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Wirbelkörperfraktur

Ursachen, Symptome, Behandlung

Ursachen für chronische Rückenschmerzen, die Betroffene schon seit Monaten oder Jahren quälen, können vielfältig sein. Einer dieser Gründe kann eine Wirbelkörperfraktur sein.

Meist sind ältere Menschen davon betroffen, die unter Osteoporose leiden. Die Knochen werden aufgrund des Knochenabbaus mit der Zeit immer poröser und somit instabiler. Die Wirbel können in der Folge auch ohne große Krafteinwirkung brechen. Oft reicht schon eine normale Belastung im Alltag aus.

Von diesem sogenannten Sinterungsbruch sind meist die unteren Brustwirbel sowie die oberen Lendenwirbel betroffen. Kommt es gleichzeitig zu mehreren dieser Wirbelkörperbrüche, verkürzt sich der Rumpf und es kommt zur Entstehung eines Buckels (Witwenbuckel).

Soweit möglich und sinnvoll behandeln wir den Wirbelkörperbruch konservativ, um Ihnen die Schmerzen zu nehmen und eine Operation zu vermeiden. Basierend auf einer ausführlichen Analyse und Diagnostik, die wir am selben Tag in unseren Räumlichkeiten durchführen, empfehlen wir Ihnen ein für Sie maßgeschneidertes Behandlungskonzept.

Welche Ursachen hat die Wirbelkörperfraktur?

Eine Wirbelkörperfraktur kann aufgrund eines Abbaus der Knochensubstanz oder durch einen Unfall entstehen:

  • Traumatisch: Der Wirbelkörperbruch entsteht im Rahmen eines Unfalls (z. B. Treppensturz oder Autounfall mit Aufprall und Stauchung der Wirbelsäule).
  • Erkrankung: Neben der osteoporotischen Wirbelkörperfraktur können auch Knochenmetastasen bei einer Tumorerkrankung für die Schwächung der Knochenstruktur verantwortlich sein.

Welche Symptome hat die Wirbelkörperfraktur?

Ein Wirbelkörperbruch kann für den Betroffenen sehr schmerzhaft sein. Wird der Bruch nicht behandelt, können die Schmerzen chronisch werden. Häufig strahlen die Schmerzen auch aus und sind für den Patienten schwer zu lokalisieren. Durch den Wirbelkörperbruch kommt es außerdem zu Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule und somit zu einem erheblichen Verlust der Lebensqualität. Aber auch Anzeichen einer Rückenmarksverletzung, wie Lähmungen sowie Taubheitsgefühl im Bereich der Arme und Beine oder Funktionsstörungen beim Entleeren von Blase und Darm, können auf eine Wirbelkörperfraktur hinweisen.

Wie wird die Wirbelkörperfraktur behandelt?

Um die Wirbelkörperfraktur effizient behandeln zu können, führen wir in erster Linie eine ausführliche Analyse und Diagnostik in unseren Räumlichkeiten durch. Denn anhängig davon, ob es sich um eine stabile oder instabile Fraktur handelt, unterscheiden sich die Therapiemöglichkeiten.

Ein stabiler Wirbelkörperbruch betrifft nur die vordere Säule des Wirbelkörpers und kann in der Regel gut konservativ behandelt werden. Bettruhe und Schmerzmittel sowie Physiotherapie und Muskelkräftigungsmaßnahmen zählen zu den konservativen Behandlungsoptionen. Eventuell kann eine Stabilisierung durch einen Kragen oder ein Stützkorsett unterstützend wirken.

Minimalinvasive Therapien kommen dann zum Einsatz, wenn die Gefahr einer Rückenmarksverletzung aufgrund eines instabilen Wirbelkörperbruchs besteht. Dieser liegt vor, wenn die mittlere Säule (z.B. die Wirbelkörperhinterkante) oder die dorsale Säule (z.B. Wirbelgelenke) betroffen sind. Auch wenn die Schmerzen sehr stark sind oder es zu einem großen Höhenverlust des betroffenen Wirbels gekommen ist, kann ein minimalinvasiver Eingriff angezeigt sein.

Der instabile Wirbelkörperbruch wird in unseren drei spezialisierten Medizinischen Versorgungszentren je nach Befund häufig die Kyphoplastie oder Vertebroplastie angewandt. Dank dieser neuen, minimalinvasiven Verfahren können offene, sehr belastende Operation vermieden werden.

Bei der Vertebroplastie führen wir eine dünne Punktionsnadel unter Röntgenkontrolle zum Wirbelkörper und spritzen den flüssigen Knochenzement gefahrlos in den Knochen ein. Nach dem Aushärten des Zementes ist der Wirbelkörper wieder stabilisiert. Ist der Wirbelkörper stark deformiert, führen wir eine Ballon-Kyphoplastie durch. Das Verfahren ähnelt der Vertebroplastie, jedoch wird der Wirbelkörper vor der Zementeinspritzung mithilfe eines Ballons aufgerichtet.

Der Zugang durch die Haut mit der dünnen Punktionsnadel schont die Muskulatur und das Stützgewebe im Bereich der Wirbelsäule. Dadurch können wir Instabilitäten und schmerzhafte Narbenbildungen vermeiden und unseren Patienten eine Operation ersparen.

Ist der Wirbelkörperbruch infolge eines Traumas entstanden, kann eine Spondylodese helfen. Dabei wird der gebrochene Wirbel mit einem System aus Schrauben und Stäben versteift.

Wirbelkörperfraktur: Vorbeugen

Das Risiko für eine Fraktur kann man reduzieren. Besteht eine Grunderkrankung wie Osteoporose, kann die richtige und frühzeitige Behandlung einen späteren Wirbelkörperbruch verhindern. Wer darüber hinaus bei sportlichen Aktivitäten und im Alltag umsichtig ist, hat schon viel für die Prävention getan.

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Gut zu wissen

Die Physiotherapie kann helfen, die Heilung zu beschleunigen. Starke Rückenmuskeln entlasten den betroffenen Wirbel. Eine Physiotherapie kann jedoch erst beginnen, wenn der Knochen vollständig geheilt ist. Sonst besteht die Gefahr, dass es zu einem erneuten Bruch kommt.