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Rückenschmerzen

Ursachen, Symptome, Behandlung

Akute oder chronische Rückenschmerzen sind inzwischen eine Volkskrankheit geworden, in Deutschland leiden rund 11 Millionen Menschen darunter. Viele Arbeitsstunden am PC und fehlende Bewegung sind häufig die Ursachen dafür. Besonders bedenklich: Die Zahl der Patienten mit chronischen Beschwerden hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dabei gibt es heute eine ganze Reihe schonender Therapieverfahren, die Schmerzen erfolgreich lindern und das Leben wieder lebenswert machen.

In unseren Medizinischen Versorgungszentren als interdisziplinäres Kompetenzzentrum begreifen wir den Patienten ganzheitlich und nicht nur aus der Perspektive der jeweiligen Fachdisziplin. Unsere Ärzte arbeiten fachübergreifend zusammen und bilden sich stets auch international fort, um Ihnen die modernste und bestmögliche Therapie zu bieten. Außerdem ersparen wir Ihnen unnötige Folgetermine – denn alle nötigen Untersuchungen werden in der Regeln am selben Tag in unseren Räumlichkeiten durchgeführt. Auf diese Weise erhalten Sie so schnell wie möglich ein für Sie maßgeschneidertes Behandlungskonzept.

Welche Ursachen haben Rückenschmerzen?

Ursachen für Rückenschmerzen gibt es viele. Neben zu wenig Bewegung und der einseitigen Körperhaltung im Büro, können sich zudem Stress und Muskelverspannungen negativ auf die Rückengesundheit auswirken. Auch ein Zusammenhang zwischen Rückenschmerzen und Übergewicht lässt sich in unserer Gesellschaft kaum leugnen. Ungefähr 60 Prozent der Rückenschmerzen betreffen den unteren Rücken und gehen somit von der Lendenwirbelsäule (LWS) aus. Darüber hinaus können Rückenschmerzen auch im Bereich der Brustwirbelsäule und Halswirbelsäule entstehen, was jedoch weitaus seltener der Fall ist.

Gut zu wissen: Fünf Wirbelkörper bilden zusammen die LWS. Wenn das Gelenk zwischen dem Kreuzbein und dem Darmbein von Schmerzen geplagt wird, spricht man von Schmerzen am Iliosakralgelenk (Iliosakralsyndrom).

Ursachen für Rückenschmerzen auf einen Blick:

  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Zugluft
  • Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule
  • Arthrose
  • Osteoporose
  • Schleudertrauma nach Unfall
  • Bandscheibenvorfall
  • Wirbelkörperbruch
  • Tumoren & Metastasen
  • Knochenverdickung (Morbus Paget)
  • Durchblutungsstörungen im Rückenmark
  • Rückenschmerzen beim Autofahren

Die zahlreichen Erschütterungen und Ministöße beim Autofahren beeinträchtigen die natürliche Schwingung der Wirbelsäule und setzen das Rückgrat einer erhöhten Dauerbelastung aus. In der Folge kann es zu Rückenschmerzen beim Autofahren kommen. Um das zu verhindern, sind folgende Tipps wichtig:

  • Sitztiefe, von der Rückenlehne bis zur vorderen Sitzkante, und die Sitzhöhe sollten verstellbar sein und sich mit wenigen Handgriffen ergonomisch auf die Bedürfnisse des Fahrers einstellen lassen.
  • Auch die Neigung der Sitzfläche sollte verstellbar sein, ebenso die Rückenstütze, sie sollte sich sowohl vertikal als auch horizontal feststellen lassen.
  • Auch die Armlehnen sollten breit, gut gepolstert und auf beiden Seiten verstellbar sein, ebenso die Nackenstütze. Die Rückenlehne sollte zur Schockreduzierung gepolstert sein.
  • Autositze müssen Erschütterungen gut abfangen können, sie müssen sich auch gut an die Beinlänge anpassen lassen.

Da das Therapiekonzept von den Ursachen der Rückenschmerzen abhängt, ist eine umfassende Diagnostik wichtig. Erst wenn wir wissen, wodurch Ihre Rückenschmerzen verursacht werden, können wir Ihnen die für Sie bestmögliche Behandlung empfehlen. Aber keine Sorge: Eine Operation ist auch für uns erst die allerletzte Option und erst dann, wenn konservative oder minimalinvasive Maßnahmen keine Linderung bringen.

Welche Symptome haben Rückenschmerzen?

Rückenschmerzen sind meist im unteren Rücken lokalisiert, können aber auch im Bereich der Brust- oder Halswirbelsäule auftreten. Neben Rückenschmerzen leiden Betroffene manchmal auch unter weiteren Begleitsymptomen:

  • Muskelschmerzen
  • einschießende oder stechende Schmerzen
  • Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen
  • eingeschränkte Beweglichkeit
  • Probleme, sich gerade aufzurichten

Rückenschmerzen können plötzlich auftreten (Hexenschuss), zum Beispiel in Folge einer raschen oder ungünstigen Bewegung. Sie können sich aber auch schleichend entwickeln. Meist sind Rückenschmerzen harmlos und gehen von selbst wieder zurück. Dauert der Schmerz im Rücken bereits länger als zwei Wochen an, sollten Sie die Ursache von einem erfahrenen Orthopäden, der auf Wirbelsäulenbeschwerden spezialisiert ist, abklären lassen.

Wie werden Rückenschmerzen behandelt?

Die Behandlung bei Rückenschmerzen richtet sich nach den individuellen Ursachen und dem Ausmaß der Beschwerden. Eine reichzeitige Therapie ist wichtig, damit die Rückenschmerzen nicht chronisch werden. Von Chronischen Rückenschmerzen spricht man, wenn diese länger als drei Monate anhalten. Patienten sollten baldmöglichst ihren Alltag wie gewohnt fortsetzen können. Denn vermeidet der Patienten ganz selbstverständlich die Bewegung, die ihm Schmerzen bereitet, führt diese Schonhaltung dazu, dass die Muskeln verkrümmen. Als Folge werden die Schmerzen noch stärker und der Patient bewegt sich noch weniger. Ein Teufelskreis beginnt.

Wenn es sich um leichte Rückenschmerzen handelt, ist häufig eine Muskelverspannung die Ursache. Dagegen hilft Wärme, da sich die Muskeln so wieder entspannen können. Aber auch die Schmerztherapie kann eine sinnvolle Therapiemaßnahme darstellen, um wieder eine normale Bewegung zu ermöglichen und falsche Schonhaltungen zu verhindern. Bei akuten und besonders starken Schmerzen wenden wir bildwandlertgesteuerte Injektionen an, um eine rasche Schmerzlinderung zu erzielen. Hierbei wird das schmerz- und bei Bedarf entzündungshemmende Medikament direkt an die betroffene Stelle injiziert. Dadurch erreichen wir meist eine rasche Schmerzlinderung, benötigen geringere Medikamentenmengen und vermeiden meist eine aufwendige und belastende Operation.

Therapie bei Rückenschmerzen:

  • Wärmeanwendungen
  • Schmerzmittel (auch als Spitzen)
  • Gezielte Entspannung
  • Massage
  • Physiotherapie
  • Sport und Bewegung
  • Operative Behandlung

Wie kann man Rückenschmerzen vorbeugen?

Bewegung, also körperliche Aktivität, ist die wichtigste Voraussetzung für eine gesund funktionierende Wirbelsäule ohne Rückenschmerzen. Bewegung kurbelt den Kreislauf an, dann strömt mehr wärmendes Blut durch die Rückenmuskulatur, die Wirbelsäule wird geschmeidiger, Spannungen und Verkrampfungen bauen sich ab. Zudem baut sich neue Muskelmasse auf, die den gesamten Verlauf des Rückgrats schützt.

Um die Rückenmuskulatur zu stärken, ist Rückengymnastik eine gute Wahl. Werden die Übungen regelmäßig durchgeführt, können schmerzhafte Verspannungen gelöst und die Muskeln im Rücken gestärkt werden. Erlernen Sie die Übungen von einem Fachmann im Fitnessstudio und im Rahmen eines Rückenkurses. Wenn Sie ungeübt sind, führen Sie die Übungen nicht auf eigene Faust aus, das könnte mehr Schaden anrichten als nützlich sein.

Auch das richtige Bett trägt entscheidet dazu bei, Rückenschmerzen zu verhindern. Lattenrost, Matratze und Kissen sollten sorgfältig ausgewählt werden und von hoher Qualität sein. Lassen Sie sich am besten von einem Fachmann beraten. Schlafen Sie auf der Seite, sollte die Matratze so weich sein, das Schultern und Becken einsinken können, damit die Wirbelsäule gerade ist. Das richtige Kissen sorgt dafür, dass auch die Nackenwirbel auf Höhe der Wirbelsäule liegen. Schläft man als Paar gemeinsam im Bett, sollte jeder seine eigene Matratze und sein eigenes Lattenrost haben, damit jeder die Unterlage hat, die am besten zu ihm passt.

Rückenschmerzen im Büro: Das hilft

Fast immer sind es eine falsche Sitz- beziehungsweise Körperhaltung und physiologisch völlig ungeeignete Büromöbel, die zu Rückenbeschwerden im Büro führen: Rund 85 Prozent aller Büromenschen sitzen zeitweise oder ständig ergonomisch völlig falsch am Schreibtisch. Dabei gibt es einfache Tipps, die helfen:

  • Der Schreibtisch hat die ideale Höhe, wenn Unterarme flach aufliegen und mit den Oberarmen einen rechten Winkel bilden. Weil Menschen unterschiedlich groß sind, sollte der Schreibtisch nach Möglichkeit höhenverstellbar sein. Die Arbeitsfläche sollte eine ausreichende Breite von etwa 160 Zentimetern haben, keine spiegelnde Oberfläche aufweisen, idealerweise nach hinten geringfügig ansteigen und ebenfalls entsprechend verstellbar sein. Dies beugt einer ständig verkrampften Sitzhaltung am Computer vor. Fußstützen geben den Füßen festen Halt, diese rutschen nämlich sonst auf glatten Böden oder auch Teppichböden ständig hin und her. Die Beleuchtung erfolgt indirekt durch geeignete Lampen, möglichst mit Blendschutz. Der Bildschirm sollte im rechten Winkel zum Fenster stehen, damit einfallendes Tageslicht nicht blendet.
  • Der Bürostuhl sollte gepolstert sein, mit abgerundeter Vorderkante, die Sitzfläche so großzügig bemessen, dass das ganze Gesäß auch Platz hat, ohne dass man erst einmal hin und her rutschen muss, um überhaupt eine Sitzposition zu finden, ehe man den PC einschaltet. Die Kanten dürfen auch nicht auf die Oberschenkel drücken, sonst werden die Beine nicht mehr ausreichend durchblutet. Die Sitzfläche muss nach vorn und hinten beweglich sein. Immerhin ist der Stuhl das wichtigste Mobiliar im Büro. Die Rückenlehne sollte leicht nach vorne gewölbt sein, um die Lendenwirbel zu stützen und nicht nach hinten absinken zu lassen sowie die Schwingungen der Wirbelsäule zu unterstützen.

Video: Allgemeine Informationen über Rückenschmerzen

Video: Ergonomie am Arbeitsplatz

Video: Rückenübungen im Büro

Video: Sport für den Rücken

Tipps gegen Rückenschmerzen

  • Auf passende Matratze und Lattenrost achten
  • Bei Bürojob: Mehrmals täglich aufstehen und bewegen
  • Heben schwerer Lasten: Immer aus den Knien heraus und mit geradem Rücken
  • Übergewicht reduzieren
  • Auf einen ergonomischen Arbeitsplatz achten

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