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Biologische Wiederherstellung der Bandscheibe

Körpereigene Zellen zur Regeneration von Bandscheiben

Wurde die Bandscheibe aufgrund eines Bandscheibenvorfalls oder Bandscheibenverschleißes in Mitleidenschaft gezogen, verliert sie an Volumen. Dank der innovativen autologen Bandscheibenzelltransplantation (ADCT) können wir das Volumen und somit die Höhe der Bandscheibe wiederherstellen, so dass sie ihre ursprüngliche Funktion weitgehend wieder aufnehmen kann. Schmerzen können nach einer Therapie ebenfalls nach und nach zurückgehen.

Bei der autologen Bandscheibenzelltransplantation entnimmt der behandelnde Arzt in unserer Praxis in München zunächst mittels feinster Spezialinstrumente Zellen aus dem Gewebe der Bandscheibe. Diese werden dann von einem mit uns kooperierenden BioTec-Unternehmen gezüchtet. Zu einem späteren Zeitpunkt können diese körpereigenen Zellen wieder in die betroffene Bandscheibe transplantiert werden und dort neues Bandscheibengewebe bilden. Da es sich um körpereigene Zellen des Patienten handelt, gibt es bei diesem Verfahren in der Regel keine Abstoßungsreaktionen.

Die implantierten Zellen beginnen nun, ihre funktionellen mechanischen Aufgaben zu erfüllen: Sie vermehren sich, kitten die Einrisse des Faserringes und sorgen für eine vermehrte Wassereinlagerung, was für gesunde Bandscheiben elementar ist. Die Bandscheibe kann dank dieses Verfahrens also ihre ursprüngliche Funktion wieder weitgehend normal aufnehmen – und erhält damit die Beweglichkeit und Gesundheit der Wirbelsäule.

Infolgedessen können die Rückenschmerzen nach einem Bandscheibenvorfall des Patienten nach und nach zurückgehen, zudem wird der Verschleiß der Bandscheibe und damit eine Arthrose aufgehalten bzw. verhindert. So können wir die korrekte Funktion der Wirbelsäule auch ohne aufwändige Operation fast wiederherstellen.

Indikation für eine autologe Bandscheibenzelltransplantation

Scheiden minimalinvasive Verfahren aufgrund der Größe des Bandscheibenvorfalles zur Behandlung aus, ist die mikrochirurgische Entfernung des krankhaften Gewebes der Behandlungsstandard bei operationsbedürftigen Bandscheibenvorfällen. Die Wiederherstellung des ursprünglichen Bandscheibenvolumens und damit die ursprüngliche Bandscheibenhöhe kann mit dieser operativen Methode jedoch nicht erzielt werden. Mögliche Folge der Therapie sind eine vermehrte Beweglichkeit des betroffenen Wirbelsegmentes und ein vorzeitiger Verschleiß der beteiligten Wirbelgelenke. Aus dem Wirbelgelenkverschleiß kann wiederum eine schmerzhafte Wirbelsegmentinstabilität entstehen. Für den Patient resultieren hieraus nicht nur Schmerzen sondern auch eine eingeschränkte Beweglichkeit.

Indikationen für eine ADCT

Nicht nur Bandscheibenvorfälle, sondern auch verschleißbedingte Veränderungen in den Bandscheiben können Schmerzen verursachen – den sog. isolierten Bandscheibenschmerz (intradiskales Schmerzsyndrom). Auch hier kann die ADCT helfen:

Ablauf der Behandlung

Patientin bekommt eine Injektion in den Nacken

Behandlungsbeispiel: Injektion in den Nacken

Für die Entnahme der körpereigenen Bandscheibenzellen wurde ein spezielles Mikroinstrumentarium entwickelt. Ähnlich wie bei einer Kontrastmitteleinspritzung in die Bandscheibe (Diskographie) oder bei der Mikrolaserbehandlung führt der behandelnde Arzt bei diesem Verfahren zuerst nur eine dünne Nadel in das Gewebe der Bandscheibe ein. Der Eingriff ist für den Patienten schmerzlos und wird sowohl unter lokaler Betäubung als auch in Analgosedierung (Dämmerschlafnarkose) durchgeführt.

Der Arzt führt das speziell entwickelte Mikroinstrument zur Gewinnung des Bandscheibengewebes durch die bereits liegende Nadel in die kaputte Bandscheibe des Patienten ein. Anschließend werden kleinste Mengen des Bandscheibengewebes entnommen. Diese Zellen des Patienten werden nun nach den Regularien des Arzneimittelgesetzes zum autologen Bandscheibenzelltransplantat herangezüchtet. Wenn ausreichend lebens- und teilungsfähige Bandscheibenzellen gewachsen sind, setzt der Arzt das Bandscheibentransplantat nach etwa drei Monaten unter gesicherten Bedingungen mittels einer schmerzlosen Injektion direkt in den betroffenen Bandscheibenkern des Patienten ein.

Nach der Behandlung

Nachbehandlung

Als Vorsichtsmaßnahme darf der Patient nach der Retransplantation der Zellen für 24 Stunden nicht aus dem Bett aufstehen, damit es nicht zu einem Verlust von Zellen durch die Injektionsstelle kommt. Mit Trainingsmaßnahmen kann bereits nach wenigen Tagen begonnen werden. Nach drei Monaten und einer MRT-Kontrolle kann ein Aufbauprogramm für die Rückenmuskulatur mit Physiotherapie eingeleitet werden. Für die Therapie ist es wichtig, stets die Grunderkrankung – also etwa einen Bandscheibenvorfall oder einen Verschleiß der Bandscheiben – im Blick zu behalten, um weitere Beschwerden und Schmerzen zu vermeiden.

Arbeitsfähigkeit

Leichte körperliche Arbeiten, wie etwa Bürotätigkeiten, kann der Patient nach einer Woche wieder aufnehmen. Körperlich belastende Arbeiten sollten je nach Intensität mindestens vier Wochen lang nach der Retransplantation vermieden werden.

Sportfähigkeit

Körperliche Belastungen durch unterschiedliche Sportarten sind in Abhängigkeit vom Ausgangsbefund wenige Wochen nach dem Eingriff wieder möglich. Wir empfehlen das Tragen eines entlastenden Rückenkorsett für vier bis sechs Wochen, um Schäden an der Wirbelsäule zu vermeiden. Gleichzeitig können die implantierten Zellen der Bandscheibe durch die Entlastung besser arbeiten.

Vorteile der autologen Bandscheibenzelltransplantation:

  • Die ADTC ist ein minimalinvasives Verfahren, das unter kurzstationären Bedingungen durchgeführt werden kann.
  • Körpereigene Zellen: Bereits vor Einführung der ADCT wurden Versuche unternommen, die Bandscheibe bzw. die Bandscheibenhöhe wiederherzustellen, etwa durch die Behandlung mit Kollagen II, Hyaluronsäure oder zusätzlichen Wachstumsfaktoren. Mit der autologen Bandscheibentransplantation (ADCT) kann nun körpereigenes Material zur Therapie verwendet werden. Dieses ersetzt nicht nur das Bandscheibenvolumen, es kann auch funktionell wirksam werden, Schmerzen reduzieren und es gibt keine Abstoßungsreaktionen.

Welche Risiken gibt es bei der autologen Bandscheibenzelltransplantation?

In unserer Praxis in München arbeiten wir präzise und schonend. Dies gilt besonders für den Bereich der Wirbelsäule, denn eine unvorsichtige Behandlung in diesem Bereich kann weitreichende Folgen haben. Wir sind uns dieser Verantwortung bewusst. Dennoch gibt es – wie bei jeder medizinischen Behandlung – mögliche Komplikationen. Neben den üblichen Risiken, die mit einem durchstechen der Hautbarriere einhergehen (Infektionen, kleine Blutungen, feine Narben), kann eine falsch platzierte Nadel zu Lähmungen und Sensibilitätsstörungen führen. Um dies zu verhindern, führen wir die autologe Bandscheibenzelltransplantation immer unter Zuhilfenahme von bildgebenden Verfahren durch.

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