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Wirbelkörperfraktur

Schmerzhaft, aber gut behandelbar

Zu einer Wirbelkörperfraktur kommt es entweder durch Gewalteinwirkung oder weil die Knochenstruktur etwa im Zuge einer Osteoporose bereits vorgeschädigt ist. Der Bruch kann dabei verschiedene Stellen oder Wirbelteile betreffen, meist jedoch die Lenden- oder Brustwirbelsäule. In manchen Fällen quälen sich Betroffene Monate oder gar Jahre mit chronischen Rückenschmerzen durch einen Wirbelkörperbruch – dabei lässt er sich sehr gut behandeln!

Welche Ursachen hat eine Wirbelkörperfraktur?

Eine Wirbelkörperfraktur kann entweder durch einen Unfall oder durch Abbau von Knochensubstanz und daraus resultierender erhöhter Bruchanfälligkeit entstehen:

  • Traumatisch: Der Wirbelkörperbruch entsteht im Rahmen eines Unfalls (Treppensturz, Sport- oder Autounfall mit Aufprall und Stauchung der Wirbelsäule)
  • Erkrankung: Betrifft in den meisten Fällen die Osteoporose, die den Knochen porös werden lässt. Neben dieser sogenannten osteoporotischen Wirbelkörperfraktur können auch rheumatische Erkrankungen oder Knochenmetastasen bei einer Tumorerkrankung (Krebs) zu einer Schwächung der Knochenstruktur führen.

Meist sind ältere Menschen, die unter Osteoporose leiden, von einem Wirbelkörperbruch betroffen. Die Knochen werden aufgrund des Knochenabbaus mit der Zeit immer poröser und somit instabiler. In der Folge können die Wirbel auch ohne große Krafteinwirkung brechen – oft reicht schon eine normale Belastung im Alltag aus. Von diesem sogenannten Sinterungsbruch sind meist die unteren Brustwirbel sowie die oberen Lendenwirbel betroffen. Ist ein Wirbelbruch an der Halswirbelsäule entstanden, betrifft dieser meistens die unteren Halswirbel. Entstehen gleichzeitig mehrere dieser Wirbelkörperbrüche, verkürzt sich der Rumpf und es kommt zur Entstehung eines Buckels (sogenannter Witwenbuckel).

Welche Symptome hat eine Wirbelkörperfraktur?

Medizinische Grafik: (Osteoporotische) Wirbelkörperfraktur

Medizinische Grafik: (Osteoporotische) Wirbelkörperfraktur

Eine Wirbelkörperfraktur ist meist sehr schmerzhaft. Wird der Bruch nicht behandelt, können chronische Rückenschmerzen entstehen. Häufig strahlen die Schmerzen auch aus und sind für Betroffene schwer zu lokalisieren. Der Wirbelkörperbruch führt außerdem zu Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule und somit zu einem erheblichen Verlust der Lebensqualität. Aber auch Anzeichen einer Rückenmarksverletzung, wie Lähmungen, Taubheitsgefühle im Bereich der Arme und Beine oder Funktionsstörungen beim Entleeren von Blase und Darm können auf eine Wirbelkörperfraktur hinweisen.

Wie wird eine Wirbelkörperfraktur behandelt?

Behandlung einer Wirbelkörperfraktur

Stabiler Bruch

Konservativ vor Knochenheilung:

  • Bettruhe
  • Schmerzmittel
  • Orthese (Stützkorsett)

Konservativ nach Knochenheilung:

Instabiler Bruch

Minimal-invasiv:

  • Vertebroplastie
  • Kyphoplastie

Operativ:

Spondylodese

Soweit möglich und sinnvoll behandeln wir den Wirbelkörperbruch konservativ, um Ihnen einerseits die Schmerzen zu nehmen und andererseits eine Operation zu vermeiden. Basierend auf einer ausführlichen Analyse und Diagnostik, die wir am selben Tag in unseren Räumlichkeiten durchführen, empfehlen wir Ihnen ein für Sie maßgeschneidertes Behandlungskonzept. Abhängig davon, ob es sich um eine stabile oder instabile Fraktur handelt, unterscheiden sich die Therapiemöglichkeiten:

Der instabile Wirbelkörperbruch

Physiotherapie am Patienten

Behandlungsbeispiel: Physiotherapie am Patienten

Minimalinvasive Therapien kommen dann zum Einsatz, wenn die Gefahr einer Rückenmarksverletzung im Zuge eines instabilen Wirbelkörperbruchs besteht. Dieser liegt vor, wenn die mittlere Säule oder die dorsale Säule des Wirbelkörpers betroffen sind. Zur mittleren Säule gehört die sogenannte Wirbelkörperhinterkante, also die hintere Fläche eines Wirbelkörpers, und  zur dorsalen Säule zählen insbesondere die Wirbelgelenke. Auch wenn die Schmerzen sehr stark sind oder es zu einem großen Höhenverlust des betroffenen Wirbels gekommen ist, kann ein minimalinvasiver Eingriff angezeigt sein.

Minimal-invasiver Eingriff

Zur Behandlung eines instabilen Wirbelkörperbruchs wenden wir in unseren drei spezialisierten Medizinischen Versorgungszentren je nach Befund häufig die Vertebroplastie oder Kyphoplastie an: Dank dieser neuen, minimalinvasiven Verfahren können offene Operationen und schmerzhafte Narbenbildungen vermieden werden. Der Zugang durch die Haut erfolgt durch eine dünne Punktionsnadel – das schont die Muskulatur und das Stützgewebe im Bereich der Wirbelsäule:

Bei der Vertebroplastie führen wir die Punktionsnadel unter Röntgenkontrolle zum Wirbelkörper und spritzen den flüssigen Knochenzement gefahrlos in den Knochen ein. Nach dem Aushärten des Zementes ist der Wirbelkörper wieder dauerhaft stabilisiert. Ist der Wirbelkörper stark deformiert, führen wir eine Ballon-Kyphoplastie durch. Das Verfahren ähnelt der Vertebroplastie, jedoch wird der Wirbelkörper vor der Zementeinspritzung mithilfe eines Ballons erst aufgerichtet.

Medizinische Grafik: Mikrochirurgische Injektion von Knochenzement

Medizinische Grafik: Mikrochirurgische Injektion von Knochenzement

Wenn nichts anderes hilft: Operation

Ist der Wirbelkörperbruch infolge eines Traumas entstanden und entsteht eine ausgeprägte Deformierung des Wirbelkörpers mit zusätzlicher Beteiligung der Hinterkante des Wirbelkörpers, kann eine Spondylodese helfen. Dabei wird der gebrochene Wirbel mit einem System aus Schrauben und Stäben mit den angrenzenden Wirbeln verblockt.

So lässt sich einer Wirbelkörperfraktur vorbeugen

Das Risiko für eine Fraktur kann man reduzieren. Besteht eine Grunderkrankung wie Osteoporose, kann die richtige und frühzeitige Behandlung einen späteren Wirbelkörperbruch verhindern. Wer darüber hinaus bei sportlichen Aktivitäten und im Alltag umsichtig ist, hat schon viel für die Prävention getan.

Log - 25 Jahre Kompetenz für Ihre Wirbelsäule
Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. , FRCSEd Nikolai Rainov

Prof. Dr. med. habil. Dr. h. c. , FRCSEd Nikolai Rainov

jameda Bewertung vom 21.08.2017

Prof. Rainov, ein Neurochirug des Vertrauens

"Nach 5 Jahren mit gesteigerten Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im rechten Bein nahm ich
Kontakt mit der Praxisklinik Dr. Schneiderhan auf. Nach einer stationären Schmerztherapie hatte ich
bereits nach wenigen Wochen das für die OP entscheidende Gespräch bei Prof. Rainov.
Was mir diesbezüglich zuvor in meiner Wohnumgebung empfohlen wurde, war für mich nicht akzeptabel.
Die OP erfolgte in der Isarklinik München nach einer sehr gründlichen Vorbereitung durch die diensthabende Anästhesistin. Die OP umfasste die mikrochirurgische Dekompression L3/4 undL4/5
einschließlich der Freilegung der Spiralnerven.
Beim 1. Aufstehen war der brutale Unterschenkelschmerz weg, die Oberschenkel waren nicht mehr verhärtet und die Beckenbodenmuskulatur konnte nach langer Zeit wieder ihre Aufgaben erfüllen.
Nach intensiven Operationstagen besuchte mich Prof. Rainov viermal, kontrollierte jeweils die OP- Stelle
( Schnittl. ca. 4,5 cm ) und erkundigte sich nach meinem Befinden.
Bereitwillig beantwortete er Fragen zur OP und zur Operationstechnik. Leider war das abendliche Zeitfenster dafür zu kurz. Die Patientenbetreuung erfolgte durch das Personal der Klinik.
Eine verordnete Orthese wurde von mir außerhalb der Wohnung 5 Wochen getragen. Physiotherapie
habe ich nach 10 Wochen in Anspruch genommen.

Fazit nach 5 Monaten:
Kein Beinschmerz,
Oberschenkelmuskulatur beiderseits und Gesäßmuskulatur rechts wieder aufgebaut,
rechtes Knöchelgelenk wieder ausreichend beweglich,
der 5 Jahre nervlich geschädigte rechte Vorderfuß kann auch mit Strombehandlung nicht aktiviert werden und bereitet beim Laufen mitunter Probleme,
beim morgendlichen Aufwachen sind manchmal vorsichtige Bewegungen erforderlich, um Beinkrämpfe zu vermeiden.

Ich bin glücklich, dass ich für die OP Prof. Rainov zugeordnet wurde. Das sehr gute Ergebnis hat mir
meine Schaffenskraft für die Bewirtschaftung eines großen Grundstückes wiedergegeben.
Den zweimaligen Fahraufwand ( Entfernung 500 km) würde ich wieder aufbringen."

Wir feiern Jubiläum – 25 Jahre Kompetenz für ihre Wirbelsäule!

Wir freuen uns, Sie weiterhin in unseren drei medizinischen Versorgungszentren am Standort München/Taufkirchen oder am Münchner Amiraplatz begrüßen zu dürfen!