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Retropatellararthrose

Retropatellararthrose: Die Kniescheibenarthrose

Die Retropatellararthrose wird landläufig auch als Kniescheibenarthrose bezeichnet. Sie stellt eine Arthrose des Kniegelenks zwischen Patella (Kniescheibe) und Oberschenkelknochen dar und äußert sich hauptsächlich in Schmerzen im Bereich der Kniescheibe, zum Beispiel beim Heruntergehen von Treppenstufen. Besonders wenn Betroffene sich aus sitzenden Positionen erheben, treten Beschwerden auf.

Genaue Diagnose wichtig

Leiden Betroffene unter einer Retropatellararthrose, ist es ihnen zumeist nicht möglich, ihr Knie ohne Schmerzen zu beugen und zu strecken. In einigen Fällen kommt es sogar zu einem Steifheitsgefühl oder sogar zu einer Versteifung des Kniegelenks. Sollten derartige Beschwerden auftreten, empfiehlt es sich, umgehend einen Arzt aufzusuchen, um die Ursachen der Erkrankung schnellstmöglich zu behandeln und eine entsprechende Therapie einzuleiten. Denn eine Retropatellararthrose tritt häufig gemeinsam mit einer sogenannten Gonararthrose, also dem Verschleiß der Knorpel im Kniegelenk, auf. Ohne exakte Diagnose lassen sich beide Erkrankungen schnell verwechseln. Deshalb kommt im Rahmen der ärztlichen Untersuchung besonders bildgebenden Verfahren wie MRT oder Röntgen eine große Bedeutung zu, da sich beide Krankheitsbilder damit genau identifizieren lassen.

Retropatellararthrose: Die Ursachen

Als Ursache einer Retropatellararthrose tritt vor allem Überlastung auf. In der Folge leiden insbesondere Personen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit vermehrt knien oder regelmäßig schwere Lasten tragen, unter einer Retropatellararthrose. Dabei wirkt ein hoher Druck auf Kniescheibe und Oberschenkelknochen, der dazu führt, dass sich Knorpel schneller abnutzt. Auch angeborene Fehlstellungen der Kniescheibe können eine Arthrose auslösen. Bei der Ursachenbetrachtung des Krankheitsbildes gilt generell: Der Entstehung einer Retropatellararthrose geht immer eine Verletzung des Knies voraus. Dies können Gelenkverschleiß, langfristig einseitige Belastungen oder unfallbedingte Schäden sein.

Welche Therapieformen kommen bei einer Retropatellararthrose zum Einsatz?

Je nach Ursache und Ausprägung kommen verschiedene Therapieformen zum Einsatz, um Betroffene von ihren Beschwerden zu befreien. Bei akuten Schmerzen hilft eine Behandlung der Symptome, zum Beispiel mithilfe von schmerz- und entzündungshemmenden Arzneimitteln. Leiden Patienten unter stärkeren Beschwerden, spritzen Experten in einigen Fällen auch Kortison direkt in das Kniegelenk, um die Retropatellararthrose zu lindern. Da eine derartige symptomatische Therapie jedoch nicht an der eigentlichen Ursache der Erkrankung ansetzt, kann keine dauerhafte Schmerzfreiheit eintreten. Um diese zu erreichen, stehen deshalb weiterhin Methoden der konservativen Behandlung zur Verfügung. Diese ist in der Regel langfristig angelegt und Experten kombinieren dabei unterschiedliche Therapiemöglichkeiten. Dazu gehört unter anderem die Injektion von Hyaluronsäure in das betroffene Knie, um den fortschreitenden Abbau von Knorpel zu verlangsamen. Für diesen Effekt können Patienten auch bestimmte Medikamente, sogenannte Chondroprotektiva, als Knorpelschutzmittel einnehmen. Zusätzlich zu diesen konservativen Methoden spielt Bewegung im Rahmen von gezielter Krankengymnastik eine wichtige Rolle bei der Behandlung. Dabei wird der Oberschenkelmuskel nachhaltig gestärkt, sodass Kniescheibe und Oberschenkelknochen nicht mehr dauerhaft aufeinander reiben. Sorgen konservative Methoden nicht für ausreichenden Erfolg oder liegt bereits eine sehr starke Abnutzung des Knorpelgewebes im Knie vor, hilft Patienten ein operativer Eingriff. Dabei führen Experten zunächst eine Gelenkspiegelung, auch Arthroskopie genannt, durch, um sich ein Bild von der Erkrankung zu machen. Währenddessen lassen sich auch bereits beschädigte Bereiche ausräumen. Zudem besteht die Möglichkeit, das beschädigte Knie durch ein künstliches Kniegelenk beziehungsweise eine Kniescheibe zu ersetzen.