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Mikrolaserbehandlung

Rückenschmerzen verdampfen

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls mit dem Mikrolaser, dient der effektiven und gezielten Schmerzbehandlung. Ärzte unseres Zentrums waren mit die ersten, die die ambulante Mikrolaserbehandlung beim Bandscheibenvorfall in Deutschland eingeführt hatten. Das minimalinvasive Verfahren kommt ohne das Setzen eines Schnitts aus und trägt damit dazu bei, dass operative Eingriffe heutzutage seltener erforderlich sind. Allein in unserer interdisziplinären Praxisgemeinschaft wurden inzwischen über 12.000 Patienten mit dem „Bandscheibenlaser“ behandelt.

Die Bandscheibe leistet Tag für Tag harte Arbeit für den menschlichen Körper: Sie dient als Puffer und Stoßdämpfer zwischen jeweils zwei Wirbelkörpern der Wirbelsäule. Aufgrund unterschiedlicher Ursachen, wie beispielweise steigendes Alter oder Bewegungsmangel, können sich am äußeren Faserring der Bandscheibe Risse bilden. Im schlimmsten Fall bricht der schützende Faserring durch. In der Folge tritt Bandscheibengewebe aus und drückt auf Nerven – ein klassischer Bandscheibenvorfall liegt vor. Dieser kann entweder in der Lendenwirbelsäule (LWS) oder der Halswirbelsäule (HWS) auftreten – beide verursachen Rückenschmerzen sowie eventuell weitere Beschwerden und sollten sofort behandelt werden.

Effekte und Einsatz der Mikrolaserbehandlung

Mikrolaser in Anwendung

Dr. Schneiderhan zeigt Mikrolaser

Eine Mikrolaserbehandlung bei Bandscheibenvorfall erlaubt eine effektive und gezielte Schmerzbehandlung: Durch das Schrumpfen (Shrinking) des Bandscheibengewebes kommt es zu einer signifikanten Entlastung des durch das Bandscheibengewebe bedrängten Nervs. Darüber hinaus hat Dr. Schneiderhan die klassische Laserbehandlung der Bandscheibe weiterentwickelt, so dass unter anderem eine Behandlung auch in besonders engen und schwer zugänglichen Bereichen der Bandscheiben möglich ist. Das von ihm eingeführte PLDN-Verfahren (Perkutane Laserdiskusdekompression und -nukleotomie) mit dem Diodenlaser (Neodym-YAG-Laser) wurde mittlerweile von zahlreichen anderen Ärzten übernommen. Dennoch kommt der Mikrolaser in unserer interdisziplinären Praxisgemeinschaft erst dann zum Einsatz, wenn klassische Therapiemaßnahmen wie Akupunktur oder Massage zu keiner Linderung der Beschwerden führen.

Die Weiterentwicklung durch Dr. Schneiderhan

Dr. Schneiderhan im Gespräch mit einer Patientin

Arzt-Patient-Gespräch

  1. Bei der Mikrolaserbehandlung nach Dr. Schneiderhan lässt sich die Laserenergie in das Bandscheibengewebe gezielter abgeben. Dies schont das nicht beschädigte Bandscheibengewebe.
  2. Darüber hinaus bietet die Weiterentwicklung den großen Vorteil, dass die zum Einsatz kommende Laserfaser erheblich dünner ist, so dass entsprechend dünnere Nadeln eingesetzt werden können. So lässt sich die Einführungsnadel durch die Haut und das Gewebe bis hin zur Bandscheibe schonender platzieren. Benachbarte Strukturen, wie etwa Gefäße und Nerven, werden geschont.
  3. Dritter Vorteil: Die dünnere Laserfaser und damit dünnere Einführungsnadel ermöglichen es, auch in Bandscheibenbereiche vorzudringen, die aufgrund eines erheblichen Verschleißes bereits deutlich an Höhe eingebüßt haben oder bei denen knöcherne Randkantenbildungen den Weg für konventionelle Lasereinführungsnadel versperren. Somit ist das Verfahren also auch besser steuerbar. Das nicht zu behandelnde Bandscheibengewebe wird erhalten und es kommt zu keiner Minderung der Bandscheibenhöhe. Selbst fortgeschrittene Verschleißveränderungen der Bandscheiben können mit dem weiterentwickelten Verfahren nach Dr. Schneiderhan noch behandelt werden.

Vorbehandlung/Diagnostik

Vor der Behandlung steht eine detaillierte Diagnostik, bestehend aus dem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch, einer klinischen Untersuchung und unterstützenden bildgebenden Verfahren wie Röntgen oder einer Magnetresonanztomographie (MRT). Hierfür müssen Sie keine Folgetermine vereinbaren, da sich die Radiologie bei uns im Haus befindet.

Wir führen die Mikrolaserbehandlung der Bandscheiben unter stationären Bedingungen und in Kooperation mit den Anästhesisten in Analgosedierung (Schlafnarkose) oder Intubationsnarkose (ITN) durch. Dabei ist es wichtig, dass möglichst eine vollständige Schmerzfreiheit für den Patienten erzielt wird. Aus diesem Grunde werden die Hautdurchtrittsstellen grundsätzlich lokal betäubt.

Vor einer Mikrolaserbehandlung führen wir eine sogenannte Discographie durch, eine diagnostische Maßnahme an der Bandscheibe: Hierbei wird nach Einführung einer sehr dünnen Punktionsnadel eine kleine Menge eines Röntgenkontrastmittels unter Druck in das Bandscheibengewebe injiziert. Die Discographie beantwortet zwei entscheidende Fragen:

  1. Ist die Bandscheibe bereits soweit degeneriert, dass Blutgefäße und/oder Schmerzfasern in das Bandscheibengewebe bereits eingewachsen sind? Falls ja, verspürt der Patient bei der Einspritzung einen kurzen lokalen Schmerz. Hierbei wird die Schmerzintensität von Grad 0 bis 10 eingeteilt. Bei ausgeprägter Schmerzintensität liegt eindeutig eine Bandscheibenursache (Painfull disc) der Beschwerden vor.
  2. Wie weit ist der Verschleiß der Bandscheibe bereits fortgeschritten? Die Art der Ausbreitung des Röntgenkontrastmittels in der Bandscheibe wird am Bildschirm des Bildwandlers dargestellt und zeigt dem erfahrenen Arzt das Ausmaß der Bandscheibendegeneration. Somit kann er sich ein genaues Bild der Beschaffenheit der Bandscheibe machen und die Laserenergie entsprechend individuell dosieren.

Behandlung

Mikrolaserbehandlung an der Lendenwirbelsäule

Mikrolaserbehandlung LWS: Indikationen

Wir setzen die Mikrolaserbehandlung an der Lendenwirbelsäule für folgende Beschwerden ein:

  • Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall
  • Bandscheibenverschleiß
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom)

Die Besonderheit bei der Laserbehandlung der Bandscheiben der Wirbelsäule liegt darin, dass bei Platzierung der Nadel in das Bandscheibengewebe zuvor die Engstelle, in welcher auch die bedrängte Nervenwurzel verläuft, passiert werden muss. Hierbei wird die Aufmerksamkeit des Patienten gefordert, so dass der behandelnde Arzt ihn fragen kann, ob er eine lokale Schmerzhaftigkeit oder eine ausstrahlende Beschwerdesymptomatik empfindet. So lässt sich eine Verletzung der dort verlaufenden Nervenwurzel effektiv vermeiden. Da sich der Patient in einer leichten Sedierung befindet, empfindet er diese Phase des Eingriffes als nur gering störend oder schmerzhaft.

Nach der Discographie wird durch die bereits gesetzte Punktionsnadel eine Mikrolaserglasfaser direkt in die betroffene Bandscheibe eingeführt und selbige zielgenau mit einem modernen Diodenlaser bestrahlt. Hierbei kommt es zu vier therapeutischen Effekten:

  1. Der Bandscheibengallertkern und der Bandscheibenring mit den anhaftenden vorgefallenen Bandscheibenanteilen schrumpfen (Shrinking-Effekt). Schon durch geringe Volumenreduzierung des die Nervenwurzel komprimierenden Gewebes kommt es oft spontan während des Laservorganges zum Abklingen des ausstrahlenden (radikulären) Schmerzes.
  2. Die schmerzsensiblen Schmerzfasern werden ausgeschaltet.
  3. Durch die wärmebedingte Einschmelzung von Bandscheibengewebe mit Hilfe des Lasers wird die Produktion von Nervenübertragungsstoffe unterbunden und damit die Weiterleitung von Schmerzsignalen an das Gehirn unterbrochen. So werden die meist chronischen Schmerzen beseitigt.
  4. Durch den Laservorgang in der Bandscheibe wird das Kollagengewebe des Faserringes umgewandelt, kleinere Bandscheibeneinrisse werden wieder verschlossen und stabilisiert. Ein Absenken des Zwischenwirbelraumes und die Gefahr der Ausbildung von Beschwerden durch Höhenverlust der Bandscheibe z.B. nach einer Operation (Postnukleotomiesyndrom) werden verhindert.

Laserbehandlung der Bandscheibe:

Mikrolaserbehandlung an der Halswirbelsäule

Mikrolaserbehandlung HWS: Indikationen

Wir setzen die Mikrolaserbehandlung an der Halswirbelsäule bei folgenden Beschwerden ein:

  • Bandscheibenvorwölbung oder Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule mit Nacken-Arm-Schmerzen
  • Chronische Nackenschmerzen
  • Bandscheibenverschleiß (z.B. Chondrose oder Osteochondrose der Halswirbelsäule)

Bei der Discographie setzen wir eine sehr dünne Punktionsnadel unter örtlicher Betäubung seitlich an der Halsvorderseite ein und schieben diese unter Röntgenbildwandlerkontrolle in die betroffene Bandscheibe vor. Wie bei der LWS-Mikrolaserbehandlung gelangt durch diese Punktionsnadel nun die Mikrolaserglasfaser direkt in die betroffene Bandscheibe.

Durch die Einwirkung des Laserlichts auf das Bandscheibengewebe schrumpfen der Bandscheibenkern sowie der Bandscheibenfaserring mit den anhaftenden vorgefallenen Bandscheibenanteilen (Shrinking-Effekt). In der Folge verringert sich das Volumen. Das wiederum entlastet die eingeklemmte Nervenwurzel. Die ausstrahlenden Schmerzen klingen ab. Zusätzlich wandelt sich das Gewebe des Faserringes um. Kleinere Bandscheibeneinrisse verschließen sich wieder. Außerdem kann das Laserlicht die Schmerzrezeptoren des Bandscheibenfaserringes ausschalten und dadurch schmerzlindernd wirken.

Patientenstimme zur Mikrolaserbehandlung bei Bandscheibenvorwölbung

Fast 30 Jahre litt Ramona W. (58) unter massiven Rückenschmerzen und Lähmungserscheinungen. In der MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan konnten ihre Rückenleiden mittels Mikrolaserbehandlung deutlich reduziert werden. Die Woche der Frau berichtet im Artikel “Der Mikrolaser-Eingriff schenkte mir ein neues Leben!” über die Erfahrungen der Patientin.

Nach einer Mikrolaserbehandlung

Nachbehandlung

Das Tragen einer Halskrause nach der Behandlung des Bandscheibenvorfalls im HSW-Bereich ist nicht nötig. Nach einer Behandlung um LWS-Bereich erhalten Sie in den ersten vier bis sechs Wochen ein komfortables, individuell angefertigtes Kunststoffkorsett. Dieses stützt beim Sitzen sowie bei bestimmten Bewegungen.

Zwei Wochen nach dem Eingriff können Sie mit einer abgestimmten Physiotherapie beginnen. Schwerpunkte sollten hier isometrischer Muskelaufbau sowie Erhaltungs- und Bewegungstraining sein. Medizinische Trainingstherapie an Geräten empfehlen wir in der Regel frühestens vier Wochen nach durchgeführtem Eingriff.

Arbeitsfähigkeit

Bürotätigkeiten und leichte körperliche Arbeiten sind nach ein bis zwei Wochen wieder möglich. Körperlich belastende Arbeiten sollen etwa vier Wochen unterbleiben und nach der Wiederaufnahme nur langsam gesteigert werden. Unsere Ärzte empfehlen Ihnen im Rahmen der Nachbehandlung die Optimierung Ihres Arbeitsplatzes nach ergonomischen Gesichtspunkten. Lassen Sie sich diesbezüglich gerne beraten.

Sportfähigkeit

Nach den durchgeführten physiotherapeutischen Behandlungen und Maßnahmen zur Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur unter medizinischer Anleitung kann Schwimmen und Radfahren nach drei Wochen wieder begonnen werden – Radfahren hierbei mit möglichst aufrechter Oberkörperhaltung – Joggen auf weichem Boden nach frühestens vier Wochen. Alle anderen Sportarten sollten je nach Belastungsintensität und Belastungsmuster erst ab der fünften Woche aufgenommen und langsam gesteigert werden. In manchen Fällen empfehlen wir nach durchgeführter Laserbehandlung der Bandscheiben für die ersten vier Wochen das Tragen eines individuell angepassten Überbrückungsmieders für tagsüber. Dieses sollten Sie insbesondere beim Sitzen sowie bei längerem Stehen tragen.

Vorteile der Mikrolaserbehandlung im Überblick:

  • Diese gezielte Schmerzbehandlung ist ein minimalinvasives Verfahren.
  • Über die Hitzeverödung beziehungsweise Verdampfung (Koagulationseffekt) wird eine effektive Behandlung des Bandscheibenschmerzes erreicht.
  • Das die Bandscheibe ersetzende intradiskale Ersatzgewebe verhindert ein Zusammensinken des Zwischenwirbelraumes und somit das Auftreten von Schmerzen nach der Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom).
  • Der zusätzliche Schrumpfungseffekt (Shrinking) der Bandscheibe führt zu einer wirksamen Entlastung der betroffenen Nervenwurzel.
  • In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 Prozent angegeben

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