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Epidurale Wirbelsäulenkathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

Ein steuerbarer Katheter zur exakten Behandlung der Nervenwurzel

Die Wirbelsäulenkathetertechnik nach Prof. Racz ist ein minimal-invasives Verfahren, um Rückenschmerzen zu behandeln. Dank des elastischen Katheters lässt sich eine betroffene Nervenwurzel zielgenau behandeln. Dr. Schneiderhan hat diese Methode nicht nur weiterentwickelt: Mit über 18.000 Eingriffen dieser Art haben er und sein Team die meisten Behandlungen mit dem Wirbelsäulenkatheter in Europa durchgeführt.

Schaubild Wirbelsäulenkathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

Dr. Schneiderhan zeigt, wie Katheter eingeführt wird

Unsere interdisziplinäre Praxisgemeinschaft gehörte bereits 1997 zu den ersten europäischen Zentren, die nach der Wirbelsäulenkathetertechnik operierte. Dr. Schneiderhan hat diese in den USA etablierte und anerkannte Behandlungsmethode weiterentwickelt. Dank des elastischen Katheters lässt sich eine betroffene Nervenwurzel, etwa durch eine Bandscheibenvorwölbung oder einen Bandscheibenvorfall, zielgenau erreichen und die Medikamentenkombination exakt an der betroffenen Stelle platzieren.

Indikationen

Bei einem Großteil der Patienten mit Bandscheibenvorfall und -vorwölbung können wir durch diese Behandlungsmethode eine offene Operation vermeiden. Patienten mit chronischen Rückenschmerzen und postoperativen Vernarbungen nach einer Bandscheiben- oder Versteifungsoperation der Lendenwirbelsäule dürfen auf spürbare Linderung der Beschwerden bis hin zur völligen Schmerzfreiheit hoffen. In der internationalen Literatur wird eine Erfolgsquote von über 85 Prozent angegeben.

Indikationen der Epiduralen Wirbelsäulenkathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

  • Bandscheibenvorfall und Bandscheibenvorwölbung
  • Schmerzen nach Bandscheibenoperation (Postnukleotomiesyndrom) oder nach Versteifungsoperation
  • Chronische Rückenschmerzen und Schmerzen durch Nervenwurzelreizung
  • Narbenbeschwerden nach Operation (postoperative, epidurale Narbengewebe-Bildungen und Fibrosen)
  • Wurzelirritation/Wurzelreizsyndrome durch mechanische Irritationen
  • Sogenanntes „vergrößertes gelbes Band“ (hypertrophes Ligamentum flavum) oder hypertrophe Wirbelgelenke

Die weiterentwickelte Wirbelsäulenkathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

Die Weiterentwicklung der klassischen Behandlungsmethode nach Prof. Racz durch Dr. Schneiderhan basiert im Wesentlichen auf den folgenden beiden Punkten:

  • Durch entsprechendes Verformen des lenk- und steuerbaren Katheters kann der erfahrene Operateur epidural vorliegende Adhäsionen (Verklebungen) und Narbengewebebildungen (nach Wirbelsäulenoperationen) durch geschicktes Manipulieren am Kathetersystem lösen.
  • Die individuell abgestimmte Medikamentenzusammensetzung ist eine zusätzliche Weiterentwicklung: Nach Platzierung des Katheters und Darstellung des Epiduralraumes mittels Röntgen-Kontrastmittel helfen die daraus gewonnenen Erkenntnisse dabei, die richtige Medikation für die Nachinfiltrationen an den weiteren Tagen zu finden. Mit anderen Worten wird die medikamentöse Zusammensetzung dem Beschwerdebild des Patienten, der Dauer der Beschwerden sowie dem intraoperativ ermittelten radiologischen Befund angepasst.

Dr. med. Reinhard Schneiderhan:

Viele Leistungssportler schätzen diese Behandlungsform bei uns aufgrund der geringen Belastung und der Möglichkeit, frühzeitig mit dem Sportart-spezifischen Training wieder beginnen zu können.“

Diagnostik

Dr. Schneiderhan im Gespräch mit einer Patientin

Arzt-Patient-Gespräch

Zu Beginn führen wir eine ausführliche Diagnostik durch. Diese besteht aus einem Arzt-Patienten-Gespräch, der klinischen Untersuchung und unterstützenden bildgebenden Verfahren, wie Magnetresonanztomographie (MRT) oder Computertomographie (CT), die in unseren Praxisräumen noch am selben Tag durchgeführt werden. Darauf basierend erstellen wir für Sie einen individuellen Behandlungsplan und erläutern Ihnen die Behandlung Schritt für Schritt.

Behandlung

Bei der Wirbelsäulenkathetertechnik führen wir den Katheter über eine Spezialkanüle in den Epiduralraum der Wirbelsäule ein. Dies geschieht über eine natürliche Öffnung im Steißbeinbereich. Die speziell entwickelte Sonde wird unter Bildwandlerkontrolle und Kontrastmittelgabe zielgenau im rückenmarksnahen Bereich der Wirbelsäule platziert.

Da der Katheter nach der Platzierung liegen bleibt, erfolgt die Behandlung bei uns ausschließlich unter stationären Bedingungen. Den Eingriff führen wir in schonender Dämmerschlafnarkose (Analgosedierung) und lokaler Betäubung im Bereich der Hautdurchtrittsstelle durch.

Der Wirbelsäulenkatheter kann die Schmerzen beseitigen, da es zu einer Abschwellung und Entwässerung des störenden Gewebes kommt und betroffene Nervenwurzeln so entlastet werden. Die effektive Behandlung ergibt sich außerdem aus folgenden Effekten:

  1. Durch die zielgenaue Injektion verschiedener Medikamente (schmerz- und entzündungshemmende Mittel, konzentrierte Kochsalzlösung) erreichen wir über die osmotische Wirkung eine Schrumpfung des Gewebes, das den Nerv bedrängt.
  2. Durch das Einspritzen von entzündungshemmenden Substanzen bilden sich Entzündungen zurück.
  3. Durch das Einspritzen einer speziellen Enzymlösung werden rückenmarksnahe Vernarbungen und Verklebungen gelöst.
  4. Oft kombinieren wir den Eingriff mit der mechanischen Ablösung (Adhäsiolyse) der betroffenen Nervenwurzel. Der gesamte Eingriff an der Wirbelsäule dauert 40 bis 60 Minuten.

Spezielle Behandlungstechnik

Falls es sich um Einengungen im Bereich der Halswirbelsäule oder Brustwirbelsäule handelt, wird die Technik modifiziert: Der erfahrene Operateur geht mit der Einführungsnadel entweder zwischen den Dornfortsätzen der Wirbelsäule in den Epiduralraum ein oder er wählt den transforaminalen, d.h. schrägen Zugang. Für beide Varianten braucht es viel Erfahrung und Können, da unmittelbar an den Epiduralraum das Rückenmark angrenzt.

Die minimal-invasive Wirbelsäulenkatheterbehandlung

Wirbelsäulenkatheterbehandlung Bandscheibenvorfall:

Nach der Behandlung

Nachbehandlung

Physiotherapie am Patienten im MVZ Dr. Schneiderhan & Kollegen

Behandlungsbeispiel: Physiotherapie am Patienten

In der Regel können Sie bereits eine Stunde nach der Behandlung aufstehen und sich bewegen. Der stationäre Aufenthalt dauert normalerweise drei bis vier Tage. In dieser Zeit erhalten Sie über den Katheter weitere Injektionen mit Schmerzmitteln konzentrierter Kochsalzlösung und Enzymen.  Wir empfehlen eine zweiwöchige Schonung und Vermeidung körperlicher Aktivitäten sowie Vermeiden von längeren Sitz- und Stehphasen. In Abhängigkeit vom Beschwerdebild sowie der pathologischen Befunde verordnen wir in manchen Fällen das Tragen eines Überbrückungs-Sets für die Zeitdauer von vier Wochen.

Eine abgestimmte Physiotherapie sollte zwei Wochen nach dem Eingriff beginnen. Hierbei wird besonders auf isometrischen Muskelaufbau sowie Haltungs- und Bewegungstraining geachtet. Danach empfehlen wir den Beginn der medizinischen Trainingstherapie an Geräten zur Kräftigung der Rumpf- und Rückenmuskulatur.

Arbeitsfähigkeit

Leichte körperliche Arbeiten wie z.B. Bürotätigkeiten können Sie bereits nach ein bis zwei Wochen wieder aufnehmen. Körperlich anstrengende Arbeiten sind in den ersten vier Wochen nur eingeschränkt möglich und können dann langsam gesteigert werden.

Sportfähigkeit

Schwimmen und Radfahren in möglichst aufrechter Körperhaltung sind nach drei Wochen erlaubt, Joggen auf weichem Boden nach vier Wochen. Alle anderen Sportarten können je nach Belastungsintensität und Fortschritten in der Physiotherapie bzw. medizinischen Trainingstherapie an Geräten ab der fünften Woche langsam steigernd aufgenommen werden.

Patientenstimme zum Eingriff mit Wirbelsäulenkatheter

Infolge eines Bandscheibenvorfalls litt Beate Koch (59) fast 20 Jahre an Rückenschmerzen. Eine weitere Operation schlossen die meisten Ärzte nach bereits zwei gescheiterten OPs aus, erst Dr. Schneiderhan konnte mittels Wirbelsäulenkathetertechnik helfen. Im Artikel “Nach drei Tagen konnte ich wieder aufrecht gehen” können Sie die Erfolgsgeschichte von Beate Koch nachlesen.

Vorteile der Epiduralen Wirbelsäulenkathetertechnik nach Dr. Schneiderhan

Der speziell entwickelte Katheter ist an seinem Ende mit einer flexiblen und weichen Edelstahlspiralfeder versehen, wodurch ein schonendes, verletzungsfreies Platzieren möglich ist. Ein Durchtrennen von Gewebestrukturen, ein Ablösen von Gewebeanteilen mit der Blutungsmöglichkeit wird vermieden. Somit entstehen keine postoperativen Narbengewebebildungen. Durch die gezielte Einspritzung der hyperosmolaren Lösung schrumpft das störende Weichteilgewebe, die Bandscheibe bleibt jedoch in ihrer Form und Höhe sowie Elastizität unbeeinträchtigt.

Aufgrund der schonenden Vorgehensweise und dem Vermeiden von Ablösen von Gewebe mit nachfolgender Narbengewebebildung zählt dieses Verfahren mit zu den schonendsten Verfahren zur Beseitigung von weichteilbedingten Nervenwurzelreizsyndromen (Ischias, kombinierte Spinalkanalstenose). Aufgrund dieser Vorteile hat sich die Wirbelsäulenkathetertechnik nach ihrem großen Erfolg in den USA vor über 20 Jahren nun auch zunehmend in Europa durchgesetzt. Gesetzliche Krankenversicherungen übernehmen die Behandlungskosten, sofern eine stationäre Behandlung medizinisch angezeigt ist.

Vorteile der Epiduralen Wirbelsäulenkathetertechnik nach Dr. Schneiderhan im Überblick:

  • Der Eingriff kann unter Lokalanästhesie und Dämmerschlafnarkose (Analgosedierung) durchgeführt werden. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich.
  • Der speziell entwickelte Katheter ist an seinem Ende mit einer Edelstahlspiralfeder versehen, wodurch ein schonendes, verletzungsfreies Platzieren möglich ist. Gegenüber einem herkömmlichen operativen Eingriff schrumpft dabei lediglich das hervorgetretene Bandscheibengewebe, die Bandscheibe selbst wird jedoch nicht verletzt.
  • Die stationäre Behandlungsdauer beträgt nur drei bis vier Tage. Leichte körperliche Belastungen wie z.B. Schreibtischarbeiten können nach der Entlassung aus der Klinik bereits wieder durchgeführt werden.

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