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Osteoporose

Osteoporose: Wenn Knochen schwinden

Osteoporose gilt in Deutschland als Volkskrankheit. Bei der landläufig auch als Knochenschwund bezeichneten Erkrankung kommt es zu einer Verringerung des Mineralgehalts in den Knochen, sodass sie instabil werden und die Gefahr von Brüchen selbst bei ungefährlichen Bewegungen steigt. Leiden Patienten unter Osteoporose, entstehen vor allem in den stark belasteten Körperbereichen wie Wirbelsäule und Oberschenkelhals schon bei geringem Druck Frakturen. Jedoch gibt es heutzutage verschiedene Möglichkeiten, Osteoporose wirksam entgegenzuwirken und so das Risiko für schmerzhafte Brüche zu mindern.

Ursachen einer Osteoporose-Entstehung

Auch wenn menschliche Knochen starken Belastungen standhalten, stellen sie keine starren und unveränderbaren Strukturen dar, sie befinden sich stetig im Umbau. Dafür sind zwei verschiedene Zelltypen verantwortlich. Die sogenannten Osteoklasten bauen verbrauchte Knochenzellen ab und ihr Gegenstück, die Osteoblasten, sorgen für die Neubildung von Knochen. Bis zu einem Zeitpunkt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr befinden sich beide Vorgänge im Gleichgewicht. Auf ganz natürliche Weise verschiebt sich diese Balance jedoch mit zunehmendem Alter, sodass der Knochenabbau überwiegt. Bleibt es bei dieser Entwicklung, treten keinerlei Beschwerden auf. Kommen allerdings weitere Faktoren hinzu, die eine natürliche Knochenbildung behindern, entsteht eine Osteoporose. Als Ursache gelten vor allem Störungen im Hormonhaushalt, weshalb vermehrt Frauen nach den Wechseljahren unter Osteoporose leiden. Doch auch andere Erkrankungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion können die Entstehung einer Osteoporose beeinflussen.

Ist jede Belastung eine Gefahr?

Leiden Betroffene bereits unter einer fortgeschrittenen Osteoporose, empfiehlt es sich dringend, gefährliche Aktivitäten und Stürze zu vermeiden. Das bedeutet jedoch nicht, vollkommen auf Bewegung zu verzichten. Denn ähnlich wie die Muskulatur benötigen auch menschlichen Knochen kontinuierliche Stimulation. Ist dies nicht der Fall, transportiert der Organismus das im Knochen verankerte Kalzium an eine andere Stelle, sodass es zu einem fortschreitenden Abbau von Knochenstrukturen kommt. Um dies zur verhindern, empfiehlt es sich für Osteoporose-Patienten, Rücksprache mit ihrem Arzt zu halten, um eine geeignete Sportart zur Stärkung des Skeletts zu finden. Zusätzlich raten Mediziner, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten, da dadurch sowohl die Kalziumaufnahme als auch die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen beeinträchtig wird. Wer sich im Gegensatz dazu häufig im Freien aufhält, kurbelt mithilfe des natürlichen Sonnenlichts die Produktion von Vitamin D3 an, welches die Einlagerung von Kalzium in die Knochen und damit ihre Stabilität unterstützt.

Osteoporose-Brüche behandeln

Schmerzen durch Osteoporose lassen sich häufig bereits durch Maßnahmen wie Physiotherapie oder das Tragen eines Stützkorsetts lindern. Auch Medikamente wie Biphosphonate helfen, den Knochenabbau zu mindern und führen damit zu einer Schmerzlinderung. Brüche aufgrund von Osteoporose entstehen häufig im Rücken, speziell an den einzelnen Wirbelkörpern. Bei Frakturen kommt heutzutage zum Beispiel das minimalinvasive Kyphoplastieverfahren zum Einsatz. Dabei bringen Experten speziellen Knochenzement in den eingebrochenen Wirbelkörper ein, um ihn wieder zu stabilisieren. Um bereits eingebrochene Wirbelkörper wieder aufzurichten, lässt sich dieses Verfahren auch mit einem Ballon durchführen. Dabei wird mithilfe einer kleinen Punktionsnadel ein Ballon in den gebrochenen Wirbel eingeführt, der sich dann mit Flüssigkeit aufpumpen lässt und den Wirbelkörper wieder in seine ursprüngliche Form bringt. Im Anschluss wird der Hohlraum mit Knochenzement ausgefüllt. Mit diesem Kyphoplastieverfahren bleibt Osteoporose-Patienten eine offene Operation erspart, sodass sie nach dem Eingriff schnell wieder schmerzfrei ihren alltäglichen Beschäftigungen nachgehen können.