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Extrakorporale Stoßwellentherapie

Gebündelte Schallwellen gegen den Schmerz

Bereits seit 20 Jahren kommen Stoßwellen zur Zertrümmerung von Nieren- und Gallensteinen zum Einsatz. In abgewandelter Form nutzt die Orthopädie diese Schallimpulse mit besonders hoher Energie auch zur Behandlung von Erkrankungen des Bewegungsapparates: Fokussierte Schallwellen regen die Kalkauflösung an, wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd. Auch bei starken Beschwerden kann die Therapieform große Dienste leisten. In vielen Fällen lässt sich durch die extrakorporale Stoßwellentherapie sogar eine Operation erfolgreich vermeiden.

Extrakorporale Stoßwellentherapie: Wirkprinzip

Nieren- und Gallenstein

Medizinische Grafik: Zertrümmerung von Nieren- und Gallensteinen

In der Medizin werden Stoßwellen elektromagnetisch mithilfe eines speziellen Geräts, der Schallsonde, erzeugt und auf die betreffende Körperstelle gerichtet. Die Wellen durchdringen Haut und elastisches Gewebe wie Muskeln und Fett, ohne sie zu verletzen. Ihre Energie setzen sie erst frei, wenn sie auf festen Widerstand treffen. So zertrümmern sie etwa Verkalkungen oder Nierensteine. Außerdem werden körpereigene Heilungsprozesse angeregt: So ist es möglich, geschädigtes Gewebe nicht nur zu reparieren, sondern sogar eine Regeneration zu erreichen.

Die entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung der Stoßwelle entsteht durch Stimulierung der in der Haut vorhandenen Nozizeptoren – das sind Nervenendigungen, die Informationen über Reizungen an das Gehirn weiterleiten. Bei der mechanischen Reizung dieser Nozizeptoren kommt es zur Freisetzung von Neuropeptiden wie zum Beispiel „CGNRP“ oder der „Substanz-P“. Dadurch entsteht eine lokale Entzündungsreaktion mit Veränderung der Durchblutung – heilende Prozesse können in Gang gesetzt werden.

Extrakorporale Stoßwellentherapie: Einsatzgebiete

Indikationen

Durch die extrakorporale Stoßwellentherapie können verschiedenste Beschwerden im Bewegungsapparat gelindert werden. Zu den häufigsten Anwendungen zählen die Behandlung von Fersenschmerzen, der Kalkschulter und des Tennisarms. Allerdings ist eine genaue Diagnose vor der Behandlung essentiell, denn es gibt auch Gegenanzeigen der Stoßwellentherapie:

Kontraindikationen

Indikationen der Stoßwellentherapie:

  • Kalkschulter
  • Schultersteife
  • Heilungsstörungen bei Knochenbruch (Pseudarthrose)
  • Tennisellenbogen
  • Golferellenbogen
  • Fersensporn
  • Gelenknahe (periartikuläre) Weichteilverkalkungen
  • Chronische Sehnenansatzbeschwerden

Bei bestimmten Erkrankungen darf eine Stoßwellentherapie nicht durchgeführt werden. Dazu gehören Gerinnungsstörungen, bösartige Tumore, akute Entzündungen im Behandlungsgebiet, Patienten mit Herzschrittmacher oder eine Schwangerschaft. In diesen Fällen bieten wir Ihnen selbstverständlich eine fachkundige Beratung und klären mit Ihnen, welches Verfahren für Ihre Beschwerden am besten geeignet ist.

Da noch nicht hinreichend geklärt ist, ob die Stoßwellentherapie bewährten Behandlungsmethoden überlegen ist, wird sie leider (noch) nicht von den gesetzlichen Krankenkassen getragen und muss selbst bezahlt werden!

Extrakorporale Stoßwellentherapie: Behandlung

Dr. Daczo Stoßwellentherapie an der Ferse | MVZ Dr. Schneiderhan & Kollegen

Behandlungsbeispiel: Stoßwellentherapie am Patienten

Je nach Befund behandeln wir mit nieder-, mittel- oder hochenergetischen Stoßwellen. Damit diese im gewünschten Bereich wirken und umliegendes Gewebe nicht belasten, muss ihre Energie auf den zu behandelnden Bereich fokussiert werden. Im Rahmen einer ausführlichen Diagnostik berechnen wir daher zuerst die nötige Fokussierung.

Bei der Behandlung wird nun der betroffene Bereich von außen durch den Schallkopf mit Stoßwellen „beschossen“. Hierzu wird der Patient stabil gelagert und falls nötig örtlich betäubt. Durch ein mit Wasser gefülltes Kissen übertragen wir die Stoßwellen direkt in den schmerzenden Körperteil.

Vorteile & Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen der Stoßwellentherapie sind in aller Regel harmlos und führen nicht zu Komplikationen: In seltenen Fällen berichteten Patienten nach der Behandlung über kurzzeitige Rötungen, Blutergüsse, Schwellungen oder eine vorübergehende Intensivierung des Schmerzes im Behandlungsgebiet. Während der Behandlung spüren Patienten nur wenig, so dass eine lokale Betäubung meist nicht benötigt wird. Der jeweilige Nutzen der Anwendung für den Patienten ist jedoch recht unterschiedlich.

Nach der Behandlung

Tritt nach der Behandlung eine vorübergehende Verstärkung der Schmerzen auf, erhalten Sie schmerzstillende Medikamente. Bei der Behandlung der Kalkschulter empfiehlt sich eine ein- bis zweitägige Schonung. Vor allem Tätigkeiten, bei denen die Hände über dem Kopf gehalten werden müssen, sollten vermieden werden. Die meisten Tätigkeiten können jedoch gleich nach der Behandlung fortgeführt werden.

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