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Peridurale Schmerztherapie

Was ist peridurale Schmerztherapie?

Die peridurale Schmerztherapie zählt zu den nicht-invasiven Behandlungsmethoden bei Beschwerden an der Lendenwirbelsäule und kommt meist zum Einsatz, wenn andere konservative Verfahren wie Massagen oder Wärmeanwendungen keine ausreichende Wirkung mehr erzielen. Bei der periduralen Therapie injizieren Ärzte ein Medikamentengemisch in den schmerzenden Bereich der Lendenwirbelsäule. Die Medikamente sorgen dabei zunächst für eine Linderung der Schmerzen, führen zum Abschwellen von entzündetem Gewebe und lassen eventuell vorgefallenes Bandscheibengewebe schrumpfen.

Anwendungsgebiete der periduralen Schmerztherapie

Die peridurale Schmerztherapie kann bei Spinalkanalstenosen, Nervenwurzelreizungen, Bandscheibenvorfällen oder -vorwölbungen Linderung verschaffen. Um Patienten langfristig von ihren Beschwerden zu befreien, empfiehlt sich zu den Injektionen eine ergänzende Stärkung der Rumpfmuskulatur, zum Beispiel im Rahmen von Krankengymnastik oder mithilfe von gezieltem Muskelaufbautraining. So lassen sich Fehlhaltungen und mögliche Überlastungen dauerhaft korrigieren und das Risiko für zukünftige Beschwerden reduziert sich auf ein Minimum. Auch bei der sogenannten Lumboischialgie, dem Hexenschuss, stellt die peridurale Therapie eine mögliche Behandlungsoption dar.

Wie wird die Therapie durchgeführt?

Vor einer periduralen Schmerztherapie erfolgen in jedem Fall ein ausführliches Patientengespräch sowie eine gründliche körperliche Untersuchung, um die genaue Ursache der Rückenbeschwerden zu identifizieren. Auch mögliche Kontraindikationen einer periduralen Therapie, wie die Neigung zu Blutungen, lassen sich so erfassen. Zu Beginn der Behandlung infiltrieren Experten den betroffenen Bereich des Rückens mit einem lokalen Betäubungsmittel. Dann führen sie die Nadel bis zur schmerzenden Stelle an der Wirbelsäule heran und injizieren die Medikamentenmischung. Im Anschluss an die Schmerztherapie sollten Patienten noch etwa eine halbe Stunde lang unter ärztlicher Beobachtung bleiben. In der Regel wird eine Therapie wiederholt.

Mögliche Komplikationen einer periduralen Schmerztherapie

Komplikationen sind bei einer periduralen Therapie selten. Gelegentlich kann es zum Nachbluten der Einstichstelle kommen oder Kopfschmerzen auftreten. Diese verschwinden jedoch meist circa eine Stunde nach dem Eingriff. Ihr behandelnder Arzt wird Sie im Rahmen des Aufklärungsgesprächs ausführlich über die Details der Behandlung informieren.