen Wirbelkörper wieder aufrichten und stabilisieren. Das Tolle an beiden Methoden: In der Regel wird eine sofortige und deutliche Besserung Ihrer Schmerzen erreicht, so dass es manchen Patienten sogar schwer fällt, sich in der zurückgewonnenen Vitalität erst noch schonen zu müssen. Und: Ein durch Knochenzement stabilisierter Wirbelkörper gilt als dauerhaft stabilisiert! Es handelt sich hierbei um ein minimalinvasives Verfahren. Für den Eingriff selbst ist nur ein kurzer stationärer Aufenthalt in unserer Praxis in München-Taufkirchen erforderlich und Alltagstätigkeiten sind nach der Entlassung bald wieder möglich.

Medizinische Grafik: Mikrochirurgische Injektion von Knochenzement

Medizinische Grafik: Mikrochirurgische Injektion von Knochenzement

Symptome eines Wirbelkörperbruchs

Unsere Wirbelsäule ist im Alltag enormen Belastungen ausgesetzt. Dank der Bandscheiben sowie der Flexibilität der Wirbel stellen alltägliche Anforderungen jedoch in der Regel kein Problem dar. Anders verhält es sich bei Unfällen, die mit einer starken und oft ruckartigen Krafteinwirkung auf die Wirbelkörper einhergehen. Daneben gibt es Wirbelkörperbrüche, die infolge von Osteoporose auftreten. Beiden Entstehungsarten ist gemein, dass der Patient bei der Fraktur starke Schmerzen hat. Hinzu können Bewegungseinschränkungen kommen. Diese Symptome treten jedoch nicht zwangsläufig auf – insbesondere bei stabilen Brüchen hat der Patient oft keine Beschwerden. In vielen Fällen bedürfen stabile Brüche darum auch keines operativen Eingriffs.

Behandlung

Der Eingriff wird in Bauchlage unter örtlicher Betäubung oder Narkose sowie unter Röntgenkontrolle durchgeführt. Der Zugang durch die Haut (perkutan) von der Rückenseite zum Wirbelkörper erfolgt mithilfe von zwei dünnen Punktionsnadeln – das schont die Muskulatur und das Stützgewebe im Bereich der Wirbelsäule, so dass schmerzhafte Narbenbildungen und Instabilitäten vermieden werden. Haben wir den Wirbelkörper erreicht, können wir an einem bestimmten Punkt des Wirbelkörpers, dem sogenannten Pedikel, gefahrlos mit der Nadel in den Knochen eindringen.

Über diese Nadeln werden nun zwei Ballons in den Wirbelkörper eingebracht. Durch vorsichtiges, röntgenkontrolliertes Füllen dieser Ballons mit Flüssigkeit unter Druck kann eine gute Aufrichtung des Wirbelkörpers erreicht werden. Nach Erreichen des gewünschten Ergebnisses entfernen wir den Ballon wieder und füllen den entstandenen Hohlraum mit Knochenzement – dabei handelt es sich um ein Zwei-Komponenten-System aus Pulver und Flüssigkeit (Polymethylmethacrylat, kurz PMMA), das ursprünglich für den Einsatz in der Dentalchirurgie entwickelt wurde. Dieses härtet unter Hitzeentwicklung in kurzer Zeit aus und stabilisiert den Wirbelkörper.

Video: Dr. Sommer über die Injektion von Knochenzement

Nach der Behandlung

Seltene Nebenwirkungen

In seltenen Fällen kann es während der Injektion zu einem Austritt von Knochenzement aus dem behandelten Wirbelkörper ins umliegende Gewebe kommen.

Nachbehandlung

Im Anschluss an die Behandlung ist für die Zeit der Zementaushärtung etwa eine Stunde Bettruhe zu wahren. In der Regel kommt es zu einer deutlichen Schmerzreduktion unmittelbar nach der Behandlung oder im weiteren Verlauf. Mit vorsichtigen physiotherapeutischen Übungen zum Lösen der muskulären Verspannungen kann bereits eine Woche nach dem Eingriff begonnen werden.

Arbeitsfähigkeit

Leichte körperliche Arbeiten wie etwa Bürotätigkeiten können Sie bereits nach ein bis zwei Wochen wieder aufnehmen.

Sportfähigkeit

Etwa zwei Wochen lang nach dem Eingriff sollten Sie sportliche Aktivitäten vermeiden. Danach kann die gewohnte Sportaktivität wieder aufgenommen werden. Lediglich das Heben schwerer Lasten sollte für etwa sechs Wochen vermieden werden.

Vorteile der Kyphoplastie im Überblick:

  • schonendes Verfahren durch minimal-invasive Durchführung unter Bildwandlerkontrolle
  • nur ein kurzer stationärer Aufenthalt ist erforderlich
  • bereits vorhandene Verformungen des Wirbelkörpers können wieder ausgeglichen und eine Stabilisierung erreicht werden
  • in der Regel wird eine sofortige und deutliche Besserung der Schmerzen erreicht
  • die Dosis bzw. die Stärke der Schmerzmittel kann im Anschluss fast immer reduziert werden
  • ein durch Knochenzement stabilisierter Wirbelkörper gilt in Fachkreisen als dauerhaft stabilisiert

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