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Bandscheibenverschleiss

Wenn die Bandscheiben zu stark degenerieren

Etwa ab dem 20. Lebensjahr nimmt im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses der Wassergehalt der Bandscheiben ab. In der Folge kommt es zu Veränderungen des Knorpels, die man als Chondrose oder Bandscheibenverschleiß bezeichnet. Sind die benachbarten Grund- und Deckplatten der Wirbel mit betroffen, spricht man von einer Osteochondrose. Häufig führen diese Verschleißerscheinungen aufgrund der Fehlhaltungen des Rückens zu schmerzhaften Muskelverspannungen.

Um die Schmerzen zu lindern oder bestenfalls zu beseitigen, ist es wichtig, die Ursache zu erkennen und diese gezielt zu bekämpfen. Hierzu stehen uns alle nötigen Untersuchungsverfahren in unseren drei medizinischen Versorgungszentren zur Verfügung. Wir sind darauf spezialisiert, mit unserem interdisziplinären Fachärzteteam ein für Sie maßgeschneidertes Behandlungskonzept zu entwickeln, um Ihnen ein möglichst schmerzfreies Leben ohne Bewegungseinschränkungen zu ermöglichen.

Welche Ursachen hat der Bandscheibenverschleiß?

Doch wie kommt es zum Bandscheibenverschleiß? Bereits nach Abschluss des Wachstums, so etwa nach dem 20. Lebensjahr, beginnen die Bandscheiben zu degenerieren: Sie verlieren an Elastizität und zeigen erste Verschleißerscheinungen. Dies ist normal und muss nicht zwingend Beschwerden verursachen. Gehen die Veränderungen jedoch über ein gewisses Maß hinaus, können Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden. In diesem Fall verursacht der Bandscheibenverschleiß schließlich Rückenschmerzen.

Wie entstehen Rückenschmerzen durch Bandscheibenverschleiß? Wenn sich eine Bandscheibe abnutzt, verliert sie an Höhe und somit auch einen Teil ihrer Stoßdämpferfunktion. Die Wirbelsäule rutscht etwas in sich zusammen und es entsteht vermehrter Druck auf die Wirbelgelenke. Unser Körper versucht, dem Bandscheibenverschleiß entgegenzuwirken, indem er feine Äderchen in die betroffene Bandscheibe wachsen lässt, um sie besser mit Nährstoffen zu versorgen. Es können auch „kleine Schmerzfabriken“ entstehen, die „Schmerzbotenstoffe“ freisetzen und die Bandscheibe noch empfindlicher machen. So kann beispielsweise eine harmlose Drehung im Bett Schmerzen der Bandscheiben hervorrufen. Dieser Schmerz entsteht dann in der Bandscheibe selbst.

Welche Symptome hat der Bandscheibenverschleiß?

Einige von einem Bandscheibenverschleiß betroffene Patienten klagen nicht nur über Schmerzen an der Wirbelsäule, sondern auch über Muskelverspannungen. Besonders an der Halswirbelsäule können infolge von verschiedensten Verschleißerscheinungen und Fehlhaltungen des Rückens chronische Muskelverspannungen zu sehr hartnäckigen und anhaltenden Schmerzen führen. Diese Verspannungen kann man meist gut tasten. Auch der Betroffene selbst kann verhärtete Muskelstränge, vor allem bei Bewegung, spüren. Sonderformen sind Verkalkungen oder Verknöcherungen in der Muskulatur.

Weitere typische Symptome sind:

  • Beschwerden in der Lenden-, Hals- oder Brustwirbelsäule
  • Lähmungen der anliegenden Muskel
  • Sensibilitätsstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel

Symptome einer Osteochondrose können auch durch Fehlbewegungen bei Sportlern oder durch das Heben von schweren Lasten entstehen.

Wie wird der Bandscheibenverschleiß behandelt?

Ein erster Schritt bei der Behandlung des Bandscheibenverschleißes ist eine geeignete Schmerztherapie, mit der unter anderem eine Muskelentspannung erreicht wird. Die meisten Schmerzmittel wirken auf Nervenleitungen und stoppen oder unterdrücken die Übertragung der Schmerzsignale zum Gehirn. Obwohl die eigentliche Ursache so nicht beseitigt wird, verspürt der Patient keinen Schmerz mehr. Auf diese Weise können ungünstige Schonhaltungen vermieden werden. Besonders für Menschen mit starken oder chronischen Schmerzen sind moderne Medikamente hilfreich – denn sie wirken schnell, zuverlässig und lassen sich auf verschiedene Arten verabreichen. So können wir Ihnen bei akuten und sehr starken Schmerzen Injektionen anbieten, dank derer wir die schmerzstillenden Mittel direkt an die betroffene Stelle spritzen können.

Stehen schmerzhafte Muskelverspannungen im Mittelpunkt, können Muskelrelaxanzien helfen. Sie lindern den Schmerz und verhindern so, dass der Schmerz chronisch wird. Um den Schmerzkreislauf zu durchbrechen, ist es wichtig die schmerzhaften Muskelverspannungen zu lösen. Denn Schmerzen verursachen Verspannungen, Verspannungen hingegen führen zu mehr Schmerzen, mehr Schmerzen zu mehr Verspannungen und so weiter.

Außerdem können folgende rückenschonende, konservative Maßnahmen zum Einsatz kommen:

  • Physiotherapie
  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht
  • Wärmebehandlung

Reichen die konservativen Maßnahmen nicht aus, kann ein minimalinvasiver oder operativer Eingriff Entlastung bringen. Je nach Ausmaß des Bandscheibenverschleißes stehen uns zwei Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung: die minimalinvasive Entfernung der überschießenden Knorpel-, Knochen- und Bandscheibenanteile oder das operative Einsetzen einer Bandscheibenprothese. Die minimalinvasive Behandlungsmöglichkeit kann durch die innovative ADCT (autologe Bandscheibenzelltransplantation) unterstützt werden. Hierzu entnehmen wir aus dem entfernten Bandscheibengewebe Zellen, die dank der ADCT wieder in die betroffene Bandscheibe transplantiert werden und dort neues Bandscheibengewebe bilden können.

Wie beugt man den Bandscheibenverschleiß vor?

Um dem Bandscheibenverschleiß vorzubeugen, ist vor allem ein gesunder Lebensstil empfehlenswert. Dazu zählen ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Schwere Lasten zu tragen oder zu heben, sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Müssen Lasten aufgrund der Arbeit regelmäßig gestemmt werden, sollte man darauf achten, dies rückenschonend mit gerader Wirbelsäule zu tun. Es sollte darauf geachtet werden, aus der Kniebeuge heraus zu heben.

Videos zum Thema:

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