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Antworten auf Ihre Fragen zu Medizin und Gesundheit

Bandscheibenvofall mit Sequester

So wichtig ist die Zweitmeinung

In Zeiten vieler unnötiger Operationen an der Wirbelsäule wird die ärztliche Zweitmeinung immer wichtiger. Unser interdisziplinäres Fachärzteteam arbeitet fachübergreifend zusammen, um für Sie die bestmögliche Behandlung zu finden.

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Frage

Guten Tag! Ich leide seit Anfang der Woche unter sehr sehr starken Schmerzen im rechten Bein. (Habe aber schon längere Zeit Probleme mit der Bandscheibe) Spritzen halfen diesmal nicht. ÜberweisungTompgraphie: Bei Tomographie wurde ein SequesterL4/5 gefunden. Am zweiten Tag kam es (nach nochmaliger Spritze diesmal Muskelrelaxans piroxicam)erst zu unwillkürlichen Muskelflattern auf der rechten Beinseite dann Taubheitsgefühle auf der rechten Hälfte des rechten Beins bis zum Fuß außen. Überweisung Neurochirug: Der Neurochirug (Praxisarzt) riet zur sofortigen OP auch bei ihm ca. 3500,00 €. Ich erbat mir Überweiung an Uni-Klinik(Köln). Der Oberarzt hier meinte das ich erst einmal konservativ behandelt werden könnte und falls Taubheit schlimmer wird könnte ich jederzeit operiert werden. Der Sequester könnte sich mit der Zeit auflösen(immerhin 1 cm x 0,5cmx 0,3 cm). Wie kommt es zu diesen völlig unterschiedlichen Aussagen? Die ausstrahlenden Schmerzen waren am 3 Tag (nach Stufenlagerung) fast verschwunden die Taubheit blieb(bleibt)., wobei ich bei Spaziergängen das subjektive Gefühl habe das die Taubheit in den Zehen einem Kribbeln weicht). Was meinen Sie sollte ich noch eine dritte meinung einholen oder 2 Wochen warten und falls keine Besserung eintritt OP.? Bin 36 ,m und arbeite 3Tage/Woche am Computer(noch bis 19.08.05 krankgeschrieben) Mit freundlichen Grüßen F.H.

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrter Herr F.H.,

da Sie eine Besserungstendenz verspüren, könnte weiter konservativ verfahren werden. Eine genaue Prognose ist allerdings ohne Kenntnis der Bilder schwierig, da je nach Größe und Lage des Sequesters mit ev. immer wieder auftretenden Beschwerden zu rechnen ist. Der behandelnde Arzt wird jedoch sicher diesbezüglich aufklären und ggf. kann dann zu einem späteren Zeitpunkt immer noch eine Operation erfolgen. Regelmäßige Nachuntersuchungen sind jedoch zunächst notwendig.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. R. Schneiderhan

Frage

Hallo, erstmal vielen dank für die von Ihnen schon beantwortetenFragen! Ich habe erst wieder in 3 Wochen Arztermin und bin aufgrund der anhaltenden Taubheit (rechter Unterschenkel/Mittlerer Fuß und großer Zeh) beunruhigt. Frage: Wissen Sie ob sich der Fasering aus dem der Sequester ausgetreten ist (Riss) wieder schließt/verheilt? Und was passiert mit dem Sequester, wird er vom Körper abgebaut oder eingekapselt trocknet er aus……. . Und wie lange dauert dies. Danke für die Antwort ! F.H.

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrte(r) Frau/Herr F.H.,

im Bereich des eingerissenen Faserringes kommt es im Verlauf zu Vernarbungen. Dadurch wird wieder eine gewisse Stabilität erzielt. Der ausgetretene Sequester trocknet normalerweise im Verlauf über Monate ein, d.h. er verliert an Wasser und Größe und verursacht daher dann weniger Beschwerden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. Nissl

Frage

Sehr geehrte Damen u.Herren, ich (56) hatte vor 6 Jahren bereits eine Bandscheiben OP LWS 4/5 und an deren Folgen werde ich täglich erinnert. Starkes Narbengewebe irretiert Nervenwurzel … Bin daraufhin EU-Rentner. Vor ca. 4 Wochen hatte ich starke Schmerzen, Taubheitsgefühl linkes Bein / Fuß, ausstrahlend in den Rücken. Nach 3 Spritzen und Strombehandlung sind die extrem starken Schmerzen weg. Bei einem MRT wurde festgestellt: „Methodik: TSE T1 und T2 sagittal; TSE T2 transversal Segmente :L3-S1 TSE T1 L4/5 Befund: Skoliotische Einstellung der L WS auf dem Survey. Osteophytäre Appositionen bei L4/5 sowie Defekt der rechtsseitigen Bogenpartie dieser Höhe bei Z.n. Bandscheiben-OP . Regelrechte Konfiguration und Signalintensitäten der übrigen Wirbelkörper. Signalintensitätsreduktion auf T2 gewichteten Aufnahmen in den Bandscheiben der Segmente L3-L5 bei deutlicher Höhenreduktion der ZWR . L3/4: Circumferente Bandscheibenprotrusion mit intraforaminallinksseitigem NPP, es besteht der Verdacht auf einen cranial intraforaminal gelegenen kleinen Sequester. L4/5 : Circumferente Bandscheibenprotrusion rechts lateral- intraforaminal betont und dorsomedial nach caudal überhängend. Bei Z.n. OP stellt sich der Spinalkanal deformiert dar Adhäsion rechtsseitiger Caudafasern an die dorsolateral rechtsseitige Kontur im Bereich deutlicher narbiger Veränderungen. Zusätzlich stellen sich deutliche degenerative Veränderungen der Wirbelgelenke dar, die eine rechtsbtonte knöcherne Einengung der Neuroforamina bedingen. L5/S1: Rechtslateraler Bogendefekt ( postop.) , geringe rechts dorsolaterale Protrusion . Neuroforamina frei. Erqebnis Intraforaminaler NPP und fraglicher Sequester bei L3/4 links, was für die geklagten Beschwerden linksseitig ursächlich sein könnte. Im übrigen postoperativ narbige Veränderungen L4-S1 rechts. Rechtsdominante Bandscheibenprotrusion L4/5. “ Nun soll ich mich bei einem Chirogen vorstellen ! Termin in 4 Wochen. z.T. besteht weiterhin das Taubheitsgefühl und eine leichte Hebeschwäche. Gibt es eine Alternative zu einer OP? Bitte um Ihre fachliche Meinung. MFG – Hermann Weick

Antwort von Dr. med. Reinhard Schneiderhan

Sehr geehrter Herr W.,

zunächst sollte bei diesem Befund ein intensiver konservativer Behandlungsversuch erfolgen. Da Sie jedoch die ganzen Jahre nie ganz beschwerdefrei waren, ist dies sicherlich bereits erfolgt. Die erschwerte Situation bei Ihnen besteht sicherlich in der Tatsache, dass mehrere Höhen gleichzeitig betroffen sind, was auch ein operatives Vorgehen erschwert. Alternativ dazu gibt es die Möglichkeit mittels eines speziellen Kathetersystems ein Medikamentengemisch in den Spinalkanal zu bringen, um das Narbengewebe zu lösen und die Bandscheibenvorwölbungen etwas zum Schrumpfen zu bringen. Dies könnte Ihre Beschwerden nachhaltig bessern. Auch eine einmalige Umspülung der gereizten Nervenwurzel im Spinalkanal mittels einer Injektion in den Spinalkanal ist möglich. Zumindest hat man dann diagnostische Hinweise, ob mittels eines solchen Verfahrens eine Besserung zu erwarten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.med. A. Sigel

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