• Eschenstraße 2 / D–82024 Taufkirchen
  • Amiraplatz 3 / D-80333 München

Rückenschmerzen

Ursachen, Symptome, Behandlung

In Deutschland leiden rund 11 Millionen Menschen unter akuten oder chronischen Rückenschmerzen. Diese gelten inzwischen als neue Volkskrankheit: Immer mehr Arbeitsstunden am PC, Stress und fehlende Bewegung sind häufige Ursachen für einen geplagten Rücken. So hat sich die Zahl der Patienten mit chronischen Schmerzen in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Glücklicherweise gibt es eine ganze Reihe schonender Therapieverfahren, die Schmerzen erfolgreich lindern und den Rücken wieder mobil machen. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu den Ursachen, Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und auch zur Vorbeugung von Rückenschmerzen.

Welche Ursachen haben Rückenschmerzen?

Modell Wirbelsäule

Medizinische Grafik: Wirbelsäule

Ursachen für Rückenschmerzen gibt es viele. Neben zu wenig Bewegung und der einseitigen Körperhaltung im Büro, wirken sich zudem Stress und daraus entstehende Muskelverspannungen negativ auf die Rückengesundheit aus. Ein Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und Übergewicht lässt sich ebenso kaum leugnen. Ungefähr 60 Prozent der Rückenleiden betreffen den unteren Rücken und gehen somit von der Lendenwirbelsäule (LWS) aus, die aus fünf Wirbelkörpern besteht. Darüber hinaus können Rückenschmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule (BWS) und Halswirbelsäule (HWS) entstehen, was aber deutlich seltener der Fall ist.

Ursachen für Rückenschmerzen auf einen Blick:

Welche Symptome haben Rückenschmerzen?

In den meisten Fällen sind Rückenschmerzen harmlos und gehen von selbst wieder zurück. Schmerzen im Rücken können plötzlich auftreten (Hexenschuss), zum Beispiel in Folge einer raschen oder ungünstigen Bewegung. Sie können sich aber auch schleichend entwickeln. Überdies leiden Betroffene oft unter weiteren Begleitsymptomen, wie:

  • Muskelschmerzen
  • einschießende oder stechende Schmerzen
  • Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Probleme, sich gerade aufzurichten
Rückenschmerz Dame

Patient mit Rückenschmerzen, Schonhaltung

Problematisch ist außerdem die Schonhaltung, die Rückengeplagte häufig einnehmen: Denn vermeidet der Patient die Bewegung, die ihm Schmerzen bereitet, führt diese Schonhaltung dazu, dass die Muskeln verspannen oder sich zurückbilden. Als Folge werden die Schmerzen noch stärker und der Patient bewegt sich noch weniger. Ein Teufelskreis beginnt. In diesem Zuge ist eine rechtzeitige Therapie auch deshalb wichtig, damit die Rückenschmerzen nicht chronisch werden – davon spricht man, wenn die Schmerzen länger als drei Monate anhalten. Als Faustregel gilt daher:

 

Dauert der Schmerz im Rücken bereits länger als zwei Wochen an,
sollten Sie die Ursache von einem erfahrenen Orthopäden,
der auf Wirbelsäulenbeschwerden spezialisiert ist, abklären lassen!

 

Wie werden Rückenschmerzen behandelt?

Die Therapie von Rückenschmerzen zielt vor allem darauf ab, dass Patienten baldmöglichst wieder schmerzfrei ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen können. Die Behandlung selbst richtet sich nach den individuellen Ursachen und dem Ausmaß der Beschwerden:

Das hilft gegen Rückenschmerzen:

Wenn es sich um leichte Rückenschmerzen handelt, ist häufig eine Muskelverspannung die Ursache. Dagegen hilft Wärme, damit sich die Muskeln wieder entspannen können. In hartnäckigeren Fällen kann die Schmerztherapie eine sinnvolle Therapiemaßnahme darstellen, um wieder eine normale Bewegung zu ermöglichen und Schonhaltungen zu vermeiden.

Injektion in den Nacken

Behandlungsbeispiel: Injektion in den Nacken

Bei akuten und besonders starken Schmerzen wenden wir Bildwandler-gesteuerte Injektionen an, um eine rasche Schmerzlinderung zu erzielen. Hierbei injizieren wir das schmerz- und bei Bedarf entzündungshemmende Medikament direkt an die betroffene Stelle. So erreichen wir meist eine rasche Schmerzlinderung, benötigen geringere Medikamentenmengen und vermeiden in der Regel eine aufwändige und belastende Operation.

Ihr Vorteil bei uns: individuelles Behandlungskonzept

In unseren Medizinischen Versorgungszentren genießen Sie einige Vorteile: Als interdisziplinäres Kompetenzzentrum begreifen wir den Patienten ganzheitlich und nicht nur aus der Perspektive der jeweiligen Fachdisziplin. Unsere Ärzte arbeiten fachübergreifend zusammen und bilden sich stets auch international fort, um Ihnen die modernste und bestmögliche Therapie zu bieten. Außerdem ersparen wir Ihnen unnötige Folgetermine, denn alle nötigen Untersuchungen werden in der Regel am selben Tag in unseren Räumlichkeiten durchgeführt. Auf diese Weise erhalten Sie so schnell wie möglich ein für Sie maßgeschneidertes Behandlungskonzept. Eine Operation ist übrigens auch für uns die allerletzte Option und wir fassen diese erst dann ins Auge, wenn konservative oder minimalinvasive Maßnahmen keine Linderung bringen.

So beugen Sie Rückenschmerzen vor

Bewegung

Die 5 wichtigsten Tipps gegen Rückenschmerzen:

  • Heben schwerer Lasten: Immer aus den Knien heraus und mit geradem Rücken
  • Auf passende Matratze und Lattenrost achten
  • Auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten
  • Übergewicht reduzieren
  • Bei Bürojob: Mehrmals täglich aufstehen und bewegen

Bewegung, also körperliche Aktivität, ist die wichtigste Voraussetzung für eine gesund funktionierende Wirbelsäule ohne Rückenschmerzen. Bewegung kurbelt den Kreislauf an, so strömt mehr wärmendes Blut durch die Rückenmuskulatur, die Wirbelsäule wird geschmeidiger, Spannungen und Verkrampfungen bauen sich ab. Umgekehrt baut sich neue

Muskelmasse auf, die das gesamte Rückgrat schützt.

Übung für stärkeren Rücken

Patient macht Rückengymnastik

Gymnastik

Um die Rückenmuskulatur zu stärken, ist Rückengymnastik eine gute Wahl. Werden die Übungen regelmäßig durchgeführt, lassen sich schmerzhafte Verspannungen lösen und die Muskeln im Rücken stärken. Erlernen Sie die Übungen von einem Fachmann im Fitnessstudio und im Rahmen eines Rückenkurses. Wenn Sie ungeübt sind, führen Sie die Übungen nicht auf eigene Faust durch – das könnte mehr Schaden anrichten als nützlich sein.

Das richtige Bett

Auch das richtige Bett trägt entscheidet dazu bei, Rückenschmerzen zu verhindern. Lattenrost, Matratze und Kissen sollten sorgfältig ausgewählt und von hoher Qualität sein. Lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten. Schlafen Sie überwiegend auf der Seite, sollte die Matratze weich genug sein, um Schultern und Becken so weit einsinken zu lassen, dass die Wirbelsäule gerade liegt. Das richtige Kissen sorgt dafür, dass auch die Nackenwirbel auf Höhe der Wirbelsäule liegen. Schläft man als Paar gemeinsam im Bett, sollte jeder seine eigene Matratze und seinen eigenen Lattenrost haben, damit jeder auf der Unterlage liegt, die am besten zu ihm passt.

Autofahren ohne Rückenschmerzen

Die zahlreichen Erschütterungen und Ministöße beim Autofahren beeinträchtigen die natürliche Schwingung der Wirbelsäule und setzen das Rückgrat einer erhöhten Dauerbelastung aus. In der Folge kann es zu Rückenschmerzen beim Autofahren kommen. Um dem vorzubeugen, müssen Autositze Erschütterungen gut abfangen können und sich gut an die Beinlänge anpassen lassen. Ein guter Autositz verfügt daher über die folgenden Einstellmöglichkeiten:

  • Die Sitzhöhe und die Sitztiefe sollten jeweils von der Rückenlehne bis zur vorderen Sitzkante verstellbar sein und sich mit wenigen Handgriffen ergonomisch auf die Bedürfnisse des Fahrers einstellen lassen
  • Die Neigung der Sitzfläche sollte verstellbar sein
  • Die Rückenlehne sollte zur Schockreduzierung gepolstert sein und sich sowohl vertikal als auch horizontal verstellen lassen
  • Die Armlehnen sollten breit, gut gepolstert und auf beiden Seiten verstellbar sein, ebenso die Nackenstütze

Rückenschmerzen im Büro vorbeugen

Fast immer sind es eine falsche Sitz- beziehungsweise Körperhaltung und physiologisch völlig ungeeignete Büromöbel, die zu Rückenbeschwerden im Büro führen: Rund 85 Prozent aller im Büro arbeitenden Menschen sitzen zeitweise oder ständig ergonomisch völlig falsch am Schreibtisch. Dabei gibt es einfache Tipps, die helfen:

  • Der Schreibtisch hat eine ideale Höhe, wenn die Unterarme flach aufliegen und mit den Oberarmen einen rechten Winkel bilden. Weil Menschen unterschiedlich groß sind, sollte der Schreibtisch nach Möglichkeit höhenverstellbar sein. Die Arbeitsfläche sollte eine ausreichende Breite von etwa 160 Zentimetern bieten, keine spiegelnde Oberfläche aufweisen, idealerweise leicht nach hinten ansteigen und ebenfalls verstellbar sein. Dies beugt einer ständig verkrampften Sitzhaltung am Computer vor.
  • Der Bürostuhl ist das wichtigste Mobiliar im Büro! Er sollte gepolstert sein, mit abgerundeter Vorderkante und die Sitzfläche so großzügig bemessen, dass das ganze Gesäß auch Platz hat, ohne dass man erst einmal hin und her rutschen muss, um überhaupt eine Sitzposition zu finden. Es dürfen keine Kanten auf die Oberschenkel drücken um die Durchblutung der Beine nicht einzuschränken. Die Sitzfläche sollte nach vorne und hinten beweglich sein, die Rückenlehne hingegen leicht nach vorne gewölbt, um die Lendenwirbel zu stützen und nicht nach hinten absacken zu lassen.

VIDEO: Ergonomie am Arbeitsplatz

Ergonomie am Arbeitsplatz und Rückenübungen fürs Büro

Log - 25 Jahre Kompetenz für Ihre Wirbelsäule
Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Orthopäden
in Taufkirchen auf jameda

jameda Bewertung vom 24.06.2016

Absolut empfehlenswert

"Ich war vor vier Jahren bei Dr. Schneiderhan zur Behandlung und bin seit dem schmerzfrei.Ich habe mich in der Praxis und in der Belegklinik absolut aufgehoben und gut versorgt gefühlt. Ich kann es nur Jedem empfehlen, der vor Rückenschmerzen nicht mehr ein noch aus weiß.Die Anreise von 600 km war jeden "Schritt" wert."