• Eschenstraße 2 / D–82024 Taufkirchen

Antworten auf Ihre Fragen zu Medizin und Gesundheit

Vorderer Kreuzbandriss – Therapie mit DonJoy-Schiene

So wichtig ist die Zweitmeinung

In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger. Unser interdisziplinäres Fachärzteteam arbeitet fachübergreifend zusammen, um für Sie die bestmögliche Behandlung zu finden.

Sie haben Fragen?

Am besten ist es, Sie stellen sich persönlich in unserem Zentrum vor. Vereinbaren Sie dazu bitte telefonisch einen Termin über unsere Zentrale unter 089 / 6145100.

Frage

Guten Tag,ich habe mir am 05. Januar bei einem Skiunfall das vordere Kreuzbandgerissen. Die Knochen haben ein Trauma, das Seitenband ist überdehnt, die Minisken sind i.O. Die ersten zwei Wochen direkt nach dem Unfall hatte ich eine Schiene die das Bein in einer leicht gebeugten Stellung fixiert hat. Als Therapie habe ich nun eine DonJoy-Schiene für 6 Wochen mit 90 Grad möglicher Beugung und weitere 6 Wochen mit 60 Grad möglicher Beugung. Da ich in letzter Zeit zunehmende Steifheit (insb. bei Streckung) im Kniegelenk verspürt habe, habe ich einen weiteren Arzt für eine zweite Meinung konsultiert. Dieser rät mir nun gänzlich von der Schiene ab und empfiehlt stattdessen so schnell wie möglich wieder die Bewegungsfähigkeit des Knies zu trainieren um danach entscheiden zu können, ob eine OP notwendig ist oder nicht. Nun bin ich erst recht verunsichert. Wie ist Ihre Meinung – soll ich die Schiene weiter tragen oder nicht? Und kann es schädliche Auswirkungen haben, wenn ich das Bein weiter als 90 Grad beuge?Herzlichen Dank für Ihre Zeit und Mühen!

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte Frau W.,

die Anwendung einer Donjoy-Schiene ist in letzter Zeit in der Tat in kritische Betrachtung gekommen. Es besteht die Vermutung, dass durch die Schiene der Gelenkfluss, gerade wenn die Schiene eventuell nicht optimal angelegt ist, gestört wird und womöglich Bewegungseinschränkungen hier gebahnt werden. Sofern Sie nicht ständig Treppen hinab oder Bergab gehen müssen, könnte eine Rehabilitation eventuell genauso zügig, wenn nicht zügiger ohne die Schiene erfolgen unter begleitender krankengymnastischer Muskelkräftigung. Die Operationsnotwendigkeit ist eine sehr individuelle und in Absprache mit den Patienten zu treffende Entscheidung. In Abhängigkeit von Ihrem Alter, Ihres sportlichen Aktivitätanspruchs und beruflicher Belastung könnte ein Ersatz des vorderen Kreuzbandes sinnvoll sein.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. D. Müller / mü

Frage

Mein Skiunfall bewirkte folgende Diagnose: ausgepr.Gelenkerguss, deutl. med. Aufklappbarkeit, ++ bis +++ vord. Schublade, lat. Seitenband oB, kein Meniskusstauchungsschmerz, Sens/Motorik oB Der österr. Arzt sagte mir ich wäre schwer verletzt und sollte schnellstmöglich die Heimreise antreten, was ich auch tat. In Deutschland sollte die MRT erst am 26.03.09 durchgeführt werden, was der beh. Arzt sofort als unbedingt notwendige OP-Patient-Maßnahme erklärte. Die MRT fand dann sofort statt. Nach dem ich nun einzelne Berichte im Forum gelesen habe, stellt sich die Frage: soll auch ich mit 50 J. eine OP über mich ergehen lassen ? MfG Lutz B.

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrter Herr B.,

leider haben Sie nicht den Befundbericht der MRT zitiert. Es könnte sich jedoch um eine vordere Kreuzbandruptur handeln. In Abhängigen Ihres Aktivitätsniveaus und beruflicher Belastung könnte auch in höherem Alter eine vordere Kreuzbandplastik sinnvoll sein. Eine Kreuzbandoperation ist jedoch eine so genannte „Kann-Operation“. Der Ersatz des Kreuzbandes ist vor allen Dingen dann sinnvoll, wenn ein erhöhtes sportliches oder berufliches Aktivitätsniveau stattfindet. Jüngere Untersuchungen haben ergeben, dass sich zehn Jahre nach der Operation das Ergebnis nach einer Ersatzoperation des Kreuzbandes nicht von dem eines nicht operierten Behandlungsverlaufes unterscheidet, außer in einer vermehrten Stabilität. Dem entsprechend ist die Entscheidung zum Kreuzbandersatz in jedem Fall immer wieder individuell und auch altersabhängig zu stellen. Die Frage, ob durch eine Nicht-Operation oder auch durch eine Ersatz-Operation eines Kreuzbandes eine Arthrose entstehen kann, ist nicht abschließend zu beantworten. Prinzipiell ist ein verfrühtes Auftreten von Arthrose aufgrund eines instabilen Gelenkes durchaus denkbar und plausibel. Allerdings gibt es genügend Verläufe nach vorderer Kreuzband-Ersatzoperation, welche nicht zufriedenstellend sind und ebenfalls zu Arthrosebeschwerden geführt haben. Sofern das aktuelle Aktivitätsniveau eher geringer ist, z.B. sitzende berufliche Tätigkeit und der Anspruch an sportliche Aktivitäten im Freizeitbereich ebenfalls gering ist, dann könnte auf eine Ersatzoperation durchaus verzichtet werden und lediglich eine physiotherapeutische Kräftigung der das Kniegelenk stabilisierenden Muskulatur erfolgen. Der operative Verlauf nach einer Kreuzbandoperation hinsichtlich der Rehabilitation dauert mindestens sechs Wochen, anschließend kann mit sportlicher Aktivität wieder langsam begonnen werden.

Wir wünschen eine gute Besserung und verbleiben mit freundlichen Grüßen

Dr. med. D. Müller / mü

MVZ Praxisklinik Dr. Schneiderhan & Kollegen

Rufen Sie uns an: 089/ 614510-0
E-Mail: info@orthopaede.com

MVZ Wirbelsäulenzentrum München/Taufkirchen

Rufen Sie uns an: 089/ 614510-86
E-Mail: info@wirbelsaeulenzentrum-muenchen.com

MVZ Radiologie und Diagnosticum

Rufen Sie uns an: 089/ 614510-54
E-Mail: info@radiologie-diagnosticum.com