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Coxalgie

Coxalgie: Hüftgelenksschmerzen

Mit einer Coxalgie beschreiben Experten Hüftgelenksschmerzen. In diesem Gelenk bewegen sich Becken und Oberschenkelknochen gegeneinander, sodass zum Beispiel Bewegungen wie Beugen, Strecken oder Kreisen der Hüfte möglich sind. Leiden Patienten unter einer Coxalgie, treten häufig Instabilitäten im Stehen oder Gehen auf. Auch eine eingeschränkte Beweglichkeit von Hüfte und Beinen kann ein Symptom darstellen.

Eine Coxalgie verstehen

Als häufigste Ursache gilt eine Arthrose. Dabei leidet das Hüftgelenk unter degenerativ bedingten Abnutzungserscheinungen, wie sie vor allem im höheren Alter auftreten. Die Entstehung dieser Erkrankung wird durch verschiedene Faktoren begünstigt. Dazu zählen wiederholte Gelenksentzündungen, fachsprachlich auch Coxarthritiden genannt, die unter anderem durch Beinfehlstellungen, Beckenschiefstände oder eine Verkrümmung der Wirbelsäule (Skoliose) hervorgerufen werden können. Außerdem steigt das Risiko für eine Coxalgie durch Osteoporose oder rheumatische Erkrankungen des Hüftgelenks. Neben derartigen Ursachen können jedoch auch weitere Auslöser verantwortlich sein. Darunter fallen beispielsweise längerfristige Überlastungen des Hüftgelenks aufgrund von Schwangerschaften oder starken Gewichtszunahmen. Außerdem können Schleimbeutelentzündungen, unfallbedingte Verletzungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus oder Bandscheibenvorfälle an der Lendenwirbelsäule, die mit ausstrahlenden Schmerzen in die Hüfte einhergehen, die Ursache sein.

Welche Diagnosemöglichkeiten gibt es?

Um eine Coxalgie zu diagnostizieren, beginnen Experten mit einem ausführlichen Arzt-Patienten-Gespräch. Damit lassen sich aktuelle Beschwerden, mögliche zurückliegende Erkrankungen oder familiäre Belastungen erheben. Anhand der Erzählungen von Patienten folgt im Anschluss eine eingehende körperliche Untersuchung. Auch eine Blutuntersuchung wird bei der Diagnose einer Coxalgie oftmals durchgeführt, um zum Beispiel die Entzündungswerte im Organismus zu ermitteln. Bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT helfen schließlich, die Diagnose zu festigen und die Erkrankung genau zu lokalisieren.

Wie wird eine Coxalgie therapiert und wie können Sie vorbeugend handeln?

Die wirksame Therapie einer Coxalgie umfasst zumeist zwei Teile. Zunächst geht es um die Behandlung der Symptome von Patienten, also primär um Schmerzlinderung. Im Rahmen dieser symptomatischen Behandlung kommen zum Beispiel lokal wirkende Schmerzmittel, Rheumamittel oder Muskelrelaxanzien zum Einsatz. Auch physikalische Therapien wie Krankengymnastik, Akupunktur, Wärmeanwendungen oder Massagen finden in einigen Fällen Anwendung. Wenn diese Behandlungsformen keine Linderung bewirken, muss unter Umständen über einen Gelenkersatz nachgedacht werden. Zur Vorbeugung empfiehlt sich vor allem Bewegung. Damit lässt sich die Durchblutung im gesamten Organismus sowie die Muskulatur in Hüfte und Wirbelsäule aktiv stärken. Ablagerungen am Hüftgelenk werden verhindert und die Stabilität des Skeletts steigt. Präventiv eignen sich vor allem Sportarten, die wenig Belastung auf die Gelenke ausüben, wie Nordic Walking, Fahrradfahren oder Schwimmen. Wer außerdem zum Beispiel beim Schuhkauf auf ein gutes Fußbett achtet, beugt Schmerzen in der Hüfte vor. Des Weiteren wirkt auch eine gesunde und ballaststoffreiche Ernährung präventiv. Besonders die Vitamine C und D sowie Mineralstoffe wie Calcium benötigt der Körper, um Knochen- und Knorpel gesund zu erhalten.