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Schulter

Ursachen, Symptome und Therapie von Schulterschmerzen

Wenn die Bewegungsfreiheit durch Schulterschmerzen eingeschränkt ist, leidet auch die Lebensqualität – denn die Schulter ist an vielen Bewegungen des Alltags beteiligt. Bei chronischen Schmerzen in der Schulter sollten Sie mögliche Ursachen wie eine Entzündung des Schleimbeutels, eine Arthrose des Schultergelenks, eine Kalkschulter oder ein Impingement-Syndrom von einem erfahrenen Orthopäden abklären lassen. Bei uns sind Sie mit diesen Fragen genau an der richtigen Adresse.

Die folgende Übersicht zeigt die häufigsten Ursachen von Schulterschmerzen und deren wichtigsten Symptome auf:

Schmerzen in der Schulter

Schmerzen in der Schulter

Formen von Schulterbeschwerden

In die Schulter ausstrahlende Schmerzen

Ursache

Schulterschmerzen entstehen häufig gar nicht in der Schulter selbst, sondern die Ursache liegt in Nackenschmerzen, die sich bis in die Schulter ziehen. Auslöser für solche ausstrahlenden Schmerzen können  Nervenentzündungen, Nerveneinklemmungen oder ein Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule sein.

Symptome

Sind Nervenwurzeln im Bereich der Halswirbelsäule gereizt, können die Schmerzen bis in die Hand ausstrahlen und mit Empfindungsstörungen und Muskelschwäche einhergehen. Von der betroffenen Körperstelle kann ein Orthopäde auf die jeweils betroffene Nervenwurzel schließen, da es eine klare anatomische Zuordnung gibt.


Verletzung der Sehne oder Riss

Ursache

Ist eine oder mehrere Sehnen der vier Muskeln, die die sogenannte Rotatorenmanschette bilden, verletzt oder gerissen, spricht man von einer Rotatorenmanschettenruptur. Im höheren Alter sind solche Risse und damit häufig verbundene Ausrenkungen des Schultergelenks (Luxation) wegen degenerativen Prozessen der Gewebe und Festigkeitsverlusten schon durch eigentlich harmlose Unfälle möglich.

Symptome

Neben Schmerzen am Schultergelenk stehen auch Schwellungen im Vordergrund, vor allem aber Bewegungseinschränkungen: Das seitliche Anheben des Armes ist nicht mehr oder nur unter starken Schmerzen möglich. Selbst das passive Anheben des Armes führt zu Schmerzen.


Ausgerenkte Schulter

Ursache

Die Schulterluxation ist die am häufigsten auftretende Ausrenkung unter den großen Gelenken des Körpers. In den meisten Fällen kommt es durch ein Trauma bzw. einen Unfall zu einer schmerzhaften Ausrenkung des Schultergelenks, allerdings kann der Oberarmkopf (Caput humeri) auch durch entsprechende Veranlagung öfter aus der Schultergelenkpfanne springen, etwa bei Bindegewebsschwäche oder kleinen Fehlbildungen der Gelenkpfanne.

Symptome

Die ausgerenkte Schulter macht sich unverkennbar durch starke Schmerzen, eine eingeschränkte Beweglichkeit und eine veränderte Schulterform bemerkbar. Bei der Schädigung von Gefäßen oder Nerven sind Störungen der Durchblutung, Motorik und Empfindlichkeit im Arm möglich.


Schleimbeutelentzündung

Ursache

Der Schleimbeutel der Schulter ist der größte des menschlichen Körpers. Seine Aufgabe ist es, die hohen mechanischen Belastungen zwischen Knochen und Gewebe auszugleichen. Eine Reizung entsteht durch langfristige Fehlbelastungen oder spontane Überbelastungen.

Symptome

Bei einer beginnenden Entzündung des Schleimbeutels (nahe des Schultergelenks) treten die in der Regel stechenden Schmerzen langsam auf und zeigen sich beispielsweise bei bestimmten Bewegungen, wie beim Heben des Armes. Bei fortdauernder Belastung verstärken sich die Schmerzen und Schwellungen. Lokale Hitzegefühle sind möglich.


Schulterarthrose

Ursache

Eine Arthrose des Schultergelenks bildet sich durch langjährigen Verschleiß des Gelenkknorpels, der somit immer schlechter dafür sorgen kann, dass die Schulterknochen nicht direkt aneinander reiben. Schulterverletzungen durch Unfälle können bereits in jungen Jahren die Gefahr einer Schulterarthrose erhöhen.

Symptome

Betroffene einer arthrotischen Schulter verspüren meist tiefliegende, dumpfe Schulterschmerzen, die beim Liegen oder zu Beginn einer Bewegung auftreten. Schließlich schmerzt jede Bewegung und das Gelenk versteift zunehmend.


Kalkschulter

Ursache

Bei einer Kalkschulter wandelt sich das Gewebe der Schultersehne durch eine lokale Minderdurchblutung zu Faserknorpelgewebe um – im weiteren Verlauf lagert der Körper dort zunehmend Kalk ein. Meistens tritt eine Kalkschulter im Alter von 35 bis 50 Jahren erstmals auf und Frauen sind etwas häufiger betroffen als Männer.

Symptome

Viele Betroffene leben zunächst mit einer Kalkschulter, ohne es zu bemerken, denn der Krankheitsverlauf ist oft still und unauffällig. Im späteren Stadium kann es jedoch relativ plötzlich zu schubhaften, stark stechenden Schulterschmerzen kommen, die Betroffene in ihrer Beweglichkeit einschränken.


Impingement-Syndrom (Engpass-Syndrom)

Ursache

Aus dem Englischen „to impinge“ steht zu Deutsch für „anschlagen“. Folglich schlägt bei einem Impingement-Syndrom der Kopf des Schultergelenks an das Schulterdach, weil es dort durch Reizung und Degeneration von Sehnen und Schleimbeutel zu eng geworden ist. Ein anderer Name für die Erkrankung lautet daher auch „Schulterenge“.

Symptome

Die Schmerzen in der Schulter sind nicht ständig präsent, sondern treten nur in bestimmten Situationen auf – vor allem bei Arbeiten über Kopfhöhe, bei seitlichem Abspreizen des Arms und nachts, wenn man sich auf die betroffene Seite dreht. Die Schulterschmerzen können dann aber auch in den Arm ausstrahlen.

Wie werden Schulterschmerzen behandelt?

Diagnostik

Medizinische Grafik: Schultergelenk

Medizinische Grafik: Schultergelenk

Wir haben langjährige Erfahrung in der Diagnose und Therapie von chronischen und akuten Schulterschmerzen und Schultererkrankungen und helfen Ihnen gerne, Ihre Beschwerden loszuwerden. In erster Instanz erstellen wir eine ausführliche Diagnose, um die Ursache für die Beschwerden des Patienten ausfindig zu machen und gezielt zu bekämpfen. Hierzu stehen uns neben der körperlichen Untersuchung alle nötigen bildgebenden Verfahren, wie etwa Röntgen, CT oder MRT in unseren vier medizinischen Versorgungszentren zur Verfügung – Sie müssen also keine weiteren Termine vereinbaren und sparen Zeit bei der Behandlung. Basierend auf der Diagnose erstellt unser interdisziplinäres Fachärzteteam ein für Sie individuell zugeschnittenes Therapiekonzept, um Ihnen ein möglichst schmerzfreies Leben ohne Bewegungseinschränkungen zu ermöglichen.

Konservative Therapie

Da das Leitsymptom die Schmerzen in der Schulter sind, richtet sich auch die Behandlung vor allem an die Beseitigung der Schmerzen. Unser Ziel ist es, die Schmerzen in der Schulter schnell zu lindern und weitere Folgeerkrankungen zu vermeiden. Die konservative Therapie kombiniert hierzu Schmerztherapieverfahren mit aktiver Krankengymnastik. Je nachdem, welche Erkrankung vorliegt, nutzen wir entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen mit Hyaluronsäure. Weitere konservative Therapiemaßnahmen wie zum Beispiel die Stoßwellentherapie (Kalkschulter) oder Wärme- sowie Kältebehandlungen können die Beschwerden rasch lindern.

Operative Therapie am Schultergelenk

Erst wenn wir Ihre Beschwerden mit konservativen Therapiemaßnahmen nicht ausreichend behandeln können, kommen operative Maßnahmen in Betracht – aber auch hier zunächst nur minimal-invasive Verfahren: Besondere Bedeutung hat die Gelenkspiegelung (Schulterarthroskopie): Mit dieser Methode lassen sich beispielsweise ein entzündeter Schleimbeutel oder Kalkablagerungen bei einer Kalkschulter entfernen. Dabei setzen wir nur einige kleine Schnitte, durch die wir die Instrumente einführen (minimal-invasiv). Diese heilen in der Regel schnell und hinterlassen kaum sichtbare Narben. Einzig bei der Behandlung einer fortgeschrittenen Schultergelenksarthrose wählen wir eine offene Operationstechnik.

Hier erfahren Sie mehr über die Operative Arthrosetherapie an der Schulter!

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