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Hexenschuss

Der plötzliche Schmerz

Es bedarf nicht viel, um einen Hexenschuss auszulösen. Schon eine abrupte Bewegung oder das Heben einer schweren Last lässt den Schmerz ins Kreuz schießen. Die Medizin spricht dann vom Lumbalsyndrom oder einer Lumbago, vom lateinischen Wort „lumbus“ für „Lende“ stammend. Ein Hexenschuss ist schmerzhaft, aber in aller Regel harmlos und gut behandelbar. Hier erfahren Sie alles zu den Ursachen, Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und auch zur Vorbeugung einer Lumbago.

Welche Ursachen hat ein Hexenschuss?

Patientin bei einer Injektion in den Nacken

Patient mit Hexenschuss

Bei vielen Menschen ist die Rückenmuskulatur durch Bewegungsmangel geschwächt und verkürzt. Eine ungünstige Voraussetzung, denn damit ist der Rücken instabil und nicht für alle Eventualitäten des Alltags gerüstet: Folgt nun eine ungewohnte Bewegung oder Belastung, verspannen und verhärten sich untrainierte Rückenmuskeln sehr gerne, vor allem im Bereich der fünf Wirbelkörper der Lendenwirbelsäule (LWS). Diese Verhärtungen und Verspannungen können das Zusammenspiel der Bänder und Sehnen beeinträchtigen und eine Blockade verursachen – bei einem Hexenschuss betrifft dies meist die kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln. Trotz zum Teil starker Schmerzen ist die Ursache einer Lumbago in den meisten Fällen dagegen harmlos.

Wenn die Schmerzen jedoch über einen längeren Zeitraum nie ganz verschwinden oder gar in Beine und Füße ausstrahlen sowie Taubheitsgefühle und Kribbeln auslösen, müssen krankhafte Veränderungen der Wirbelsäule und daraus entstehende Nervenwurzelreizung ausgeschlossen werden. Dazu zählen:

VIDEO: Dr. med. Reinhard Schneiderhan über Hexenschuss

 

Was bei einem Hexenschuss passiert

Welche Symptome hat ein Hexenschuss?

Der Schmerz sitzt bei einer akuten Lumbago meist zwischen unterem Rippenbogen und Gesäß. Typischerweise treten starke Schmerzen insbesondere beim Aufrichten aus einer gebeugten Haltung auf, sind aber zum Großteil auf eine Seite begrenzt. Patienten beschreiben die Schmerzen als dumpf, drückend, bohrend, ziehend oder stechend, meistens im Bereich der Lendenwirbelsäule und des Kreuzbeins sowie abhängig von der Körperhaltung. Dagegen strahlen die Schmerzen beim Hexenschuss anders als beim Bandscheibenvorfall nicht bis in die Beine (Ischialgie) aus und es treten keine neurologischen Ausfallserscheinungen auf.

Medizinische Grafik: Hexenschuss, Darstellung betroffene Muskulatur

Medizinische Grafik: Hexenschuss, Darstellung betroffene Muskulatur

Zwischen dem Auslöser für den Hexenschuss und den Symptomen können Stunden oder sogar Tage liegen. Manchmal addieren sich verschiedene Belastungen, so dass sich der Schmerz langsam bis zur Lumbago steigert. Wer unter einem Hexenschuss leidet, versucht oft jegliche Bewegung zu vermeiden und verharrt in einer Schonhaltung, was das Leiden jedoch nur weiter in die Länge zieht und im ungünstigsten Fall zu generalisierten Rückenschmerzen führt.

 

Wie wird ein Hexenschuss behandelt?

Erste Hilfe bei einem Hexenschuss

  • Ziehen Sie sich warm an und tragen Sie entzündungshemmende oder schmerzstillende Salben auf.
  • Nehmen Sie leichte, rezeptfreie Schmerzmittel wie Ibuprofen ein.
  • Zur Entspannung des Rückens: Legen Sie sich flach auf den Rücken und winkeln Sie die Beine mit einem größeren Kissen oder Polster unter den Knien an, damit die Wirbelsäule leicht gestreckt wird (Stufenlagerung = Sitzhaltung im Liegen)
  • Sobald es die Schmerzen erlauben, sollten Sie sich wieder bewegen. Eine Schonhaltung kann dazu beitragen, dass sie länger unter den Folgen des Hexenschusses leiden.

Wenn diese Maßnahmen zum Erfolg führen und die Symptome nach spätestens vier Tagen abgeklungen sind, können Sie davon ausgehen, dass Sie von einem unkomplizierten Hexenschuss betroffen waren.

Wegen eines Hexenschusses muss man bei sonst guter Gesundheit meist nicht zum Arzt, da die Beschwerden in der Regel nach einigen Tagen von selbst wieder verschwinden.

 

Halten die Schmerzen jedoch länger als drei Tage an und treten Begleiterscheinungen wie Muskelschwäche, Taubheitsgefühle oder gar Lähmungserscheinungen auf, sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.

Der Hexenschuss wird bei uns in der Regel konservativ behandelt. Hierzu gehören neben körperlicher Schonung, schmerzstillender Medikamente und Wärme auch die Verordnung von Physiotherapie, Massagen und Chirotherapie.

Arzt-Patient-Gespräch

Arzt-Patient-Gespräch

Nach einem Vorgespräch führen wir eine ausführliche Analyse und Diagnostik durch und finden so die Ursache für Ihre Beschwerden. Basierend auf der Diagnose erstellen wir ein für Sie individuell zugeschnittenes Therapiekonzept. Dies können wir am selben Tag in unseren drei medizinischen Versorgungszentren durchführen – Sie müssen also keine weiteren Termine vereinbaren und sparen Zeit.

 

So beugen Sie einem Hexenschuss vor

Der Hexenschuss kann als Warnsignal des Körpers verstanden werden, das anzeigt: Vorsicht, hier stimmt etwas nicht, hier fehlt etwas. Es gilt daher, den Rücken gezielt zu trainieren und zu stärken. Bei empfindlichem Rücken und Neigung zu Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule helfen diese Tipps:

  • Regelmäßige Bewegung
  • Wirbelsäulengymnastik
  • Übergewicht reduzieren
  • Schwere Lasten vorsichtig und aus den Beinen heraus anheben
  • Falsche Haltung beim Sitzen, Tragen oder Stehen vermeiden
  • Rückenfreundlicher Arbeitsplatz

 

Log - 25 Jahre Kompetenz für Ihre Wirbelsäule
Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. , FRCSEd Nikolai Rainov

Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. , FRCSEd Nikolai Rainov

jameda Bewertung vom 20.08.2018

Top Behandlung

"Ich bekam innerhalb von 5 Tagen einen Termin bei Professor Rainov.
Obwohl ich ganz normale Kassenpatientin bin.
Er erklärte mir sehr genau und detailliert, welche Probleme ich hatte und wie die Behandlungsmethoden sind.
Ich entschied mich für eine sofortige OP und wurde von ihm nach 2 weiteren Wochen operiert.
Es ging sehr schnell, ich fühlte mich hervorragend behandelt und betreut. Ich würde ihm meine Gesundheit im Wirbelsäulenbereich jederzeit zu 100 % wieder anvertrauen."

Wir feiern Jubiläum – 25 Jahre Kompetenz für ihre Wirbelsäule!

Wir freuen uns, Sie weiterhin in unseren drei medizinischen Versorgungszentren am Standort München/Taufkirchen oder am Münchner Amiraplatz begrüßen zu dürfen!