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Bandscheibenverschleiss

Wenn die Bandscheiben zu stark degenerieren

Ein Verschleiß der Bandscheiben ist ein ernstes Problem, denn Verschleiß kann nicht rückgängig gemacht werden – oder doch? Topmoderne Behandlungsmethoden mit Anzüchtung körpereigener Zellen versprechen sowohl eine Erholung als auch eine deutliche Funktionsverbesserung beschädigter Bandscheiben! Schmerzhafte Muskelverspannungen durch eine angeschlagene Wirbelsäule und Fehlhaltungen des Rückens lassen sich ebenso in den Griff bekommen. Hier erfahren Sie alles Wichtige zu den Ursachen, Symptomen, Behandlungsmöglichkeiten und auch zur Vorbeugung eines übermäßigen Bandscheibenverschleißes.

Bereits nach Abschluss des Körperwachstums, etwa um das 20. Lebensjahr herum, beginnen die Bandscheiben zu degenerieren: Sie verlieren an Wassergehalt, somit auch an Elastizität und werden gleichermaßen anfälliger für erste Verschleißerscheinungen. Allgemein bekannt ist, dass der Körper abends etwas kleiner ist, als morgens: Das tägliche „Schrumpfen“ geht mit dem sukzessiven Wasserverlust der Bandscheiben durch das Gewicht des eigenen Körpers bei aufrechter Haltung einher. Das alles ist jedoch ganz normal und verursacht im Regelfall keine Beschwerden.

Welche Ursachen hat ein Bandscheibenverschleiß?

Gehen die belastungsbedingten Veränderungen der Bandscheibe jedoch über ein gewisses Maß hinaus, können Nerven in Mitleidenschaft gezogen werden und Rückenschmerzen entstehen: Im Gegensatz zum täglichen „Schrumpfen“ verlieren die Bandscheiben bei übermäßigem Verschleiß dauerhaft an Höhe und somit auch einen Teil ihrer stoßdämpfenden Funktion (Chondrose). Die Wirbelsäule rutscht folglich etwas in sich zusammen und es entsteht ein höherer Druck auf die Wirbelgelenke beziehungsweise die benachbarten Grund- und Deckplatten der Wirbelkörper, die dadurch ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden können (Osteochondrose).

Medizinische Grafik Bandscheibenverschleiss

Medizinische Grafik: Bandscheibenverschleiß

Dem versucht unser Körper entgegenzuwirken, indem er feine Äderchen in die betroffene Bandscheibe wachsen lässt, um sie besser mit Nährstoffen zu versorgen. Problematisch ist, dass dabei auch kleinste Schmerzfasern in das Bandscheibengewebe einsprossen können und die zuvor schmerzunempfindliche Bandscheibe somit zu einer schmerzempfindlichen Bandscheibe wird – es entstehen kleine „Schmerzfabriken“, medizinisch „intradiscal pain“ beziehungsweise „intradiskaler Schmerz“ genannt. In der Folge kann schon eine einfache Drehung im Bett Schmerzen hervorrufen, die dann in den Bandscheiben selbst entstehen.

Des Weiteren können Symptome einer Osteochondrose auch durch Sportunfälle oder durch das falsche Heben schwerer Lasten, also aus dem Rücken statt aus den Beinen, entstehen. Sonderformen sind Verkalkungen oder Verknöcherungen in der Muskulatur.

Welche Symptome hat ein Bandscheibenverschleiß?

Patient mit Schmerzen in Schonhaltung

Patient mit Rückenschmerzen, Schonhaltung

Bandscheibenverschleiß führt nicht nur zu Schmerzen an der Wirbelsäule, sondern aufgrund von Fehl- und Schonhaltungen des Rückens auch zu Muskelverspannungen, die ohne Behandlung Gefahr laufen, chronisch zu werden. Besonders die Halswirbelsäule neigt zu äußerst hartnäckigen und anhaltenden Nackenschmerzen infolge von Verschleißerscheinungen und Fehlhaltungen des Rückens, die dann oft mit Schwindel und Kopfschmerzen verbunden sind. Aber auch in der Brust- und Lendenwirbelsäule sowie der angrenzenden Muskulatur sind Beschwerden möglich, je nachdem welcher Wirbelsäulenabschnitt vom erhöhten Verschleiß besonders betroffen ist.

Die Schmerzen zeigen sich vor allem bei Bewegung, sei es ein einfacher Positionswechsel beim Sitzen oder eine Lageänderung beim Schlafen. Der Teufelskreis vervollständigt sich, wenn daraus resultierende Schlafprobleme zu weiteren Verspannungen führen. Diese Verspannungen lassen sich in der Regel gut ertasten. Auch der Betroffene selbst kann verhärtete Muskelstränge spüren, vor allem bei Bewegung.

Wie wird ein Bandscheibenverschleiß behandelt?

Patientin bei einer Injektion in den Nacken

Behandlungsbeispiel: Injektion in den Nacken

Um die Schmerzen zu lindern oder bestenfalls zu beseitigen, ist es wichtig, die Ursache zu erkennen und diese gezielt zu bekämpfen. Hierzu stehen uns alle nötigen Untersuchungsverfahren in unseren drei medizinischen Versorgungszentren zur Verfügung. Wir sind darauf spezialisiert, mit unserem interdisziplinären Fachärzteteam ein für Sie maßgeschneidertes Behandlungskonzept zu entwickeln, um Ihnen ein möglichst schmerzfreies Leben ohne Bewegungseinschränkungen zu ermöglichen.

Konservative Maßnahmen bei Bandscheibenverschleiß:

Der erste Schritt bei der Behandlung verschlissener Bandscheiben ist eine geeignete Schmerztherapie, so dass sich die Muskelverspannungen lösen können. Die meisten Schmerzmittel wirken auf Nervenleitungen und stoppen oder unterdrücken die Übertragung der Schmerzsignale zum Gehirn. Zwar wird die eigentliche Ursache so nicht beseitigt, aber der Patient verspürt keinen Schmerz mehr und gerät somit weniger in ungünstige Schonhaltungen, die zu weiteren Verspannungen führen. Vice versa kann der Körper endlich wieder ein wenig entspannen.

Physiotherapie am Patienten

Behandlungsbeispiel: Physiotherapie am Patienten

Besonders für Menschen mit starken oder chronischen Schmerzen sind schnell und zuverlässig wirkende Medikamente hilfreich, die sich auf verschiedene Arten verabreichen lassen. Bei akuten und sehr starken Schmerzen spritzen wir die schmerzstillenden Mittel beispielsweise direkt an die betroffene Stelle. Stehen schmerzhafte Muskelverspannungen im Vordergrund, können Muskelrelaxanzien helfen.

Reichen die konservativen Maßnahmen für ein schmerzfreies Leben nicht aus, kann ein minimalinvasiver oder im äußersten Fall eine Operation Besserung bringen.  Hier stehen uns verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, die je nach Ausmaß des Bandscheibenverschleißes zum Einsatz kommen:

VIDEO: Behandlung bei Bandscheibenverschleiß

Nukleusverstärkung mit Hydrogelsticks

  • die Implantation einer Bandscheibenprothese

    Medizinische Grafik: Tissue Engineering Prinzip

    Medizinische Grafik: Tissue-Engineering-Prinzip

  • die ADCT-Behandlung: Bei der autologen Bandscheibenzelltransplantation entnehmen wir aus dem entfernten Bandscheibengewebe Zellen, die dank der ADCT wieder in die betroffene Bandscheibe transplantiert werden und dort neues Bandscheibengewebe bilden können. So kann sich die Bandscheibe wieder erholen und die Bandscheibenfunktion wieder verbessert werden.

So beugen Sie einem Bandscheibenverschleiß vor

Um einem erhöhten Bandscheibenverschleiß vorzubeugen, ist vor allem ein gesunder Lebensstil empfehlenswert. Dazu zählen eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung. Schwere Lasten zu heben oder zu tragen, gilt es nach Möglichkeit zu vermeiden. Müssen etwa berufsbedingt regelmäßig Lasten gestemmt werden, sollte dies immer rückenschonend erfolgen, also aus den Beinen heraus und mit gerader Wirbelsäule.

Log - 25 Jahre Kompetenz für Ihre Wirbelsäule
Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Orthopäden
in Taufkirchen auf jameda

jameda Bewertung vom 23.11.2016

Bandscheibe C4 C5 verschlissen, es wurde ein Implantat gesetzt

"Mitarbeiter sehr nett. 
Ärzte sehr kompetent. 
OP wurde in der ISARKLINIK durchgeführt 
Sehr gute Nachversorgung."

Wir feiern Jubiläum – 25 Jahre Kompetenz für ihre Wirbelsäule!

Wir freuen uns, Sie weiterhin in unseren drei medizinischen Versorgungszentren am Standort München/Taufkirchen oder am Münchner Amiraplatz begrüßen zu dürfen!